C 200 CDI (203.007) vs. Jaguar X-Type 2.0 D

Diskutiere C 200 CDI (203.007) vs. Jaguar X-Type 2.0 D im Forum C-Klasse, CLC & 190er im Bereich Mercedes-Benz - Als ich heute den Test C 200 CDI (203.007) vs. Jaguar X-Type 2.0 D in der neuen AUTOZEITUNG entdeckt habe, habe ich erst geglaubt, es sei ein...
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Patrick

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C 220 CDI {S 203.206}
Als ich heute den Test C 200 CDI (203.007) vs. Jaguar X-Type 2.0 D in der neuen AUTOZEITUNG entdeckt habe, habe ich erst geglaubt, es sei ein Scherz! Ein Jaguar mit 4-Zylinder-Diesel (TDCi von Ford)!

Der Test und die Ergebnisse sind zwar recht stümperhaft, allerdings hat der C 200 CDI gewonnen! :D

Für die Redakteure von AUTOZEITUNG sind 90 kW = 120 PS und der C 200 CDI soll angeblich trotz BAS einen Bremsweg für 0-100 km/h von 41.7 - 42.1 m haben??? Dann soll der Jaguar-Diesel viel leiser sein, dabei sind selbst bei niedrigen Geschwindigkeiten die Geräuschpegel (Schalldruck) im Innenraum des Benz um 2-3 dB (A) niedriger! Und -3 dB (A) bedeuten Halbierung der "Lautheit", hä?!

Der Benz schafft trotz 8 PS und 60 Nm weniger immerhin 208 km/h, der Jaguar nur 201 km/h! *ääätsch*

Ölwechsel beim Jaguar nach max. 12 Monaten oder 20000 km. Mein CDI musste erst nach 18 Monaten und 25000 km zum Service! *äääätsch*

Wendekreis beim Benz 0.6 m kleiner!

Automatik nicht erhältlich!

Raumangebot trotz grösserer Aussenmasse kleiner!

Der geschätzte Wertverlust nach 3 / 4 Jahren:

- Benz: 39.5% / 44.2%
- Jaguar: 51.3% / 56.4% !!!

Man fragt sich, wann die V6/R6- und V8-Turbodiesel bei Ford, ähm, Jaguar Einzug halten!


Ciao,
 
moin patrick,

- wertverlust sind wohl eher theoretische werte.. als ich mein c in zahlung geben wollte hat dcx einen abschlag von fast 35% nach dem ersten jahr kalkuliert..

- die schalldämmung bei jag ist wirklich hervorragend, die haben überall dämmaterial reingestopft (selbst in die a-säulen und unter das armaturenbrett) - da ist weder der 220 noch der 270 (probegefahren) leiser

- nach meinen informationen soll auch der große diesel, der in den s-type kommt, bei zeiten im x-type landen

- der fordmotor hat meines wissens 130 ps

- jaguar hat den zylinderkopf komplett umgebaut

-bas gehört bei den neuen x-types auch mit zur serienausstatunng

ich habe den wagen 24 stunden zu probe gehabt und denke, daß es eine echte alternative ist. macht qualitativ einen sehr guten eindruck (haptik,optik).. und wie es um die tatsächliche qualität bestellt ist : viel schlechter als die c-klasse geht ja nicht..

gruß

martin
 
Hallo Patrick

Jaguar gehoert zum Ford Konzern. Man hat aufgehoert selber Dieselmotoren zu konstruieren, denn man kann es einfach nicht. Der Motor stammt von Peugeot/Citroen.

Ueber den Wagen kann ich nichts sagen, ausser, dass mein Kollege gerade einen W211 270CDI gekauft hatt, weil der 3.0l Jaguar zu teuer in Unterhaltung und Versicherung war und trotz guenstiger Anschaffung und Finanzierung rund 100 EUR pro Monat teuerer ist als der E270CDI (beide mit gleichen Rahmenbedingungen geleast)

Gruss Dirk
 
Hallo Julian,

ich schätze den Wertverlust des Jaguar noch höher. Motorisierung und Fahrleistung sprechen die Jaguar Klientel nicht an, es werden wohl eher Kunden gewonnen, welche nicht dem Bild des DoubleSix Fahrers entsprechen.

Hinzu kommt der Verarbeitungsunterschied Jaguar zu anderen Herstellern wie Audi/BMW/DCX etwa. Hier möchte ich die Kommentare lesen.......

Persönlich finde ich Schade, wie Ford Jaguar herunterwirtschaftet.
 
