C250 Turbo Problem

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C250 TurboDiesel T-Modell
Hallo Leute,

hab schonmal im Motor-Talk-Forum http://www.motor-talk.de/showthread.php?forumid=&threadid=130190 rumgesucht, vielleicht kann mir ja hier noch einer helfen.

Erstmal die Daten:
C250 TD T-Modell (OM 605.960)
150PS
10l/100km
BJ 9/97
5-Gang Automatik

Folgendes Problem: Motor hat relativ schlechte Beschleunigung (0-100 km/h in 15 Sek.), bei Teillastfahrten zwischen 2.000 und 3.000 u/min (z.B. Autobahn leicht bergauf mit 120 km/h im 5. Gang) setzt der Turbolader aus. Man merkt das durch einen leichten Ruck und dann ist nur noch eine Höchstgeschwindigkeit von ca. 120-140 km/h möglich.
Der Motor geht aber anscheinen nicht in den Notlauf, durch Kickdown dreht er bis zum Begrenzer.
Fehlerspeicher: Ladedruckregler.
Nach Anhalten und Aus/Einschalten der Zündung ist der Fehler (bis zum nächsten Mal) weg.
Bleibt man unter 2.000 oder über 3.000 u/min tritt das Problem nicht auf.

Außerdem hat der Wagen starke Rußentwicklung ab ca. 3.000 u/min.

Bisher wurden der Ansaugkrümmer, der Abgaskrümmer, der Ladeluftkühler, das AGR-Ventil , das Umschaltventil für Unterdruckdose am ATL und der Luftfilter erneuert.
Kat ist nach "Abklopfmethode" nicht gebrochen, pulsieren am Auspuff scheint normal.
Unterdruck scheint i.O., liegt an der Unterdruckdose am Lader unter Last mit ca. -1 bar an.

Es ist ein leises knattern unter Last zu hören, hört sich wie an, wie damals, als der Krümmer gerissen war. Aber der ist ja neu.

Ich tippe inzwischen eher auf sonstige Undichtigkeiten, Sensoren/Elektronik oder Einspritzanlage.

Weiß jemand, wie die Ladedruckkurve verläuft, oder kann jemand mal einen Druckmesser an den Anschluß am Ansaugkrümmer anschliessen und 'ne Runde drehen?

Mein Ladedruck (Lastabhängig d.h. Gaspedalstellung) sieht folgendermaßen aus:

Vollast:
ab ca. 1.800 u/min 0,2 bar
ab ca. 2.500 u/min 0,5 bar
ab ca. 3.000 u/min 0,8-1,1 bar

Teillast:
ab ca. 1.800 u/min 0,2 bar
ab ca. 2.500 u/min 0,5 bar
ab ca. 3.000 u/min 0,5 und dann langsam abfallend

Fehlerfall:
ab ca. 1.800 u/min 0,2 bar
bis ca. 2.400 u/min 0,4 bar ab dann schlagartig 0 bar.

Ein Bekannter meinte, daß die Werte im Voll-/Teillastbereich an sich in Ordnung seien.
Aber irgendwo muß (laut Entwickler) 10 Sek. lang eine Abweichung der Soll/Ist Ladekurve sein, da das Steuergerät abschaltet.

Das starke rußen kann durch eine zu fette Aufbereitung kommen, allerdings wundere ich mich, daß das genau ab dem Bereich passiert, wo es ja eigentlich funktioniert und der Ladedruck von 0,8 bar korrekt ist.

Daher auch Vermutung Einspritzpumpe.
Die wollte ich beim Bosch-Dienst mal durchchecken lassen (ebenso wie die Injektoren) aber der Typ, der das macht (ist wohl nur einer in der Werkstatt) ist grad im Urlaub.

Weiß jemand, was das so kostet, oder hat jemand sonst noch nen Tip?
Vor allem zum Ladedruckverlauf?

Hat der C250 Turbo einen Luftmengenmesser o.ä.? Ich denke nicht, aber falls doch, wo?

