clk + antriebswelle sprödbruch

Diskutiere clk + antriebswelle sprödbruch im Forum CLK & SLK im Bereich Mercedes-Benz - Hallo!!! Mein Vater fährt einen w209 270cdi (baujahr '02) und hat folgendes nicht ganz günstiges problem: beim anfahren nach einer rotlichtphase...
K

KurtNowalski

Guest
Hallo!!!
Mein Vater fährt einen w209 270cdi (baujahr '02) und hat folgendes nicht ganz günstiges problem:
beim anfahren nach einer rotlichtphase erfolgte gestern ein knall - kreuzung verstopft - abschlepper - diagnose: antriebswelle links versagt (gebrochen).

ich studier seit einiger zeit fahrzeug-und Motorentechnik und weiss, dass eine normale wellenberechnung eine sache für 3.-semestler ohne großen aufwand ist. von daher hat mich dieser schadensfall etwas geschockt.

Mein Vater sitzt nun auf Kosten von über 1000 euro und auf der lapidaren frage, ob er denn häufig kavalierstarts durchführe. der wagen hat eine fahrleistung von ca.50000km und hat 45000 euro gekostet. mit kulanz soll er überhaupt nicht rechnen (trotz gestelltem antrag).

Es ist ja nichts neues, dass mercedes zusehends sein image als qualitativ hochwertiger hersteller verliert und von zahlreichen konkurrenten überholt worden ist (subjektive meinung) aber es kann doch nicht sein, dass ein gegenwärtiges kraftfahrzeug unabhängig von der marke an einem so elementaren bauteil versagt.

von daher würd ich sehr gerne wissen, ob einer von euch vielleicht ähnliche erfahrungen in bezug auf die antriebswelle sowie kulanz gesammelt hat.

würd mich auf jeden fall sehr freuen,
gruß!!!
 
Hallo Kurt,

befindet sich das Fahrzeug in unverändertem Originalzustand und hast Du Bilder von der gebrochenen Achswelle. Ist Dein Vater der Erstbesitzer?
 
Die Sache spricht so oder so für den Motor....
-Spass beiseite-
Kann aber gut sein, dass die Sache an den Hersteller der Antriebswelle durchgereicht wird und wenn das Teil mangelhaft war, vielleicht auch ersetzt wird.
Denn sowas (Bruch der Welle) sollte eigentlich nie (ohne Fremdeinwirkung) passieren.

Viel Glück,
Gruß Blacky
 
Hallo Kurt und herlich willkommen im Forum,

ich hätte mir die Bruchstelle der Welle genau angesehen. Ist die frei von Versinterungen. Jede Veränderung (Verbiegung etc.) hätte sich vorher massiv bemerkbar gemacht.

Ich würde eine Materialfehler vermuten, keine Materialermüdung.
Das ist im übrigen sehr wichtig, weil es dann ein verborgener Mangel ist und das hat dann auch nichts mehr mit Garantie zu tun. Ich würde mir da rechtlichen Beistand holen und mal sehen was der da zu sagen hat.

Das ist das erste mal, dass ich davon höre, dass eine Antriebswelle mit so geringer Laufleistung ohne erkennbare äußere Einwirkung bricht. Nicht auszudenken, dein Vater wäre mit höherer Geschwindigkeit auf der Autobahn unterwegs gewesen.

Das was wir bei diesen Fahrzeugen sehen, war bei Opel mal als Lopez Krankheit bekannt. Man hat bei den Zulieferern so massiv gespart, dass es auf Kosten der Qualität ging, was aber Opel auch sehr teuer bezahlt hat, nun was sehen wir, es ändert sich, wird es auch bei DB.

Meld Dich doch mal und berichte was daraus geworden ist.

Grüsse Roland
 
Hm,

also rein logisch betrachtet würde ich eher den Ansatz sehen, das da vielleicht doch irgend ein äußerer Einfluß gewirkt hat. Gerade der CLK 270 CDI war bei uns 3 mal im Einsatz ... neben den bekannten nicht wirklich dollen Motorcharakteristik haben die soweit ich mich entsinne garkeine Probleme gemacht! Ein Bruch der Antriebswelle bei dieser Laufleistung bei anderen Fahrzeugen ist mir auch nicht bekannt. Weder aus der Forenwelt, noch aus realen Überlieferungen. Daher würde ich eher nicht auf einen Materialfehler tippen ... diese treten ja in aller Regel zumindest in Reihe auf ...
Andererseits bin ich auch nicht technisch versiert genug um beurteilen zu können wie wahrscheinlich ein anderer äußerer Einfluß möglich ist!

Otfrieds Frage geht mit Sicherheit in Richtung ... ist er gechippt oder nicht?

Viel Erfolg!

Oliver

P.S.: In den FAQ´s findest Du die Kontaktadresse des Customer Care Centers in Maastricht. Falls die Kulanz abgelehnt wird - ist dies eine Adresse bei der man nochmal nachhaken kann! Die Laufleistung ist ja ncoh ziemlich niedrig!
 
hallo!
danke für die herzliche begrüßung. :)

um die ungeklärten fragen erstmal zu beantworten:

Mein Vater ist erstbesitzer des wagens, kein wirklich sportlicher fahrer in bezug auf "Treten" und allzu sportliche Vollgasfahrten.
Der Wagen ist auch nicht chipgetunt oder anderes - vollkommener Serienzustand also.
Bisher hatte er auch nicht wirkliche Probleme mit dem Wagen, ausser das ein defekter Xenonscheinwerfer auf Garantie gewechselt worden ist. In Bezug auf den Antriebsstrang oder Motoraggregate lief der Wagen bisher völligst problemlos und somit zufriedenstellend (abgesehen von klappergeräuschen - aber das ist eine andere geschichte).