Hallo Katharina

Genauso wie die Aluminium Karosserietechnik von Jaguar eigentlich technisch besser ist, als dass was die Deutschen Hersteller so anbieten. Leider bleibt die aber auf das Topmodell beschraenkt und wird so nie wirtschaftlich Einsetzbar. Eigentlich wollte Jaguar die Technologie auf alle Fahrzeuge ausweiten, aber Ford hat auf Grund kurzzeitiger Einsparungen die Weiterentwicklung eingestellt. Schade eigentlich.
Letztlich bleibt Jaguar nur noch der Name. Versuche, wie Jaguar Kombi oder sparsam motorisierter Diesel sind nur Ford Alibimodelle, die einfach nicht zur Markenassiziation Jaguar passen. Sie dienen eher als Vorzeigeobjekte ala "Wir haben es doch immer gewusst, Jaguar ist tot" fuer die Ford Fuehrungspitze in den USA.

Gruss Dirk
 
Der Motor stammt vom Ford Mondeo TDCi, wurde jedoch angeblich in der Leistung etwas gepushed. Auch soll die Matertialqualität im Innenraum im Rahmen des jetzigen Facelifts stark überarbeitet sein. Ein großer Diesel soll angeblich nächstes Jahr kommen.

Bezüglich der Geräuschdämmung hat sich Jaguar anscheinend etwas angestrengt.:

"Viele Arbeitsstunden verwendeten die Jaguar-Ingenieure auf die richtige “Verpackung” des Dieselmotors: auf den Einbau des Triebwerks und eine bestmögliche Dämpfung von Geräuschen und Vibrationen.
Zu diesem Zweck wurden an vielen Stellen im Fahrzeug geräusch-, vibrations- und wärmeabsorbierende Materialien verbaut. Einige Beispiele: Die Einspritzdüsen über dem Motor sind mit einem in PET-Folie verschweißten Formteil aus offenporigem Schaumstoff umhüllt. Die Innenverkleidung der Motorhaube ist größer als beim X-TYPE mit Benzinmotor, und die Schottwand bedeckt an der Motorraumseite eine dicke einteilige Abdeckung. Für die innen liegende Armaturenbrettverkleidung verwendete man ein wesentlich dichteres Material (6,0 kg/m²) als bei den X-TYPE-Benzinmodellen (4,5 kg/m²). Unter dem Armaturenbrett sind zudem drei geräuschabsorbierende Schaumpolster angeordnet, ein weiteres an der Rückseite des Handschuhfachs.
Ein besonders dickwandiger Querträger schirmt das Lenkrad gegen Leerlaufvibrationen ab, während die großflächige Kardantunnelauskleidung zusätzlich geräusch- und wärmeisolierend wirkt. Eine neue Unterbodenverkleidung hat den gleichen Effekt und verbessert darüber hinaus die Aerodynamik an der Unterseite. Zu den weiteren komfortsteigernden Maßnahmen im X-TYPE-Diesel gehören in PET-Folie verschweißte Formteile aus offenporigem Schaumstoff in allen vier Radkästen, nahe den A-Säulen. Last but not least sind alle wichtigen Karosseriehohlräume – speziell in den A-Säulen und im Armaturenbrettquerträger – mit speziellen Dämm-Materialien ausgekleidet. " (Quelle: Jaguar Deutschland)
 
Hallo Dirk,

genauso sehe ich es. Wenn ich Jaguar höre denke ich unweigerlich an den Straßen E Typ als auch an den D und C.
Seit Ford Jaguar übernommen hat sind es nach meiner Meinung nur noch versuche an die alte Tradition anzuknüpfen. Wenn ich dagegen sehe, was Luca Corderro di Montezemolo aus Maserati gemach hat wird deutlich, warum es auch Ford nicht gut geht – falsches Management. Ich sehe die ehemaligen Jaguar Kunden schon im Tridente di Modena. http://www.my-smileys.de/00000032annie.gif

Re: Robi,

klingt gut – leider ist die Verarbeitung schon bei den3 Liter Benziner bescheiden und bisher hat sich die Jaguar Klientel immer mit "british nobless" assoziieret. Ein kleinvolumiger, langsamer Diesel paßt nicht. Jaguar Kunden kennen/kannten und liebten an den Original-Modellen Holz und Lederausstattung in Verbindung mit einem sehr laufruhigen V 12 {durstig !} oder dem durchzugsstarken langhubigen Reihensechszylinder. Die Kosten waren/sind Sekundär. Für mich ist ein kleiner Jaguar Diesel wie ein Ferrari 270 CDI http://www.my-smileys.de/bonk.gif
 
Ja, das kommt davon, wenn ein Nischenhersteller "unter dem Druck des Marktes" (in Wahrheit meist aus ganz anderen Gründen) glaubt, alles für alle sein zu müssen.

