Erfahrungsbericht - Hohlraumkonservierung, Unterbodenschutz am W210 mit Mike Sanders

Diskutiere Erfahrungsbericht - Hohlraumkonservierung, Unterbodenschutz am W210 mit Mike Sanders im Forum E-Klasse & CLS Forum im Bereich Mercedes-Benz - Hohlraumkonservierung, Unterbodenschutz mit Mike Sanders am W210 Heute hat mir ein guter Bekannter geholfen, beim E200 meiner Frau mit Mike...
RainMan schrieb:
Von Hamerite gibt es neuerdings den Rostumwandler auch als Gel. Finde ich nicht so gut. Ich würde wieder den konventionellen Rostumwandler von Hamerite, wie von Dir abgebildet- nehmen.

Hi Rain,
danke für die Bewertung. Das mit dem Gel kann ich mir an Oberflächen nur schwer vorstellen. Ich glaube das haben die getan, um das mit der Überkopfarbeit zu erleichtern. Insbesondere bei minderwertigen Pinseln läuft der dünnflüssige Rostumwandler schnell runter und man hat total schwarze Hände. Ich meine der beste Weg sind gute Pinsel. Am Ende denke ich, dass es wichtig ist durchgängig Produkte von einem Hersteller zu nehmen. Das garantiert die besten Ergebnisse.

@ Tobic,
schon verschiedentlich von gehört, aber noch nicht mit gearbeitet. Kann ich noch nichts zu sagen.

Grüsse Roland
 
Ich habe Fertan benutzt, nachdem ich den Rost mit Bohrmaschinenaufsatz abgeschliffen hatte.

Ich bin mir bei den Umwandlern nie sicher, wie vollständig die auf die Oberflächen wirken. Erst bei dem anschließenden darüber aufgebrachten PermaFilm, das ja auch noch kriecht, hatte ich das Gefühl, dass die Oberfläche gut geschützt ist.

Nach meiner Lektüre müsste es aber auch reichen, nur mechanisch zu entrosten und dann direkt das Fett aufzubringen. Entsprechende Threads hatte ich auch im VDH-Forum zu einem W114 gelesen.

Wenn man nicht neu lackieren will, kann man es sich auf diese Weise einfacher machen.
 
Zinkspray

Hallo Oliver :hello:

ich nehme als Grundierung für blankes Blech ein Zinkstaub-Spray, z.B. von WEKEM.
Es besteht zu 95% aus Zink und 5% Harz im Trockenfilm.
Das Zink selbst ist 99% rein.

Hier noch das technische Datenblatt: klick

Der graue Zinkstaub trocknet sehr rasch nach dem Auftragen.


Verwendet habe ich es bisher an ähnlichen Stellen im FZ-Frontbereich hinter/unter den Scheinwerfern, wie Du sie in Deinem Beitrag vom Februar 07 dokumentiert hast, sowie im Bereich eines Verschlußstopfens im Fond-Bodenblech und für den Befestigungsbügel des Ölkühlers hinter dem Stoßfänger, links.

Auf die Grundierung habe ich anschließend Original-Lack aufgetragen.
Leider kann ich keine Fotos in die Galerie hochladen, deshalb würde ich die Fotos gerne zu Dir schicken, falls Du sie hier einstellen möchtest.

Viele Grüße
Peter :hello:
 
Hallo, Euch allen ein schönes Weihnachtsfest!

Also, irgendwie denke ich mir, der entscheidende Faktor ist das Sanders Wachs. Alles was ich über die blanken Bleche drübergepinselt oder spritzlackiert habe, ist immer wieder irgendwann als Rost hochgekommen.

Wenn es wirklich stimmt, dass neben den irrwitzigen Türbeschnitten (teilweise unter 60 Grad Schnittwinkel am Blech, was jedem Karosseriekonstrukteur die Haare zu Berge stehen lässt) munkelt man, es wären auch teilweise minderwertige Bleche mit hohem Altmetallanteil verwendet worden. Aus rechtlichen Gründen, Betonung, das ist ein Gerücht. Was wahr daran ist, weiss nur der welcher die Materialprüfung beim Wareneingang gemacht hat.

Ja, wenn das so der Fall ist, dann rostet der W210 von innen raus. Das ist Blechkrebs! :eek:
 
RainMan schrieb:
Ja, wenn das so der Fall ist, dann rostet der W210 von innen raus. Das ist Blechkrebs! :eek:

@ Rain, wenn der Winkel des Anschliefs 60° ist, dann kann ich das doch nachher ändern, indem ich die Kanten vorsichtig per Hand schleife. Wie ist den der ideale Winkel?

@ Peter, deine Bilder würden mich sehr interessieren. Kann auch helfen, wenn erforderlich.

