Die Probleme mit dem OM629 nehmen kein Ende

Diskutiere Die Probleme mit dem OM629 nehmen kein Ende im Forum M-, G-, GL-, GLK- & R-Klasse im Bereich Mercedes-Benz - Hallo Mercedes Fahrer, mein GL 420 CDI mit dem OM629.912 bringt mich zur Verzweiflung. Die Reparatur soll zwischen 13.000 Euro und 16.000 Euro...
Bud

Bud

Frischling
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GL 420 CDI X164
Hallo Mercedes Fahrer,

mein GL 420 CDI mit dem OM629.912 bringt mich zur Verzweiflung.
Die Reparatur soll zwischen 13.000 Euro und 16.000 Euro kosten.

Zum einen sind offenbar die Zylinderköpfe verzogen, was sich dadurch äußert, dass CO2 im Kühlwasser ist, wodurch der Druck im Kühlsystem so hoch ist, dass er ständig Kühlwasser aus dem Überdruckventil am Ausgleichsbehälter drückt. Dadurch meldet er ständig, dass der Kühlwasserstand zu niedrig ist.
Inzwischen fülle ich gar kein Kühlwasser mehr nach, da er trotzdem nicht heiß wird und immer schön stabil bei 90 Grad bleibt und er das Wasser sowieso wieder rausdrücken würde.
Jetzt kommt allerdings hinzu, dass er literweise Motoröl verliert. Offenbar liegt das an einem defekten Simmering der Kurbelwelle.

Ich habe bei verschiedenen Werkstätten nachgefragt, zwei davon auf Mercedes spezialisiert.
Das Phänomen mit den Zylinderköpfen sei bekannt, deshalb repariere man diese Motoren gar nicht mehr, sondern bietet nur den Tausch gegen neue bzw. aufgearbeitete Motoren an. Die Angebote hierfür liegen jeweils zwischen 13.000 und 16.000 Euro. Der Marktwert des Autos liegt bei jetzt 320.000 km auf dem Tacho aber max. bei 10.000 Euro.

Doch jetzt müsste der Simmering dringend repariert werden, was aber auch 2.000 Euro kosten soll, da dafür das Getriebe etc. raus muss.
Aber ich investiere doch jetzt nicht 2.000 Euro in die Reparatur und hab dann immer noch einen Motor mit kaputten Zylinderköpfen.
Neue Zylinderköpfe kosten anscheinend 5.000 Euro pro Seite, mit Arbeitszeit sind wir dann wieder bei 13.000 Euro + 2.000 Euro für den Simmering.

So oder so müsste ich 15.000 Euro investieren. Hab dann aber immer noch ein Auto, das 18 Jahre alt ist mit über 300.000 km und einen Marktwert von 10.000 Euro.

Eigentlich würde ich mir gerne einen neueren GLS kaufen, max. 4 Jahre, max. 100.000 km, aber die liegen alle weit über 60.000 Euro.
Die habe ich gerade aber nicht flüssig (habe gerade eine Scheidung hinter mir).

Eine Alternative wäre noch, einen gebrauchten Motor von einem Motorenhändler für ca. 4.000 Euro zu erwerben. Mit Einbau liege ich dann bei "nur" 6.000 Euro Kosten. Aber da hat man natürlich das Risiko, dass der Motor - obwohl "geprüft" dabei steht - auch das Problem mit den verzogenen Zylinderköpfen hat oder bekommt.

Ich bin jetzt echt ratlos, denn ich brauche dieses Auto (wegen der Zugkraft für schwere Anhänger und den 7 Sitzen).

Gibt es hier vielleicht jemanden, der eine gute und finanziell vertretbare Reparaturmöglichkeit kennt?
 
Hallo Mercedes Fahrer,…
Servus Bud,…
mein GL 420 CDI mit dem OM629.912 bringt mich zur Verzweiflung.
Die Reparatur soll zwischen 13.000 Euro und 16.000 Euro kosten.