Kann man irgendwo 'nen Turbolader (allerdings glaub ich nicht, daß es daran liegt, da er den Ladedruck ab 3.000 u/min an sich ja bringt) oder eine Einspritzpumpe zum Test "ausleihen"?

Auf eine Mercedes-Niederlassung hab ich keinen Bock mehr, die wollten zuerst mal den Turbolader (1300€ ohne Einbau) und den Ladeluftkühler (500€ mit Einbau) tauschen obwohl der Abgaskrümmer und das AGR-Ventil undicht waren.
Nicht sehr Fachmännisch - die schauen eher, daß sie Geld einnehmen!

Kennt jemand ne gute Werkstatt in Stuttgart, die sich mit sowas auskennt?
Jemand der ehrgeizig genug ist, den Fehler zu finden und nicht Geld zu verdienen?

Danke im Vorraus für eure Antworten!

Gruß
Heiko
 
Hallo Heiko,

willkommen im Forum.
Nach der Grundsätzlichen Fehlerbeschreibung läuft der Motor mit einer falschen Gemischeinstellung. Wurde etwas an der Motorsteuerung verändert? Wie hoch ist der Ölverbrauch?
Was bisher erneuert wurde, kann ich nicht nachvollziehen. Den LLK etwa kann man abdrücken.
AM ATL selbst würde ich zuerst keinen Fehler suchen. Das beschriebene Klopfen rührt für mich von einem falschen Einspritzzeitpunkt oder fehlerhafter Ventilsteuerung her. Wurde die Nockenwelle verstellt.
Das “Aussetzen” des Turbolader erfolgt bei überschreiten des zulässigen Ladedrucks. U.u. wird auch die Kühlmitteltemperatur überschritten. Kannst Du genauere Angaben zum Motor machen.
 
Hallo Otfried,

danke für deine Antwort.

Die meisten Austauschteile kann ich auch nicht verstehen... beim LLK bin ich deiner Meinung. Außerdem soll da angeblich immer ein Schlauch runtergerutscht sein. Erstens glaub ich das nicht, weil man dann ein deutliches Pfeiffen hört, und 2. hätte man dann den Schlauch mit anderen Methoden befestigen können um zu sehen, ob es daran liegt.
Deshalb lieg ich auch grad noch etwas im Streit mit der Werkstatt wegen der Rechung und der Vorgehensweise.

Was meinst du mit näheren Angaben zum Motor?
Ich hab das Fahrzeug vor ca. 1 Jahr Gebraucht gekauft. Davor war es ein Leasingfahrzeug von DC.
Am Motormanagement wurde soweit ich weiß nichts verändert und nichts getuned.
Ölverbrauch ist minimal. Viel weniger als 0,5l / 1000 km.

Ich tippe auch weniger auf den ATL.
Daher werd' ich mal die Einspritzpumpe, Injektoren und Kompression prüfen lassen.

Ich weiß nicht, ob das abschalten vom ÜBERschreiten des Ladedrucks kommt.
Weisst du zufällig, welcher Druck bei welcher Drehzal (bei Voll- und Teillast) anliegen muß?
Ich denke eher, daß er UNTERschritten wird.

Kühlmitteltemperatur ist laut Anzeige i.O. (immer um 80-110°C), aber es gibt ja einen Fühler für's Instrument und einen fürs Steuergerät...das werd ich auch mal testen.

Gruß
Heiko
 
Hallo Heiko,

ich habe im Moment wenig Zeit wegen Besuch und IAA. Die Ladedruckwerte sehe ich in den nächsten Tagen nach, jedoch sollten nach meiner Meinung 1.0 bar über dem Atmosphärischen Druck nicht überschritten werden. Ich meine es wären maximal 0.95 bar? Erst die neuen CDI bauen 1.0 – 1.2 bar auf.

