Bremsen vorne

Diskutiere Bremsen vorne im A- und B-Klasse Forum im Bereich Mercedes-Benz; Hallo, ich hatte bei laengeren Gefaellstrecken massive Schrubbgeraeusche von den Bremsen vorne. Die Bremsanlage wurde gereinigt die...

  1. #1 Michael L., 17.04.2002
    Michael L.

    Michael L. Frischling

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    Hallo,
    ich hatte bei laengeren Gefaellstrecken massive Schrubbgeraeusche von den Bremsen vorne. Die
    Bremsanlage wurde gereinigt die Bremsbelagstraegerplatten seitlich etwas angefeilt. Leider ohne Erfolg! Gestern wurde von meinem Haendler der Grat bzw. der lose Rost an den Stirnseiten der Bremsscheiben entfernt, da der
    Spalt der Scheiben zu den Bremssaettlen, nach seiner Aussage sehr gering ist. Vermutlich schleiften die heissen Bremsscheiben in den Saettlen.
    Hatte jemand aehnliche Erfahrung?
    Michael
     
  2. #2 Bruenie, 17.04.2002
    Bruenie

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    Hallo Michael,

    wo Du es gerade ansprichst, füge ich eine Frage an:

    Ist Rost an den Scheiben, den man durch die Felgen sieht, eigentlich normal und beeinflußt er das Bremsverhalten? Darf das bei einem 2 Mon. jungen Auto schon sein?

    Gruß, Bruenie
     
  3. #3 the_bit, 17.04.2002
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    the_bit Crack

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    Hi Bruenie,

    Bremsscheiben sind zwar aus Edelstahl, sie sind aber nicht rostgeschützt! Wenn Du mal Gelegenheit hast, über eine Neuwagen-Halde zu laufen, wirst du bei allen Neufahrzeugen, die länger draußen gestanden haben, Rost an den Bremsscheiben sehen. Das ist normal. Beim Bremsen geht der ruckzuck wieder ab.

    Grüße Stefan
     
  4. #4 Stephan Täck, 17.04.2002
    Stephan Täck

    Stephan Täck Sternengucker

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    Hallo Stefan,
    Bremscheiben bestehen aus Stahlguß mit erhöhten Anteilen von Wolfram,Chrom und Mangan.Edelstahl ist für Bremsscheiben denkbar ungeeignet,da es schon bei Erwärmung auf Betriebstemperatur der Scheiben (ca.500 Grad) seine Gefügestruktur verliert.
     
  5. #5 Katharina, 17.04.2002
    Katharina

    Katharina Crack

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    Hallo Michael,

    stehst Du bei Bergabfahrt auf der Bremse und läßt sie schleifen? Da hilft abschleifen etc. überhaupt nichts. Am einfachsten bei Bergabfahrt zurückschalten und die Motorbremse benutzen.
    Ich kenne es von vielen Flachländern bei Paßfahrt, das am ende der Gefällstrecke die Bremsscheiben glühen und die Beläge weggebrannt sind.
     
  6. #6 the_bit, 18.04.2002
    the_bit

    the_bit Crack

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    Hi Stephan,

    bin kein Materialfachmann, aber wenn es kein Edelstahl ist, so doch wenigstens veredelter Stahl ;)

    Ciao Stefan

    P.S.: Trotzdem gehe ich doch richtig in der Annahme, das Rost normal ist, oder?
     
  7. #7 Michael L., 19.04.2002
    Michael L.

    Michael L. Frischling

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    Hallo Katharina,
    das Problem ist das Fahrzeug.
    Nur mal kurz einen Ueberblick:
    bei 20000km quietschten die Bremsen und wurden bei flachen Autobahnfahrten fest.Danach wurde die Bremsanlage gereinigt... dann Scheiben und Belaege
    gewechselt... Immer wieder die Probleme nach laengeren Gefaellstrecken. Immer wieder Werkstattbesuche ohne Erfolg.
    Im Maerz 2001 hat die Werkstatt dann die Belaege gewechselt, weil die Traegerplatten zu gross waeren. Ein Jahr spaeter hatte ich dann diese Schrubbgeraeusche nach kurzer Gefaellstrecke( 4500Umdrehungen dann muss man auch mal bremsen).
    Die Traegerplatten wurden dann noch etwas abgefeilt und neu gefettet. Leider erzeugte eine Testvollbremsung wieder die Schrubbgeraeusche.
    Dann kam die Idee vom Rost auf den Stirnseiten der Scheiben. Die Werkstatt meint,die warmen Scheiben schleifen in den Bremssaettlen und haben die Scheiben stirnseitig vom Grat und losem Rost entfernt. Jetzt warte ich auf eine trockene Fahrbahn. Denn die naechste Woche geht es zum Saisonabschluss noch ins Stubaital, bis dahin muss
    es gehen.
    Gruss
    ml
     
  8. #8 Katharina, 19.04.2002
    Katharina

    Katharina Crack

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    Hallo Michael,

    beim M 166 mußt Du erst bei 6.000 U/min bremsen, nur bremst der Motor in der entsprechenden Fahrstufe/Gang faßt auf jedem Gefälle genügend ab. Bergab bei 24° Gefälle erreicht unser vollautomatischer Wagen {W 168.032/M 166 E 21} in der ersten Fahrstufe maximal 30 km/h.
    Was auch hilft ist, wenn Dein Fahrzeug über Tempomat verfügt, eine gewünschte Geschwindigkeit einstellen. Bei Bergabfahrt regelt der Tempomat durch zurückschalten diese {soweit möglich} automatisch durch zurückschalten ein, was die Bremsen schont.
     
  9. Mark

    Mark alter Hase

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    k.A.
    Die Bremsscheibe ist meist topfförmig gestaltet und besteht aus Gusseisen, Temperguss oder Stahlguss. Nur bei Rennfahrzeugen wird hier kohlefaserverstärkter Verbundwerkstoff verwendet. Der Reibwerkstoff des Bremsbelages besteht aus organischen Stoffen, bei hohen Beanspruchungen können auch Sintermetallbeläge eingesetzt werden. Organische Bremsbeläge enthalten Metalle (z.B. Stahlwolle, Kupferpulver), Füllstoffe (z.B. Eisenoxid, Schwerspat, Glimmermehl, Aluminumoxid), Gleitmittel (z.B. Kokspulver, Graphit) und weitere org. Anteile wie Harzfüllstoffpulver Aramidfaser und Bindeharz. Die Beläge haben einen Reibwert von etwa 0,4 und sind bis ca. 800 °C temperaturbeständig.
    Die Flugrostbildung, welche an den Bremsscheiben, -sätteln und Trommelbremsen auftritt, ist völlig normal. Nach z.B. langer Standzeit des Fahrzeugs kann es jedoch bedingt durch den sehr geringen Abstand zwischen Scheibe und Belag (Lüftspiel des Kolbens ca. 0,15mm) zu einer Geräuschbildung kommen, die nach kurzer Betriebszeit wieder verschwinden sollte.
     
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