Ich würde auch sehr gerne Bilder sehen. Allerdings wohnt mein Vater 450km von mir entfernt.........frühestens am Wochenende könnte ich mal Bilder sehen, falls die Werkstatt zur Dokumentierung Bilder schießt.

Interessant ist allerdings: Mein Vater hatte vor 2 Jahren einen Auffahrunfall. Und zwar ist ihm ein 5er (also ein Wagen höherer Gewichtsklasse) hinten aufgefahren (mit entsprechender Schadenscharakteristik).

Der Wagen ist aufwändig und wirklich gut repariert worden(bei der Werkstatt, bei der er jetzt auch ist), Gutachter haben Bilder zur Dokumentation aufgenommen usw.. Allerdings beliefen sich Prüfungen des Antriebsstrangs lediglich auf Sichtkontrollen. Es ist daher schon denkbar, dass sich nach dem Crash ein geringer Haarriss ausgebildet hat, der jetzt zum Werkstoffversagen geführt hat. Allerdings dürfte das jetzt doch unmöglich ohne sachkundige Untersuchungen "beweisbar" sein.
Ich weiss nicht genau, in wiefern somit die Schuldzuweisung geführt werden könnte; damit kenn ich mich leider nicht zu genau aus.

Es ist halt leider traurig, dass an so sicherheitsrelevanten Bauteilen einfach nur mal rübergeschaut wird und nach dem motto "des passt scho" entschieden wird. wie schon vorher beschrieben wäre dieser Versagensfall auf der Autobahn sicherlich anders ausgegangen.

dank für das rege interesse und die hilfe!!!!

gruß
 
KurtNowalski schrieb:
ich studier seit einiger zeit fahrzeug-und Motorentechnik und weiss, dass eine normale wellenberechnung eine sache für 3.-semestler ohne großen aufwand ist. von daher hat mich dieser schadensfall etwas geschockt.
Die Antriebswellen werden im Normalfall nicht dauerfest sondern nur zeitfest nach Lastkollektiven ausgelegt. Hohe Belastungen (Anhängerfahrten am Berg, zügiges Beschleunigen in den unteren Gängen oder gar Kavalierstarts) haben dementsprechend eine kürzere Lebensdauer zur Folge.
Einfach mal überschlagsmäßig nachrechnen welche Schubspannungen in der Welle im 1. Gang bei Vollgas wirken. Dann fragt man sich unter Umständen nicht mehr, warum etwas kaputtgegangen ist, sondern warum es überhaupt so lange gehalten hat... ;)

Bei einer so geringen Laufleistung würde ich dennoch eher einen Materialschaden vermuten.
 
Einem Freund ist bei ähnlicher Laufleistung die Antriebswelle seines VW-Sharan gebrochen, der Wagen ist 5 Jahre alt. Die Kosten wurden zu 100 % übernommen, auch, weil dieses Problem bei dem Modell angeblich schon bekannt sei.

@Kurt: Mich würde noch interessieren, ob die Welle an sich gebrochen ist, oder die Gelenke.

MfG,

Eric.
 
Hallo Kurt,

ich würde auf jeden Fall mit dem Gutachter (der das Gutachten zum Unfall gemacht hat) Rücksprache halten. Evtl. ist es möglich den Schaden noch als Folgeschaden einzureichen,dazu muss er aber die Antriebswelle sehen. Ein Versuch ist es m.M. nach wert.
 
@KurtNowalski
Den Glaube an Gutachter bei solchen Unfallschäden habe ich eh schon früh verloren.
Mir ist mal jemand hinten auf's Motorrad draufgefahren, so dass das Hinterrad von dem Motorrad quasi im Motorraum war, der PKW darauf aufgebockt mit schwebenden Vorderrädern.
Haben die kaum noch auseinander bekommen.

Der Gutachter meinte dann die Rahmendeformation könnte man ja richten, ob das Alurad was abbekommen hat hat er erst gar nicht kontrolliert, ob der Kardanantrieb was durch die Stauchung abbekommen hat hat ihn auch nicht groß interessiert, etc etc.
Aber fleißig aufgeschrieben, was von dem Plastik- und Blechgelumps am Heck alles zerbröselt war.
Echt Koryphäe.

Gruss
 
Hallo Kurt,

um Haarrisse zu 'initiieren' muß man ein Werkstück schon erheblich verformen. Danach ginge es auch nicht mehr 100%ig in die Ausgangsform zurück, sodaß Vibrationen aufgetreten wären, die man kaum hätte ignorieren können.

Für mich ist es deshalb sehr unwahrscheinlich, daß es sich um einen Folgeschadens des Unfalls handelt. Eher dürfte es sich um einen Produktionsfehler im metallurgischen Bereich handeln, etwa Lunker oder unerwünschte Konzentration von Legierungselementen. Genau kann man das aber nur bei Ansicht des Werkstücks beurteilen.

Gruß
Hermann

PS: Mich erstaunt immer wieder, daß sich Hersteller bei Bauteilen, die eigentlich überhaupt nicht versagen dürfen, in Sachen Kulanz so zurückhaltend geben.
Es handelt sich hier sicher nicht um einen Serienfehler, sondern um einen unglücklchen 'Ausrutscher'. Also reparieren und den guten Ruf schonen. :o:
Oder meint man in den Führungsetagen gar, es gabe nix mehr zu schonen? :rolleyes:
 
Thema: clk + antriebswelle sprödbruch
Zurück
Oben