Feder gebrochen? Riesen Problem!

Diskutiere Feder gebrochen? Riesen Problem! im Forum C-Klasse, CLC & 190er im Bereich Mercedes-Benz - Hallo an alle! Gestern Abend wollte ich mit meinem W202, Bj. 94, C180 Esprit, nach Hause fahren, doch an der ersten Kurve nach 200m war...
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Katharina schrieb:
Hallo Langsamfahrer,

nach dem kurzfristigen Erfolg wird jedoch der Bonus bemessen. Die Karawane zieht dann weiter und hat den Flurschaden hinterlassen. In meinem Beruf habe ich ständig mit Kunden zu kämpfen, welche von Investmentbanken irgendwelche Produkte verkauft bekommen haben, wo im vorhinein zu 99% der Mißerfolg vorgegeben war und die nun angst haben.
Die Salesleute solcher Häuser jedoch haben ihren Bonus und niemand kann sich dort mehr an das Produkt erinnern.....

Hallo Katharina,

ich habe beruflich auch mit solchen Fragen zu tun.

Bei angestellten Managern hat man immer das Problem, dass einige (nicht alle) nicht den Profit des Unternehmens sondern nur ihren eigenen steigern wollen (agency Theorie). Dieses Problem hat man bei eigentümer geführten Unternehmen nicht. Übrigens, bei Toyota sind die Managementgehälter wesentlich geringer als bei vergleichbaren Unternehmen in USA oder D. Natürlich strebt Toyota auch nach Gewinn. Dies halte ich auch für die richtige "Antriebskraft". Wenn man nicht nach Gewinn strebt, dann hat man Sozialismus und bekommt maximal einen "Trabi raus". Es ist nur die Frage was der Gewinn ist. Ist Gewinn als kurzfristige Steigerung des Aktienkurses oder als langfristige Steigerung des Unternehmenswert zu sehen. Auch fehlt vielen großen Konzernen der "lange Atem". Sie müssen alle 3 Maonate ihre Quartalszahlen veröffentlichen und die Aktionäre erwarten dort dann immer eine neue Erfolgsstory. Langfristige Projekte sind da dann eigentlich ausgeschlossen.

PS
Es gibt da gerade im Banken/Aktien/Investmentbereich noch einen guten "Merksatz".

Gier frisst Hirn (ist leider manchmal bei den Kunden so. Der erwartete und versprochene Profit ist dann halt wesentlich geringer oder =0).
 
Bevor sich diese heile Forums-Welt in zwei Lager spaltet möchte ich klarstellen, daß ich hier keine Lanze für die Japaner brechen, sondern einen Denkanstoß geben wollte.

Ich habe lediglich festgestellt, daß ich mit meinen Japanern absolut Null Qualitätsprobleme hatte. Und ich bemängele die Mentalität und Selbstherrlichkeit bei den deutschen Herstellern. Mehr nicht !

Natürlich sind Fehler dazu da, daß man sie behebt. Aber dann sollte man auch dazu stehen können und nicht erst auf Druck der Öffentlichkeit handeln!

Natürlich sind die Arbeitsbedingungen in Japan anders als in Europa. Aber sind diese Menschen wirklich so bedauernswert? Sie arbeiten ein ganzes Leben lang in der gleichen Firma. Und ganz besonders wichtig: Sie mußten sich bisher keine Sorgen um ihren Arbeitsplatz machen. Wenn der Laden schief liegt muß das Management gehen, nicht die Arbeiter...

Japaner indentifizieren sich mit ihrem Produkt und sind stolz darauf, wenn sie zu dessen Perfektionierung beitragen können. Bei geringerem Lohn ist der persönliche Einsatz weit höher.

Gibt es hier wirklich Leute, die noch nicht erkannt haben, daß sich auch in Deutschland die Arbeitsbedingungen rapide verschlechtern? Mancher wäre froh, er hätte einen "Knebelvertrag"...

Aber eigentlich kenne ich Knebelverträge nur von den deutschen Autobauern, welche sie mit ihren Zulieferern abschließen. Und diese sind wirklich unter der Gürtellinie ! Lopez ist vergessen, aber seine Auswüchse führen noch heute so manchen Zulieferer in den Ruin.

