Auto gekauft. DPF nun voll- arglistige Täuschung

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MercedesBenz2025

Frischling
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Hallo zusammen,

ich habe mir vor kurzem einen Mercedes-Benz C 200 Diesel gekauft. Erszulassung 12/2020 und hat jetzt knapp 100.000 km gelaufen

Im Kaufvertrag wurde ausführlich festgehalten, dass es sich um einen Privatverkauf handelt – Garantie und Gewährleistung sind ausdrücklich ausgeschlossen.

"Das Fahrzeug wird unter Ausschluss jeglicher Sachmängelhaftung verkauft.Der Käufer akzeptiert das Fahrzeug in dem Zustand, in dem es sich bei der Übergabe befindet, und übernimmt alle damit verbundenen Risiken und Verantwortlichkeiten ab diesem Zeitpunkt.Übergabe des Fahrzeugs:

Das Fahrzeug wird ohne jegliche Gewährleistung verkauft. Der Käufer akzeptiert das Fahrzeug in dem Zustand, in dem es sich befindet, und übernimmt alle damit verbundenen Risiken und Verantwortlichkeiten ab dem Zeitpunkt der Übergabe."


Das Auto lief zunächst problemlos, aber nach etwa 100 km Fahrt ging plötzlich die Motorkontrollleuchte an.

Ein Kollege hat daraufhin den Fehler ausgelesen – Ergebnis: DPF (Dieselpartikelfilter) voll.

Jetzt frage ich mich:

  • Ist das ein klassischer Verschleiß, mit dem ich wohl leben muss, da Gewährleistung ausgeschlossen ist?
  • Oder könnte man dem Verkäufer hier doch etwas vorwerfen, wenn er eventuell von dem Problem wusste?
  • Hat jemand Tipps, ob eine Regeneration helfen könnte oder ob der Filter getauscht werden muss?
Bin gerade etwas ratlos! Ich fühle mich arglistig getäuscht von dem Verkäufer – vielleicht hat ja jemand schon ähnliche Erfahrungen gemacht.

Danke vorab!
 
Hallo zusammen,…
Servus,…
ich habe mir vor kurzem einen Mercedes-Benz C 200 Diesel gekauft.
… wann genau war „vor kurzem“?

Erszulassung 12/2020 und hat jetzt knapp 100.000 km gelaufen

Im Kaufvertrag wurde ausführlich festgehalten, dass es sich um einen Privatverkauf handelt – Garantie und Gewährleistung sind ausdrücklich ausgeschlossen.

"Das Fahrzeug wird unter Ausschluss jeglicher Sachmängelhaftung verkauft.Der Käufer akzeptiert das Fahrzeug in dem Zustand, in dem es sich bei der Übergabe befindet, und übernimmt alle damit verbundenen Risiken und Verantwortlichkeiten ab diesem Zeitpunkt.Übergabe des Fahrzeugs:

Das Fahrzeug wird ohne jegliche Gewährleistung verkauft. Der Käufer akzeptiert das Fahrzeug in dem Zustand, in dem es sich befindet, und übernimmt alle damit verbundenen Risiken und Verantwortlichkeiten ab dem Zeitpunkt der Übergabe."


Das Auto lief zunächst problemlos, aber nach etwa 100 km Fahrt ging plötzlich die Motorkontrollleuchte an.

Ein Kollege hat daraufhin den Fehler ausgelesen – Ergebnis: DPF (Dieselpartikelfilter) voll.
Womit genau (Gerät) wurde ausgelesen?
Jetzt frage ich mich:

  • Ist das ein klassischer Verschleiß, mit dem ich wohl leben muss, da Gewährleistung ausgeschlossen ist?
  • Oder könnte man dem Verkäufer hier doch etwas vorwerfen, wenn er eventuell von dem Problem wusste?

War der Verkäufer eine Privatperson?
War es ein Händler der das Fahrzeug in Kommission verkauft hat?

Nach „100km“ ist anzunehmen, dass die MKL bzw. der DPF-Fehler vor Verkauf gelöscht wurde.

  • Hat jemand Tipps, ob eine Regeneration helfen könnte …
Möglich, ja, zumindest sieht man, ob sich etwas am Beladungszustand ändert bzw. bessert.

  • …oder ob der Filter getauscht werden muss?
DPF lassen sich provisorisch und auch professionell i.d.R. reinigen.

