Absatzeinbruch bei Importautos

Diskutiere Absatzeinbruch bei Importautos im Plausch rund um den Benz, ob groß oder klein Forum im Bereich Allgemeines; Für die Automobilimporteure wird 2001 ein schwarzes Jahr. Bei einigen Herstellern kommen die Absatzeinbußen auf dem deutschen Markt einem...

  1. Heinz

    Heinz Crack

    Dabei seit:
    18.06.2001
    Beiträge:
    812
    Zustimmungen:
    0
    Für die Automobilimporteure wird 2001 ein schwarzes Jahr. Bei einigen Herstellern kommen die Absatzeinbußen auf dem deutschen Markt einem Erdrutsch gleich
    Vor allem die asiatischen Anbieter mussten im ersten Halbjahr deutliche Einbrüche hinnehmen, die in der Spitze minus 34 Prozent erreichten. Insgesamt gingen die Pkw-Zulassungen in den ersten sechs Monaten hier zu Lande nur um 2,8 Prozent auf 1,76 Millionen Autos zurück. Die Importmarken verloren dabei jedoch 9,6 Prozent auf nur noch 567 283 Pkw/Kombi.

    Da die deutschen Marken unter dem Strich sogar leicht (0,86 Prozent) zulegen konnten, fiel der Marktanteil der Importeure auf 32,19 (Vorjahr: 34,61) Prozent zurück. Dies ist der niedrigste Wert seit 1995. "Zu wenig neue Modelle, zu geringes Diesel-Angebot, der hohe Yen-Kurs und die schwache Nachfrage der Privatkundschaft", nennt der Präsident des Verbandes der Importeure von Kraftfahrzeugen (VDIK), Volker Lange, die wichtigsten Gründe für das schwache Abschneiden ausländischer Modelle.

    Der augenfällige Preisunterschied von rund 40 Pfennig je Liter zwischen Dieselkraftstoff und Benzin hat den Boom des Selbstzünders noch beflügelt. Der VDIK-Präsident geht davon aus, dass der Anteil der Dieselfahrzeuge bei den Neuzulassungen 2001 auf einen Rekord von mehr als 35 Prozent steigt. Die Motorenentwickler in Japan haben allerdings ihr Augenmerk immer stärker auf den US-Markt gerichtet. Dort spielt der Diesel-Pkw kaum eine Rolle. Auf dem größten europäischen Markt fehlen deshalb die sparsamen Motoren im Angebot.

    Entsprechend fällt die Halbjahresbilanz der fernöstlichen Anbieter besonders ungünstig aus: Mitsubishi verkaufte 34 Prozent weniger Fahrzeuge. Daewoo kam auf minus 23 Prozent, Subaru minus 22, Mazda minus 20, Honda minus 17, Hyundai und Daihatsu minus 15 sowie Suzuki minus 12. Vergleichsweise glimpflich kam der japanische Marktführer Toyota mit minus 1,26 Prozent davon. Der hohe Wechselkurs des Yen verhindert zudem, dass die japanischen Hersteller mit deutlichen Preisnachlässen sich einen Wettbewerbsvorteil verschaffen. Die starken europäischen Importmarken Fiat, Peugeot/Citroen und Renault kommen dagegen mit Absatzeinbußen zwischen drei und elf Prozent noch besser davon.

    Zu schaffen macht den Importeuren auch die strukturelle Veränderung des deutschen Pkw-Marktes. Im ersten Halbjahr lag der Anteil der privaten Käufe erstmals unter 50 Prozent. 1993 kam die Privatkundschaft noch auf 63 Prozent. Stetig schrumpfte dieser Anteil auf nunmehr 49,9 Prozent. Die andere Hälfte des Pkw-Geschäfts setzt sich aus Autoverleihern, Konzernflotten wie bei der Post über Firmenwagen bis hin zum Porsche für den selbstständigen Unternehmensberater zusammen. "In diesem Segment sind die Importmarken immer schon schwächer vertreten", betont Lange.

    Einen regelrechten Niedergang erleben zur Zeit Autos "Made in England". Dabei ist der hohe Kurs des britischen Pfundes nur ein Grund. Unter dem Dach von BMW konnten Rover und Landrover hier zu Lande noch Rekordabsätze feiern. Nach dem spektakulären Verkauf der englischen Traditionsmarken durch die Münchner und tiefen Einschnitten in das Händlernetz ging es jedoch steil bergab. Landrover fand im ersten Halbjahr nur noch 3841 Kunden (minus 46 Prozent). Rover-Modelle fielen sogar um 48 Prozent auf nur noch 5394 Neuzulassungen zurück.
    Grüße Heinz
     
  2. Anzeige

    schau mal hier [hier klicken]. Dort wird jeder fündig.
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
Thema:

Absatzeinbruch bei Importautos