Ich habe schon einige Werksbesichtigungen bei Mercedes gemacht. Rückwirkend kann ich feststellen, daß ich am Band nicht ein einziges fröhliches Gesicht sah. Alle blickten ziemlich grießgrämig drein. Woran liegt das? Hat da überhaupt jemand Interesse, ein gutes Produkt abzuliefern ??? Etwas mehr Enthusiasmus und Perfektionismus in den Köpfen würde garantiert nicht schaden...

@Verleger: Natürlich ist niemand fehlerfrei und ich möchte auch niemand Nachhilfe in Unternehmensphilosphie geben. Doch im Gegensatz zu Daimler führe ich meine Firma nicht durch Ausrichtung auf Shareholder Value und nicht nach Rezepten von Mc Kinsey und Kienbaum, sondern mit gesundem Menschenverstand. Damit habe ich viel Erfolg und wenig Probleme...
 
Hallo Leute!

Gerade eben rief die MB-Werkstatt an: Die Reparatur geht auf Kulanz! Und zwar beide Seiten! Und das bei einem 12 Jahre alten Auto und über 200.000km. Ich glaube kaum dass dies bei einer anderen Marke auch gegangen wäre, schon gar nicht bei einer Japsenschüssel, falls die überhaupt so alt werden. Wenn ich an den drei Jahre alten Mazda meiner Mutter denke: 30.000km, Lenkung ausgeschlagen, Auspuff defekt, etc. Na ja, immerhin hat mein MB noch den Original-Auspuff...

Grüße an alle
 
VAI schrieb:
Hallo Leute!

Gerade eben rief die MB-Werkstatt an: Die Reparatur geht auf Kulanz! Und zwar beide Seiten! Und das bei einem 12 Jahre alten Auto und über 200.000km. Ich glaube kaum dass dies bei einer anderen Marke auch gegangen wäre, schon gar nicht bei einer Japsenschüssel, falls die überhaupt so alt werden. Wenn ich an den drei Jahre alten Mazda meiner Mutter denke: 30.000km, Lenkung ausgeschlagen, Auspuff defekt, etc. Na ja, immerhin hat mein MB noch den Original-Auspuff...

Grüße an alle

Hallo VAI

Super,dass es geklappt hat,für ein solch "altes Auto"eine kostenlose Reperatur zu kriegen.Das ist halt Kundenservice. :)
Der einzig schahle Nachgeschmack bleibt,wenn man sich eine Autobahnfahrt vorstellt mit 200 km/h. :coolio3:

Das mit den Japanern ist auch nicht besser,schließlich fing mein Nissan im Motorraum an zu brennen,auch nicht wirklich prickelnd.Zum Glück hatte ich 'ne Flasche Mineralwasser dabei,um die Geschichte zu löschen.

Man kann also feststellen,das es überall mal "knallt".
Hat der erfahrene Kontrollfuzie gerade Urlaub ,wenn dein Auto zusammengebaut wird,kann es zu solchen "fuckups" kommen.

Also hebt die Tassen auf den Benz,ich hab mir nämlich erst einen gekauft.

mfg Kai
 
Hallo Langsamfahrer,

das Grundproblem sehe ich in der aus den USA kommenden Vergütungsstruktur, welche mittlerweile in manchen Bereichen lächerliche Gehälter mit extremen Bonimöglichkeiten verbindet. Persönlich komme ich ja aus dem Mutterland des Privat Banking, wo seit jeher auf zuverlässige Kapitalmehrung geachtet wurde. Ich kenne jedoch einige Entwicklungen, wo die CEO sich fragen, warum der Konzernkollege in den US ohne Bonus $12Mio verdient, sie selbst jedoch deutlich weniger. Schaue Dir nur einmal einen ehemaligen Traineé aus meinem Bereich an, der damals schon als Überflieger galt und nachdem es nicht ganz so klappte die Nationalität des Arbeitgebers wechselte.
Was ich in der Ecke als Problem sehe, das die nur für Händler üblichen Boni in den Sales & Merger & Acquisition Bereich übernommen wurden, was letztendlich der optimalen Kundenbetreuung wiederspricht.

