DPF muss ersetzt werden. Original kostet ein kleines Vermögen!

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POL-WOLF

Frischling
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MB W204 CDI 200
Hallo! Dieses Problem hat mit großer Wahrscheinlichkeit mit defekten Injektoren zu tun, wie mir ein KFZ-Mechaniker in einem MB-Beratungsportal mitteilte.

Hier die detaillierte Analyse:


Sehr geehrter Kunde, vielen Dank für Ihr Vertrauen und die detaillierte Schilderung Ihres Problems.


Nach sorgfältiger Analyse Ihrer Angaben zeichnet sich ein sehr klares, wenn auch komplexes Bild der Situation. Der Fehlercode P246309 in Verbindung mit den extrem kurzen Regenerationsintervallen und dem Notlauf ist ein untrügliches Zeichen dafür, dass wir eshier nicht mit einem reinen Partikelfilterproblem zu tun haben. Der DPF ist in diesem Fall das letzte Glied in einer Fehlerkette und fungiert quasi als Symptomträger für eine tiefere, motorseitige Ursache.


Die übermäßige Rußbelastung, die zu dem errechneten Füllgrad von 264% führt, muss zwingend von einer fehlerhaften Verbrennung herrühren. Ihre Werkstatt hat mit der Vermutung bezüglich der Delphi-Injektoren bereits den wahrscheinlichsten Hauptverursacher identifiziert. Die frühen OM651-Motoren sind bekannt für ihre anfälligen Piezo-Injektoren von Delphi. Dass vor 15.000 km generalüberholte Injektoren verbaut wurden, ist ein entscheidender Hinweis. Die fachgerechte Instandsetzung dieser hochpräzisen Bauteile ist extrem schwierig und gelingt nur wenigen Spezialisten.Oftmals weisen "günstig" überholte Injektoren minimale Abweichungen im Spritzbild auf oder neigen zum Nachtropfen. Solche Unregelmäßigkeiten führen unweigerlich zu einer unvollständigen Verbrennung und damit zu einer massiven Erhöhung der Rußproduktion,die den Partikelfilter in kürzester Zeit überwältigt.


Die Tatsache, dass Mercedes-Benz selbst seinerzeit Rückrufaktionen durchführte und später auf robustere Magnetventil-Injektoren umstellte, untermauert diesen Verdacht. Hinzu kommt der zweite kritische Faktor: der verbaute Zubehör-Partikelfilter. Auch wenn der Filter neu ist, mangelt es solchen Nachbauteilen oft an der Qualitätder katalytischen Beschichtung aus Edelmetallen. Diese Beschichtung ist aber essenziell, um die Abbrenntemperatur des Rußes während der Regeneration zu senken. Ein minderwertiger Filter benötigt höhere Temperaturen und längere Zyklen zur Reinigung, die das Fahrzeug unter Umständen gar nicht erreichen kann, besonders wenn der Motor durch die fehlerhaften Injektoren bereits Unmengen an Ruß produziert. Es entsteht ein Teufelskreis aus übermäßiger Beladung und ineffektiver Regeneration. Obwohl die Injektoren im Fokus stehen,dürfen wir weitere mögliche Einflüsse nicht außer Acht lassen. Ein häufiger Verursacher für starken Ruß ist eine Undichtigkeit im Ladeluftsystem. Schon ein kleiner Riss in einem Schlauch oder am Ladeluftkühler sorgt für ein zu fettes Gemisch, da die gemessene Luftmenge nicht mehr der tatsächlichen Luftmenge im Zylinder entspricht.


Ebenso ist die Sensorik entscheidend. Die von Ihnen bereits geprüften Sensoren sind wichtig, doch die zum Differenzdrucksensor führenden Schläuche werden oft übersehen. Sind diese verstopft oder undicht, erhält das Steuergerät falsche Daten und leitet Regenerationen falsch oder gar nicht ein. Auch ein klemmendes AGR-Ventil, das permanent Abgase zuführt, würde die Verbrennung stören und die Rußbildung verstärken. Um das Problem endgültig zulösen, muss die Werkstatt systematisch vorgehen. Absolute Prioritäthat die Überprüfung der Injektoren. Eine Rücklaufmengenmessung ist hierfür ein erster, guter Indikator. Weicht ein Injektor stark von den anderen ab, ist er defekt. Noch präziser ist das Auslesen der Mengenkorrekturwerte mit einer Diagnosesoftware wie XENTRY.


Hohe Korrekturwerte zeigen, dass das Steuergerät bereits versucht, einen fehlerhaften Injektor auszugleichen. Parallel dazu muss das gesamte Ladeluftsystem penibel auf Dichtheit geprüftwerden, am besten durch Abdrücken mit einer Nebelmaschine. Erst wenn die Ursache der Rußproduktion zweifelsfrei gefunden und behoben ist– was höchstwahrscheinlich den Tausch der Injektoren gegen hochwertige Neu- oder zertifizierte Austauschteile bedeutet –sollte man über den Partikelfilter nachdenken. Der jetzige Zubehör-DPF ist durch die ständigen, fehlgeschlagenen Regenerationen mit hoher Wahrscheinlichkeit bereits dauerhaft geschädigt und sollte gegen ein Bauteil in Erstausrüsterqualität ersetzt werden. Nach dem Einbau müssen die Lernwerte für den DPF im Motorsteuergerät zwingend zurückgesetzt werden.


Wenn Sie keine weiteren Fragen oder Anregungen mehr haben, würdeich mich natürlich noch sehr über eine positive 4 – 5Sternebewertung von Ihnen freuen.


Vielen Dank für Ihr Vertrauen und alles Gute!


Vielleicht hilft das auch anderen DB-Diesel Eigner, mit ähnlichen Problemen.



Meine Frage lautet nun, wie komme ich an einen zuverlässigen Austausch-DPF/Kat heran, der auch noch bezahhbar ist.

Vor allem, wenn KFZler davon abraten einen günstigen Nachbau zu kaufen. In der Bucht gibt es ja einige Anbieter von originalen MB-DPF, die aufgearbeitet wurden und der alte im Tausch eingesendet werden muss.

Hat jemand mit solchen aufgearbeiteten originalen DPF schon Erfahrung gemacht?



Wäre nett, wenn hier jemand einen Tipp hätte.

Neue günstige "originale" Delphi-Injektoren habe ich bestellt! Die bei MB soviel gekostet hätten, mit dem DPF zusammen, dass ich mir gleich einen gebrauchten W204 hätte kaufen können :300 (166):
 
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