Wenn der Ladedruck nicht erreicht wird, ergibt sich lediglich ein Leistungsverlust, jedoch öffnet sich nicht das WasteGate, welches ich für den plötzlichen Leistungsverlust verantwortlich mache. Wurde das WasteGate überhaupt schon überprüft – es sit bei mir eigentlich der erste Ansatzpunkt für plötzlichen Leistungsverlust bei aufgeladenen Motoren.

Was ich mir vorstellen könnte ist, das die Software nicht mit dem Motor übereinstimmt. D.h es wird die falsche Kraftstoffmenge zum falschen Zeitpunkt eingespritzt. Die Frage ist auch, ob die Kraftstoffmenge mit der Luftmenge übereinstimmt. Das Schwarzrauchen sollte von einer zu fetten Gemischeinstellung stammen, da es bei dem geringen Ölverbrauch keine ungewöhnlichen Blowby Gase geben dürfte.

Die Kompression wäre auch interessant, wie Du schon geschrieben hast.

Hast Du die Einstellwerte für den Förderbeginn schon überprüft? Wie sieht es mit dem Luft-Temperaturfühler aus?
 
Hallo Otfried,

danke für deine Mühe!
Erstrecht, da du wenig Zeit hast!

Ich hab da mal ein Zitat aus einem anderen Thread bei Motor-Talk.de:

Beim alten OM 602 und 603 (250TD) war der ladedruck bei vollast in fahrstellung 2 bei 4000upm 0,75- 0,95 bar überdruck. steigt der ladedruck über 1,1 +- 0,15bar so wird über das umschaltventil am turbo die ALDA dose an der einspritzpumpe belüftet und die kraftstoffmenge auf die eines saugmotors begrenzt.

Ich hatte halt nur einen billigen Manometer (0-3bar) aus dem Baumarkt, weiß also nicht wie genau der ist. Aber ich denke, der Druck an sich im oberen Bereich scheint OK, zumal er ab 3.000 u/min auch richtig gut geht.
Nur "untenrum" geht nicht viel und eben dieser Fehler Regelabweichung vom Ladedruck...
Soweit ich mich erinnern kann, kommt es auch auf die Fahrstufe an, die knapp 1,1bar hab ich nur unter bestimmten Vollast-Umständen im 4. Gang erreicht, sonst nicht.

Wäre toll, falls du mal Zeit hast nach den Daten für den Ladedruck zu schauen!
Dann wüsste ich endlich mal, wo genau mein Ladedruck wie abweicht und kann die Infos weitergeben.

Was genau meinst du mit dem Wastegate? Das ist die Ladedruckbegrenzung, die über das Gestänge der Unterdruckdose betätigt wird?
Das hab ich insofern gecheckt, daß der Unterdruck i.O scheint und das Gestänge leichtgängig ohne Spiel ist (Test durch saugen an der Unterdruckdose mit dem Mund).
Werd das aber nochmal prüfen, wenn ich den Wagen auf der Hebebühne hab (Radlager vorne wird getauscht).
Was kann ich da noch testen, irgendwelche Tips?

Das mit der Software hab ich mir auch schon überlegt, aber wieso sollte da was verändert sein, wenn der Wagen nicht gechippt war?

Ich denk auch, daß das Gemisch zu fett ist, daher werd ich mal in Richtung Einspritzpumpe weitersuchen, da ja der Ladedruck einigermaßen OK scheint.
Leider ist der anscheinend einzige Experte für Bosch-ERE-Pumpen in Stuttgart grad im Urlaub!

Ich werd auch mal den Temperaturfühler und den Druckaufnehmer tauschen.
Kann es sein, daß der Ladedruck eigentlich stimmt, der Druckmesser für's Steuergerät aber zu geringe Werte ermittelt und daher durch mehr Kraftstoff versucht, den Ladedruck zu erhöhen - daher zu fett?

Kompression werd ich auch mal checken lassen - so oder so..rein aus Interesse.