Zum Thema Japan erinnere ich nur an die End80iger Jahre.

Re: Vai,

eigentlich geht eine Kulanzabfrage sehr schnell, d.h. sofort.
 
Hallo Katharina,

der Wechsel der Nationalität des Arbeitgebers hat auch noch andere Vorteile. Als CEO musst du ja in allen Ländern präsent sein. Also, was liegt näher: Du brauchst sofort ein großes Flugzeug. Diese kleine Statussymbol muss natürlich etwas größer sein, als das deine Mitbewerber. So kannst du jetzt geschützt vor deinen Mitbürgern und Aktionären um die Welt Reisen. Die Aktionäre haben aber auch was davon: Sie dürfen es zahlen.

Eine Steígerung ist dann nur noch möglich, wenn es dir gelingt, dass du deinen Aktionären die Eröffnung einer kleinen Filiale auf dem Mond als neue Erfolgsstory verkaufst. Jetzt reicht das Flugzeug nicht mehr und du brauchst dann eine Rakete (nein Rakete ist schlecht, man kommt dann ja nicht mehr zurück; besser ist wohl ein Space Shuttle).

Leider liegt der Fehler auch etwas im System. Wenn ein Unternehmen gutes Geld verdient und in seinem Bereich nicht mehr wachsen kann, dann hat der CEO ein Problem. Entweder er schüttet die Gewinne an seine Aktionäre aus (was er in der Regel nicht will), oder er muss das Geld so investieren, dass er mindestens die Rendite wieder erreicht, die sein eigenes Unternehmen hat. Also kauft er andere Unternehmen dazu.


Viele Grüße
Langsamfahrer
 
Der Kulanzantrag, gerade bei Rost Sachen kann schon mal mehrere Tage dauern, wenn die Anfrage zum manuellen Sachbearbeiter weitergeleitet wird! Die positive Entscheidung habe ich mir auch gedacht.

Chris
 
ravens1488 schrieb:
Der Kulanzantrag, gerade bei Rost Sachen kann schon mal mehrere Tage dauern, wenn die Anfrage zum manuellen Sachbearbeiter weitergeleitet wird! Die positive Entscheidung habe ich mir auch gedacht.

Was sagt denn die Kulanzabteilung so tendienziell zu Federbruch (Bruch der Feder selbst und nicht der Aufnahme) - ist man da ähnlich kulant?
Beim meinem Bj.1997 ist dies passiert (ca. 95000km) - aber von Kulanzantrag hat niemand was erwähnt...
 
Hallo Alle

Weiß jemand zufällig,ob das Federhalterungsproblem durch alle Baujahre existiert?
Wir haben unseren Benz ja zum ziehen mit dem Wohnwagen angeschafft und wollten eigentlich Probleme dieser Art nicht "einkaufen".

über Info würde ich mich freuen.

Gruß Kai
 
Bei Federbruch ist es wieder eine andere Sache, da gibt es Erfahrungsgemäss nichts! Das Problem ist meine ich durch die ganze Baureihe, wobei es sehr selten vorkommt im Vergleich dazu wieviele Fahrzeuge rumfahren, ist bei C-Klasse W202 und E-Klasse W210.

Chris
 
Der MB-Werkstattmeister sagte mir, dass dies nicht die Regel ist, die meisten Autos bleiben von diesem Defekt verschohnt. Er selbst hat einen C 200, Bj. 93 und bei ihm sei an den Federaufnahmen alles in Ordnung. Er räumte aber ein, dass die Konstruktion der Aufnahmen beim W123, 124, 126 einfach besser gelöst war und dass man das immer wieder DC rückgemeldet hat... Vielleicht lernen Zetsches Ingenieure daraus?
 
Württemberger schrieb:
Hallo VAI

Der einzig schahle Nachgeschmack bleibt,wenn man sich eine Autobahnfahrt vorstellt mit 200 km/h. :coolio3:

mfg Kai

Hallo Kai, ja in der Tat, dieser extrem schahle Nachgeschmack bleibt. Da hab' ich einfach nur Glück gehabt...