Hier sogar verständlich, weil bei Ford denkt man halt einfach in siebenstelligen Stückzahlen. Herauskommen kann dabei aber nichts Vernünftiges.

Allerdings muss man - gerade in einem DB Forum - nicht unbedingt auf Jaguar schauen, um solche Fehltritte zu finden ...

:eek:
 
Hi,

na ja den "Druck des Marktes" spürt DC ja auch gewaltig in Form
von unzufriedenen Kunden, übereilten Modellwechseln/Faceliftings, schlechter
Pressse, hohen Wertverlusten der neueren Fahrzeuge usw.


Und DC scheint sich die Aufgabe gestellt haben, Fragen zu beantworten die kein
potentieller Kunde ernsthaft gestellt hat. Sonst kämen Fahrzeuge, wie Vaneo,
V-Klasse, C-Sportcoupe und demnächst CLS erst gar nicht in den Verkauf...


Ich kann nur sagen, eine solides Image und eine gute Marke sollte kein Experimentier-
feld für Nachwuchsmanager sein. Dazu passt, dass mein derzeitiger C 220 CDI auf
18 tkm schon mehr in der Werkstatt (Stabis, Elektronik, AT-Anzeige, Windgeräusche;
Navi) stand, als seine sechs Vorgänger zusammen!!!

Kommt wieder zu Kerngeschäft - die Kundschaft wird es danken...

Gruß
Wolfgang
 
@Kathi,

ich denke gerade weil ein Diesel nicht zum trad. Image "paßt" versucht Jaguar den Klang des Diesels durch eine relativ gute Dämmung zu kaschieren.
Von Jaguar-"liebhabern" ist ja immer wieder zu hören, daß prinzipiell X-Type und S-Type von wahren Jaguarfans nicht als richtige Jags aktzeptiert werden.

Wobei im Gegenzug zu Ford zu sagen ist, dass diese eine sehrgutes Preis/leistungsverhältnis bieten (i.a. Ford Mondeo Gia X und Sonderausstattungen die im W203 garnicht angeboten werden: DVD Touchscreen Navi und klimatisierte Sitze) Nur verzichtet man event. auf Service (keine eigene Erfahrung) und ein gewisses Image (für viele Mercedesfahrer eine einfach unerträgliche Vorstellung :Lol1: )
 
Jaguar mit diesel reitz wie porsche mit 3L lupo motor.:Lol1:
 
Hallo Wolfgang,

genau die von Dir beschriebene Problematik sehe ich. Mechanisch sind die Fahrzeuge wegen der in vielen weiteren Modellen verwendeten Bauteilen robust. Die einzelnen Modelle jedoch haben einen Exotenstatus, nur das die Kunden dieses nicht zu würdigen wissen ;)

Re: Robi,

ein 3.2 Reihensechszylinder CDI wäre überlegenswert, aber das angebotene Modell ist für meinen Geschmack zu klein geraten.

Re: Ian

993 Carrera 1.2 TDI ECO :D
 
Es wurde ja in diesem Tread schon verschiedentlich die Problematik der letzten Jahre von Jaguar erwähnt. Doch das selbe passiert auch mit Aston Martin

Vor 2 Jahren sollte ich für einen guten Kunden eine Aston Martin DB7, BJ 97 verkaufen. Ich war entsetzt, als ich den Wagen entgegennahm: Der Zündschlüssel war der gleiche wie der vom Ford Fiesta meiner Mutter!! Knöpfe und Schalter erinnerten übermässig stark an Mondeo und Co, und das in einem Wagen, der gut CHF 180'000 kostete!

Doch DC hat ein ähnliches Problem: Ich habe letzte Woche einen W124 300E BJ 88 mit 300'000 Km eingetauscht. Ich habe CHF 250 investiert, ging damit zum TÜV und kam auf Anhieb durch. KEINE Mängel! Ich bezweifle ernsthaft, ob ich im Jahr 2018 das gleiche von einem 211er schreiben kann.

Und was DC auch noch begeifen muss: Man kann einfach nicht eine Million Autos pro Jahr bauen wollen und erwarten, dass die Gebrauchtwagenpreise stabil bleiben. Noch nie war ein gebrauchter Mercedes so schwer zu verkaufen wie heute ein 210er, obwohl gerade die letzte Serie hervorragende Autos hervorbrachte.
 
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