Danke für deine Mühe,

Gruß
Heiko
 
Hallo, kurze Zwischeninfo:

hab heut nochmal nach dem Gestänge an der Unterdruckdose geschaut:
In Betätigungsrichtung Vor-Zurück ist kein Spiel und es ist relativ leichtgängig.
Nur Vertikal hat das Gestänge spiel, aber ein Bekannter meinte, das macht nix aus.

Und den Temperaturfühler hatte ich heut auch nochmals ausgebaut...war sehr verölt.
Allgemein ist im Ansaugtrakt meiner Meinung nach relativ viel Öl.
Wieviel ist denn normal?

Gruß
Heiko
 
Hallo Heiko,

viel Öl im Ansaugbereich ist nicht normal. Wie sieht es im LLK aus? Vermutlich drückt das Öl bei hohem Öldruck durch die Laderlagerachse in den Ansaug- als auch in den Abgasbereich, was die Gemischüberfettung und das Qualmen verursacht.

Kurz zur Vorweg-Info: das Waste-Gate ist ein “Überdruckventil”, welches bei Überschreiten eines bestimmten Druckes öffnet und den Ladedruck “wegnimmt”. Dies wäre eine Erklärung für die volle Funktionsfähigkeit des Motors und die fehlende Leistung. Ich hatte dies einmal bei einem Fremdfabrikat
 
Hallo Otfried,

der LLK ist ja neu, da sollte eigentlich alles OK und frei sein.

Hab heute mal den Drucksensor für das Signal für's Steuergerät getauscht.
Gestern hat ein Freund,dem ich das Auto geliehen hab, festgestellt, daß der Fehler anscheinend nicht auftritt, wenn der Druckmesser keinen Druck bekommt.
Er hat dazu ein Stück Papier zwischen den Anschluß am Ansaugkrümmer und den Sensor gesteckt.

Bei Abstecken des gesamten Sensors hat der Lader gar keinen Ladedruck.

Wie ist das mit der Lagerachse, muß da der ganze Turbolader getauscht werden?
Hat das direkt mit meinem Problem zu tun?
Der Lader hat ja sonst seine 0,8 bar.

Nochmal zum Wastegate:
Das ist die Überdruckklappe im Turbolader, die durch das Gestänge der Unterdruckdose betätigt wird.
Könnte höchstens sein, daß die nicht 100%ig zu macht und daher zu wenig Ladedruck hat.
Kann man die irgendwie testen?
Einzeln austauschen geht nicht, oder? Da muß der komplette Lader getauscht werden?

Gruß
Heiko
 
Hallo Heiko,

mit den Manipulationen am Drucksensor setzt Du den Druck, welcher auf den Sensor wirkt, zurück. Lasse die Einspritzmenge einmal Überprüfen. An sich bleibe ich dabei das die Elektronik wegen zu hohen Ladedrucks die Einspritzmenge reduziert, das WasteGate öffnet.

Mit arbeiten am ATL ist es immer so eine Sache. Es gibt Drittfirmen welche etwa die Laderachse ersetzen. Allgemein wird jedoch der komplette Lader getauscht, was auch ich empfehlen wurde.
Den Test des ATL, des WasteGate etc. sollte eigentlich eine VT/NL durchführen können.
Hast Du schon die Kabel von den Sensoren zu den Steuergeräten überprüft?
 
Hallo Otfried,

die Kabel hab ich so gut es geht überprüft, die scheinen i.O. zu sein.

Ich werd das Auto am Mo. nochmals in eine VT bringen.
Eine Chance haben sie noch, nachdem sie heute nochmal angerufen und sich entschuldigt haben.

Sie wollen nun das Auto nochmals untersuchen und den Fehler finden, ohne dies in Rechnung zu stellen...

Ich werde ihnen das mit dem Wastegate und dem Laddruck/Einspritzmenge nochmals sagen.

Danke für deine Hilfe, werd dich informieren, wenn noch was rauskommt...

Schönes WE!

Gruß
Heiko
 
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Für weitere Antworten geschlossen.
Thema: C250 Turbo Problem
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