Zum einen sind offenbar die Zylinderköpfe verzogen, was sich dadurch äußert, dass CO2 im Kühlwasser ist, wodurch der Druck im Kühlsystem so hoch ist, dass er ständig Kühlwasser aus dem Überdruckventil am Ausgleichsbehälter drückt. Dadurch meldet er ständig, dass der Kühlwasserstand zu niedrig ist.
Inzwischen fülle ich gar kein Kühlwasser mehr nach, da er trotzdem nicht heiß wird und immer schön stabil bei 90 Grad bleibt und er das Wasser sowieso wieder rausdrücken würde.
Jetzt kommt allerdings hinzu, dass er literweise Motoröl verliert. Offenbar liegt das an einem defekten Simmering der Kurbelwelle.

Ich habe bei verschiedenen Werkstätten nachgefragt, zwei davon auf Mercedes spezialisiert.
Das Phänomen mit den Zylinderköpfen sei bekannt, …
Ja, leider ist das Thema Zylinderkopfdichtung OM629 bekannt.

…deshalb repariere man diese Motoren gar nicht mehr, sondern bietet nur den Tausch gegen neue bzw. aufgearbeitete Motoren an. Die Angebote hierfür liegen jeweils zwischen 13.000 und 16.000 Euro. Der Marktwert des Autos liegt bei jetzt 320.000 km auf dem Tacho aber max. bei 10.000 Euro.
Der Marktwert ist doch nicht die Frage, sondern:

Will ich das Fahrzeug instandsetzen und weiter erhalten, ja oder nein.

Doch jetzt müsste der Simmering dringend repariert werden, was aber auch 2.000 Euro kosten soll, da dafür das Getriebe etc. raus muss.
Es ist ja noch nicht eindeutig geklärt woher genau der Ölverlust kommt.

An den getriebeseitigen Simmerring glaube ich hier weniger, sondern viel eher an einen undichten Ölkühler unten im V des Motors.
Dort läuft das Öl über Ablaufbohrungen nach unten ab und tropft an der Getriebeglocke ab…
Aber ich investiere doch jetzt nicht 2.000 Euro in die Reparatur und hab dann immer noch einen Motor mit kaputten Zylinderköpfen.
Neue Zylinderköpfe kosten anscheinend 5.000 Euro pro Seite, mit Arbeitszeit sind wir dann wieder bei 13.000 Euro + 2.000 Euro für den Simmering.

So oder so müsste ich 15.000 Euro investieren. Hab dann aber immer noch ein Auto, das 18 Jahre alt ist mit über 300.000 km und einen Marktwert von 10.000 Euro.



Eine Alternative wäre noch, einen gebrauchten Motor von einem Motorenhändler für ca. 4.000 Euro zu erwerben. Mit Einbau liege ich dann bei "nur" 6.000 Euro Kosten. Aber da hat man natürlich das Risiko, dass der Motor - obwohl "geprüft" dabei steht - auch das Problem mit den verzogenen Zylinderköpfen hat oder bekommt.

Wäre es mein Fahrzeug, würde ich erst klären, woher das Öl wirklich kommt.

Dann im Falle Ölkühler diesen erneuern (lassen).

Weil dazu das V ohnehin freigelegt werden muss, kann man auch darüber nachdenken, ob man die Kopfdichtungen gleich mit erneuern lässt.

Beim Ölkühlertausch kommen Arbeiten hinzu - es sollte die Verkokungen der Ansaugbrücke (Ladeluftverteilerrohr), Ansaugkanäle und im Mischergehäuse gereinigt werden und der AGR-Kühler gespült.




Gibt es hier vielleicht jemanden, der eine gute und finanziell vertretbare Reparaturmöglichkeit kennt?

Kannst Du bzw. hast Du die Möglichkeit selber zu schrauben oder bist Du ausschließlich von einer Werkstatt abhängig?

Aus welcher Region kommst Du?


Gruß
 
Servus Bud,…

Ja, leider ist das Thema Zylinderkopfdichtung OM629 bekannt.


Der Marktwert ist doch nicht die Frage, sondern:

Will ich das Fahrzeug instandsetzen und weiter erhalten, ja oder nein.