Bin gerade etwas ratlos! Ich fühle mich arglistig getäuscht von dem Verkäufer – vielleicht hat ja jemand schon ähnliche Erfahrungen gemacht.

Danke vorab!
Hast Du bereits Kontakt im Guten aufgenommen und welche Reaktion des Verkäufers gibt es dazu?

Gruß
 
Privatverkauf schützt nicht vor SORGFALTSPFLICHT!
  • Die entscheidende Ausnahme: Arglistige Täuschung. Hier liegt Ihr möglicher Ansatzpunkt. Ein Haftungsausschluss ist nicht wirksam, wenn der Verkäufer den Mangel arglistig verschwiegen hat. Das heißt, er muss den Mangel positiv gekannt und Sie bewusst darüber im Unklaren gelassen haben, um den Verkauf zu ermöglichen.


    Ist ein "volle DPF"-Meldung nach 100 km ein Mangel?​

    Ja, mit hoher Wahrscheinlichkeit. Ein Dieselpartikelfilter (DPF) ist bei normaler Nutzung und Langstreckenfahrten ein Verschleißteil, das nach sehr hohen Laufleistungen (oft deutlich über 200.000 km) getauscht werden muss.

    Ein sofort voller DPF nach so kurzer Fahrt deutet jedoch stark auf einen verdeckten Mangel hin!

Das passiert nicht einfach so mal eben, es kommt schleichend.
Mit privater Haftpflicht im Gepäck würde ich dagegen angehen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Moin,

Ist total doof. Aber die beweislast liegt beim Käufer.
Ohne guten Anwalt, Rechtsschutz ( keine Haftpflicht) und kompetenter Werkstatt nen Fass ohne Boden.

Ich teile den Gedanken, das kurz vor dem Verkauf Minimum der fehlerspeicher gelöscht und etwas verschwiegen wurde.

VG
 
Ist total doof. Aber die beweislast liegt beim Käufer.
Und genau an dieser Stelle würde jede Fachwerkstatt bestätigen können, dass sich so ein Bauteil nicht "schubs" zusetzt.

Zudem gibt es frühe Warnsignale, die niemand "übersehen" kann.

Frühe Warnzeichen (noch vor einer echten Verstopfung):

  1. Häufige und auffällige Regenerationen:
    • Das Fahrzeug versucht alle 300-1.000 km (abhängig von Fahrprofil) eine passive Regeneration (bei längerer Autobahnfahrt) oder eine aktive Regeneration.
    • Merkmale einer aktiven Regeneration:
      • Erhöhler Leerlaufdrehzahl (ca. 1.000 U/min statt 750).
      • Lüfter läuft nach Motorabstellung lange weiter.
      • Leichter, ungewöhnlicher Geruch (heißer DPF).
      • Deutlich höherer Kraftstoffverbrauch während des Vorgangs.
      • Deaktivierung der Start-Stopp-Automatik.
    • Wenn Sie diese Vorgänge häufig und in immer kürzeren Abständen bemerken, ist der DPF oft nicht mehr richtig sauber zu bekommen.
  2. Leistungsverlust und ungewöhnliches Fahrverhalten:
    • Das Auto fühlt sich schlapp an, reagiert träge auf Gasgabe.
    • Mangelnder Druck beim Beschleunigen, besonders im mittleren Drehzahlbereich.
    • Grund: Der Abgasgegendruck steigt, die Motorsteuerung drosselt zur Schonung die Leistung ("Notlaufprogramm").
Wenn das alles zusammen 100 m vorher nicht war...Nachtigall, ik hör Dir trapsen ;-)


Anyway, der TO scheint eh nicht mehr mitzulesen ..
 
…scheint so.

Um das korrekt einzuordnen bräuchte es den kompletten Kaufvertrag.
Absolut richtig.

Die einzige Chance, die der TO gehabt hätte, wäre:
Den Lebenslauf des Steuergeräts. Moderne Steuergeräte protokollieren oft, wann der Fehlerspeicher das letzte Mal gelöscht wurde ("Letzte Löschung des Fehlerspeichers am [Datum/Uhrzeit]"). Dies ist der Königsbeweis! Ein Löschdatum kurz vor dem Verkauf ist ein starkes Indiz. Denn ein DPF meldet sich :300 (161):BEVOR er voll ist.
 
@Pfauli

guter Hinweis, unter welchem Menü findet man die "Letzte Löschung des Fehlerspeichers am [Datum/Uhrzeit]" ?
 
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