Grüsse Roland
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo zusammen,

Roland, dann stelle Du doch Peters Bilder mit rein.
Mich würde das auch interessieren.
 
megamediker schrieb:
@ RainMan, wenn der Winkel des Anschliefs 60° ist, dann kann ich das doch nachher ändern, indem ich die Kanten vorsichtig per Hand schleife. Wie ist den der ideale Winkel?

Der ideale Winkel ist 90 Grad, Beschnitt rechtwinklig zum Blechverlauf. Im Vorderen Bereich auf Höhe der Scharniere sind unter der Dichtung solche abartigen Blechbeschnitte vorhanden: Versuche mal die Schneide eines Messers zu lackieren, dann weisst Du, wo das Problem ist. Gruß vom Fritz!
 
Hallo Roland,

megamediker schrieb:
der Anteil an Altmaterial ist dann unerheblich,wenn der Stahl entsprechend neu verhüttet worden ist. Die Legierung wird direkt am Hochofen gesteuert. IdR. wird Stahl zum überwiegenden Anteil aus Schrott hergestellt. (HMS1 und HMS2 hierüber wird der Reinheitsgrad des Schrottes angegeben.) Wäre sonst auch gar nicht anders denkbar. Die Qualität der Verhüttung ist entscheidend, nicht das eingesetzte Material. Das wird aber bei zunehmenden Druck auf den Stahlmarkt zu einer echten Herausforderung.

heute habe ich Dich auf auf dem 'Kieker', sprich: Ich muß Dich schon wieder korrigieren. Sorry! ;)

1. Im Hochofen wird aus Eisenerz und Koks Roheisen erschmolzen, Schrott kommt da praktisch nicht rein.
2. Mit dem Roheisen kann man zunächst nichts anfangen. Das ist nach der Abkühlung so spröde, daß ein Auto beim ersten Schlagloch in tausende Teile zerspringen würde.
3. Das Roheisen wird im Konverter des Stahlwerks durch Auf- o. Einblasen von Sauerstoff zu Stahl 'gefrischt', d.h. es wird ein großer Teil des enthaltenen Kohlenstoffs sowie andere Begleitstoffe entfernt.
Dabei fällt viel Wärme an, weshalb man neben dem Roheisen auch ca. 30% Schrott für Kühlzwecke zugeben muß. Daher ist der auch so begehrt, denn die Tonne ist inzw. teurer als eine Tonne Roheisen und das früher geltende Prinzip, möglichst viel Schrott einzusetzen, ist längst überholt.
4. Die Qualität des Schrotts hat sehr wohl einen Einfluß auf die Eigenschaften des Stahls. Denn viele Begleitelemente können nicht oder kaum entzogen werden. So war lange Zeit der stetig steigende Kupferanteil ein großes Problem.

Gruß
Hermann
 
Schleichi schrieb:
Hallo Roland,
heute habe ich Dich auf auf dem 'Kieker', sprich: Ich muß Dich schon wieder korrigieren. Sorry! ;)
Gruß
Hermann

Hi Herrmann,
kein Problem, interessanter Post habe meinen korigiert und was gelernt, danke ;)

Grüsse Roland
 
Die Qualität des Schrotts hat sehr wohl einen Einfluß auf die Eigenschaften des Stahls. Denn viele Begleitelemente können nicht oder kaum entzogen werden. So war lange Zeit der stetig steigende Kupferanteil ein großes Problem.
Passt auch zu meiner Vorstellung. Insbesondere, erinnert Euch an die ersten Golfs um 72 herum. Die Dinger haben gerostet wie die Seuche. Und beim W210 habe ich einfach den Eindruck, der rostet von innen heraus, Also, egal was man drüberpinselt, der Rost kommt immer wieder durch.
 
Bei allem was am w210 falsch gemacht wurde, eines wurde größtenteils richtig gemacht: Der Rostschutz nach innen. So sind nur wenige Bleche nach außen verzinkt (nicht feuerverzinkt, aber immerhin organische Verzinkung aka Bo****nk), dafür alle Bleche bis auf 1-2 Ausnahmen nach Innen. Zusätzlich ist noch Wachs eingesetzt. Was dem Ganzen so ein bisschen den Hals bricht ist der Verzicht auf Nahtabdichtung und eben die bescheidenen Blechkanten. Die Blechqualität ist übrigens tatsächlich schlechter als z.B. die des w124, aber nicht schlechter als die der Konkurrenz während dieser Baujahre.

Größtes Problem ist halt der schwache Lack und der Verzicht auf Steinschlagschutz am Unterboden. Mit Mike Sanders geht man meiner Meinung nach schon den richtigen Weg. Man tut sicherlich auch gut daran Nähte und Falze vorher mit Fluid Film zu besprühen.

Im Endeffekt wird die Kiste von Unten eine Pottsau, aber wirken tut es gut.
 
