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  1. #1
    Registrierter Benutzer
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    Standheizung - Gefahr für den Motor

    Hallo,

    vielleicht erschlagt ihr mich ja nun bzgl. dieser These, die ich gehört habe - aber gehört ist gehört.

    Aus dem Bereich Rettungsdienst ist mir vor längerer Zeit einmal berichtet worden, dass dort Motorheizsysteme zur Anwendung kamen, die den Motor auch bei Stillstand permanent auf Temperatur hielten (elektrische Heizungen). Dieses wurde aber wieder abgeschafft, weil dadurch erheblich mehr Defekte an Zylinderkopfdichtungen aufgetreten sein sollen.
    Kann das sein ? Lässt das den Schluss zu, dass auch bei Fahrzeugen, die morgens mit der Standheizung vorgewärmt werden, ehr das Risiko eines Defektes an der Zylinderkopfdichtung (oder irgendwo anders) besteht.
    Ach ja, bei den Rettungsdienstfahrzeugen handelte es sich um Dieselmotoren aus dem Hause Volkswagen - aber das soll ja nichts heißen.

    Da ich hier im Forum von mehreren gelesen habe, dass sie Standheizungen besitzen und auch verwenden, wäre ich doch sehr an Meinungen interessiert.

    Gruß

    Anton

  2. #2
    C Klassen Fan
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    Eine fachlich gut eingebaute Standheizung - von namhaften Herstellern ist einfach gut.
    Der Motor wird komplett "durchgewärmt" und nicht nur der Zylinderkopf. Somit verteilt sich die Wärme über den ganzen Motor und es gibt keine Spannungen.

    Bin auch gerade am Überlegen ob ich meinem Zuheizer aufrüsten lasse.
    Gruß Jürgen
    Gruß
    Jürgen C 270 CDI

  3. #3
    Rollo
    Gast

    Re: Standheizung - Gefahr für den Motor

    Original geschrieben von Anton
    Aus dem Bereich Rettungsdienst ist mir vor längerer Zeit einmal berichtet worden, dass dort Motorheizsysteme zur Anwendung kamen, die den Motor auch bei Stillstand permanent auf Temperatur hielten (elektrische Heizungen). Dieses wurde aber wieder abgeschafft, weil dadurch erheblich mehr Defekte an Zylinderkopfdichtungen aufgetreten sein sollen.
    Hi !

    Kann ich mir schon vorstellen. Eine Standheizung erwärmt das Kühlwasser bis ca. 65 Grad und sorgt für einen vorgeheizten Innenraum und ein vorgeheiztes Kühlwasser. Ein Kaltstart ist so ausgeschlossen. Wenn nun ein Tauchsieder (und von nichts anderem reden wir bei diesen Vorheizern) den Wasserkreislauf zum kochen bringt, ein Fahrer sieht : "Oh ! Warmes Auto ! Gaaaas !", kann ich mir das schon vorstellen mit dem Zylinderkopf.

    Das mit der "erschlagen" kann ich mir nicht vorstellen !

    Gruss aus Kiel ...

  4. #4
    vereinzelt anwesend. Avatar von Martin
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    Genau, erschlagen wird hier keiner. Zumindest nicht so schnell.

    Mir ist aufgefallen, das hier einige über eine vollwertige Standheizung mit
    eigenen Brenner reden und du von einer "elektrischen Heizung" geschrieben
    hast.

    Eine richtige Standheizung beschädigt bei fachgerechten Einbau und fachgerechter Benutzung eigentlich nicht die Zylinderkopfdichtung.

    Gruß Martin

  5. #5
    Registrierter Benutzer Avatar von Bert
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    Tauchsieder

    Ich hatte vor Jahren einen elektrischen Motorwärmer in einem Passat Diesel selbst verbaut. Es ist tatsächlich ein Tauchsieder der mit 230Volt betrieben wird. Er hatte ca. 600W und war Anstelle eines Froststopfens im Motorblock konisch verankert. Es gab nie Proleme mit der Dichtigkeit. Bei ca 0 °C Außentemperatur hatte dieser Tauchsieder nach ca. einer Stunde Heizzeit das Kühlwasser auf ca. 30°C erwärmt und viel mehr wurde es auch nicht wenn man die Heizzeit verlängerte. Also, einen direkten thermischen Schaden am Motor durch diesen Tauchsieder schliesse ich aus! Ich war mit dieser netzabhängigen Standheizung für "Arme" immer sehr zufrieden. In Skandinavien hat fast jedes Fahrzeug so ein Teil und am Supermarktparkplatz findet man entsprechende Steckdosen. Hier ein Link: http://www.waeco.de/pages_d/products...wu/default.htm
    Gruß Norbert / Bert

  6. #6
    Moderator Avatar von Otfried
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    Hallo Anton,

    nach meiner Meinung müssen die Vorwärmer unterschieden werden. Die bei DCX verwendeten Standheizungen sind grundsätzlich kraftstoffsbetriebene Brenner, welche je nach Modell nur das Kühlmittel im Motorblock und im Wärmetauscher erhitzen. Durch die langsame gleichmäßige Erwärmung, eine Pumpe hält dabei das Kühlmittel in Bewegung, dehnt sich Motorblock und Zylinderkopf gleichmäßig aus. Vorsicht ist trotzdem geboten, da das Motoröl nicht erwärmt wird.
    Je nach Standplatz nutze ich seit 1986 solche Vorwärmer {Webasto} und empfinde es als nützlich und angenehm.

    Zu dem von Dir erwähnten System handelt es sich um, wie von Martin schon geschrieben, "Tauchsieder", welche das Kühlmittel im Kühler erwärmen. Ich kenne nun den Aufbau des VW Motors nicht, kann mir jedoch vorstellen, das, speziell bei Einsatzfahrzeugen, durch die sofortige hohe Drehzahl sehr schnell warmes Kühlmittel in den kalten Motorblock gepumpt wird. Hier kann es dann zu thermischen Spannungen kommen.
    mit freundlichen Grüßen

    Otfried


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