Es ist ja noch nicht eindeutig geklärt woher genau der Ölverlust kommt.

An den getriebeseitigen Simmerring glaube ich hier weniger, sondern viel eher an einen undichten Ölkühler unten im V des Motors.
Dort läuft das Öl über Ablaufbohrungen nach unten ab und tropft an der Getriebeglocke ab…


Wäre es mein Fahrzeug, würde ich erst klären, woher das Öl wirklich kommt.

Dann im Falle Ölkühler diesen erneuern (lassen).

Weil dazu das V ohnehin freigelegt werden muss, kann man auch darüber nachdenken, ob man die Kopfdichtungen gleich mit erneuern lässt.

Beim Ölkühlertausch kommen Arbeiten hinzu - es sollte die Verkokungen der Ansaugbrücke (Ladeluftverteilerrohr), Ansaugkanäle und im Mischergehäuse gereinigt werden und der AGR-Kühler gespült.




Kannst Du bzw. hast Du die Möglichkeit selber zu schrauben oder bist Du ausschließlich von einer Werkstatt abhängig?

Aus welcher Region kommst Du?


Gruß
Ich bin hin und her gerissen. Eigentlich will ich das Auto erhalten, andererseits brauche ich einen zuverlässigen Daily Driver und ich denke, es wird immer irgendwas kommen, was kaputt geht.

Vielen Dank für den Hinweis mit dem Ölkühler. Das habe ich auch schon gehört, aber ich dachte, das betrifft eher die 320er. Klingt aber auch plausibel.

Prinzipiell kann ich auch selbst schrauben (habe mehrere Oldtimer, an denen ich möglichst viel selbst mache). Handwerklich würde ich es mir schon zutrauen, aber erstens habe ich keine Hebebühne und zweitens habe ich derzeit überhaupt keine Zeit selbst zu schrauben (meine ganzen Oldtimerprojekte ruhen auch gerade) und drittens ist der GL mein Daily Driver, da kann ich max. nur 3-4 Wochen darauf verzichten.

Ich komme aus der Region Tübingen (PLZ 72)
 
Hi, ja ich kenn das Thema mit dem mach ichs oder nicht. Habe einen Buick Park Avenue und über die Jahre weit über 10000 Euro investiert, er hat einen Wert von ca. 6000 Euro. Es steht also in keinem Verhältnis, es ist einfach nur noch die Liebe zu diesem Fahrzeug. Erst vor 2 Tagen musste ich sämtliche Bremsleitungen + hintere Luftstoßdämpfer machen lassen, Werkstattrechnung 1500 Euro.

Dann gibt es noch meinen Chrysler 300C CRD mit dem OM642 welcher nun auch das Problem mit dem im V liegenden Ölkühler hat, zudem ein leckendes hinteres Differential und Getriebeprobleme. Gesamtkosten würde auch hier Marktwert überschreiten, ob ich es machen lasse keine Ahnung, er steht erstmal in der Garage.

Ich kann dir leider nicht punktuell weiterhelfen aber vielleicht gibt es Instandsetzer für die Zylinderköpfe? Für mich hört sich bis 16000 Euro schon enorm an. Als bei mir damals die Motorkontrollleuchte kam und ich innerlich schon die Steuerketten erneuern lassen wollte habe ich mich auch nach Alternativen umgeschaut. Das ging sogar soweit das ich eine MB-Niederlassung in Tschechien anschreiben wollte, in der Hoffnung die Stundenlöhne seien dort niedriger, nur mal als Gedankenbeispiel.
 
Nun, CO² im Kühlwasser kann auch von einer defekten ZKD kommen, sollte der Kopf verzogen sein ist es auch nichts besonderes,
Planschleifen hilft. Würde die Reparatur in einem Motoreninstandsetzungsbetrieb machen lassen und nicht in einer MB Apotheke.
Vorher in jedem Fall eine Druckverlustprüfung machen lassen.
 
Thema: Die Probleme mit dem OM629 nehmen kein Ende
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