HI Tobi, megageile Webseite hast Du da!!

Echt empfehlenswert. Wie Du da die Benzen auf die Seite legst ist echt supi. :D :D :D :D :D Tolle Themen vor allem mit dem Pöl.

Wir haben hierzu Thread, bitte einstellen wird sicherlich auf pflanzliches :rolleyes: Interesse stossen.

Zum eigentlichen Thema. Bei gutem Willen und etwas Verstand ist das alles zu machen. Hier hat ja auch schon Oliver vieles gezeigt. Vielleicht kannst Du über die Sanierungsarbeiten am Unterboden des 124 mal einen Thread eröffnen. Hier sind einige Leute, die ihre 124 lieben und sicher gerne von Deinen Erfahrungen lernen.

Grüsse Roland :hello:
 
megamediker schrieb:
Olli der Link funzt nicht, kannst Du noch mal schauen? Danke Roland

Hallo Roland, ich hab gerade eine halbe Stunde gesucht -ich finde den (tollen) Thread leider nicht mehr. Werde den Link daher entfernen.
Leider hat das dortige Forum die Form geändert, alte Beiträge können nicht mehr aufgerufen werden. ich poste noch mal den Autor an.

Im VDH-forum findet sich aber auch sonst viel über Sanders und FluidFilm!


Nachtrag 8.1.: Ich habe bei den Ölwechseln jetzt am HA-Differenzial und an der Aufhängung des vorderen Stabilisators an den Längsträgern wieder leichte Unterrostungen des PermaFilm festgestellt.

Offenbar ist vor dem Bestreichen mit PermaFilm doch nötig, mal etwas längere Zeit FluidFilm hier einziehen zu lassen. Oder das ganze hinterher mit Sanders Fett zu bepinseln. Jedenfalls so, dass es noch weiter kriecht. Einfach nur PermaFilm kriecht anscheinend nicht genug, um die Oberfläche dauerhaft zu versiegeln.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Unterbodenschutz mit Mike Sanders am W210

Hallo neu2003,

bin fast neu hier, daher die Frage: Wo finde ich die Bilder?

Danke und Gruß

dbfouser
 
Nachtrag 8.1.: Ich habe bei den Ölwechseln jetzt am HA-Differenzial und an der Aufhängung des vorderen Stabilisators an den Längsträgern wieder leichte Unterrostungen des PermaFilm festgestellt.

Offenbar ist vor dem Bestreichen mit PermaFilm doch nötig, mal etwas längere Zeit FluidFilm hier einziehen zu lassen. Oder das ganze hinterher mit Sanders Fett zu bepinseln. Jedenfalls so, dass es noch weiter kriecht. Einfach nur PermaFilm kriecht anscheinend nicht genug, um die Oberfläche dauerhaft zu versiegeln.

Permafilm und Fluidfilm habe ich aus meiner Liste gestrichen, eben wegen den Unterrostungen und der mangelhaften Oberflächenhaftung.

Ich geh' den harten Weg:

Sanders, Fertan, Phosphorsäure (die ganz harten Ecken) und dann wieder Aufbau mit Rostschutzfarbe der roten, dem Decklack und ggf. Wachs.

Ansonsten: Durchrostungen hinten im Radhaus zur Schürze hin nach innen in den Kofferraum, Radläufe innen am Bördel wegen der Aufstellung und dem völlig deppert konstruierten Innenkotflügel ist eigentlich unvermeidbar.
 
Ich hab den Unterboden und die Hohlräume vor 3 Jahren mit Mike Sander's Heißfett behandeln lassen, das scheint zu halten. Ist noch immer genug Schichtstärke drauf um alles zu schützen.

Kleiner Schwank: Im Sommer war ich bei großer Hitze bei A.T.U zum TÜV ("Pickerl" hier in Österreich). Nach 1/2 Stunde ging ich mal zum Prüfer nachsehen, wie es so steht. Der war völlig fertig, stand unter der Bühne, Motorhaube offen, Abdeckungen und Unterbodenschutz abmontiert und leuchtete in jeden Winkel ... auf meine Frage, was den los sei, meinte er: "Ihr Auto verliert irgendwo massiv Öl, bis hinten ist alles ölnass, ich finde das Leck aber nicht!"

Ich musste lachen, als ich ihm von dem wundervollen "Schlatz" erzählte, der im Sommer so schön überall reinkriecht ...


Den Tank, die Kofferraumseiten hinter de Stoßstange und den Vorderachsträger ließ ich damals nicht behandeln, das war ein Fehler. Darf ich jetzt gegen bessere Gebrauchtteile ersetzen lassen ... aus Fehlern lernt man.
 
Thema: Erfahrungsbericht - Hohlraumkonservierung, Unterbodenschutz am W210 mit Mike Sanders
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