Grüße
 
Zum thema kulanz und federn:

bei unserem W 211 wurde festgestellt, dass die federn hinten am filter sind. Wieso auch immer....
Das habe ich allerdings schon seit jahren gemerkt, sprich kurz nach auslieferung. Nun ist der zustand sowas von heftig geworden, dass auch meine eltern meinten, das auto in die werkstatt bringen zu müssen. Ergebnis: nur 50% kulanz, beudetet mit einbau und teilen ganz grob gerechnet 1300€.

So mal als vergleich ;)
 
12 Jahre

VAI schrieb:
... Vielleicht lernen Zetsches Ingenieure daraus?

Hallo VAI!

Was sollen "Zetsches Ingenieure" denn lernen? :confused: Erklär's uns mal genauer ... :D

1) Es sind nicht Zetsches Ingenieure, sondern Angestellte! ;) Oder meinst Du, jeder Firmenchef hat ein paar Ingenieure als Leibeigene? :D

2) Bei einem 12 Jahre alten Auto kann so etwas vorkommen.

3) Bist Du den Wagen die ganzen 12 Jahre gefahren und weisst Du genau, was mit dem Wagen in dieser Zeit passiert ist?

4) Wenn es ein Material-/Fertigungsfehler war, was können die Ingenieure dafür? Hier hat die Qualitätskontrolle bei der Herstellung versagt, bzw. die Fertigungsqualität der Bauteile war einfach noch nicht so gut wie heute. Vielfach werden solche Teile zugeliefert ...

5) Wenn Du glaubst, dass Ingenieure bei einem Automobilhersteller noch etwas zu sagen haben, dann würde ich empfehlen, Du holst noch einmal ein paar Informationen ein ... :D


In diesem Sinne,

:hello:
 
Patrick schrieb:
2) Bei einem 12 Jahre alten Auto kann so etwas vorkommen.

Federbruch hatte ich schon bei meinem ehemaligen 4 Jahre alten VW Passat.
Ich ließ sie defekt (unterste Windung) hatte mich nicht gestört... :D
 
... und....!

.... Federbruch selbst gab es schon zu Zeiten der BR 123 und auch früher schon und auch bei "Fremdfabrikaten" ....

Dies soll bitte nur als Hinweis zum Federbruch selbst verstanden werden, nicht für die Federaufnahmen ...

Viele Grüße
Peter :hello:
 
Danke nochmal für die Antworten.
Die Fronttriebler meine ich auch garnicht.Die haben ja Mc Pherson Federbeine,die sowieso Biegemomente aufbauen und tordieren,das da mal was bricht ist schon klar.
Ich war eben ein bisschen erschrocken über die Federhalterungen meines S202 .Ich hoffe,dass im Gespannbetrieb alles glattgeht. :)

mfg Kai
 
Patrick schrieb:
Hallo VAI!

Was sollen "Zetsches Ingenieure" denn lernen? :confused: Erklär's uns mal genauer ... :D

:hello:

So wie ich's geschrieben hab - von den Baureihen W123 124, 126 lernen! Offenbar gab's solch eklatante Sicherheitsprobleme dort nicht. Und es ist vollkommen egal wie alt das Auto ist, ob 5- oder 20 Jahre, so etwas darf nicht passieren, weil es 1. nicht ersichtlich ist (da ist Bitumenzeugs drauf und man müsste es erst abmachen um zu sehen dass da Rost ist) 2. Bedarf dieses Element keinerlei Wartung und ist im Serviceplan für die C-Klasse auch nicht aufgeführt. Und trotzdem verbirgt sich unter Lack und Bitumen eine Todesrisiko.
Die Federaufnahme (ich hab' sie im abgerissenen Zustand ja gesehen) ist eine liederliche Blechkonstruktion, beim W123 war das ganz anders gelöst und hätte dort nie passieren können, eher wären dort die Dome der Stoßdämpfer durchgerostet, was man aber per Blick unter die Motorhaube rechtzeitig bemerkt hätte.

Falls Du ein intellektuelles Problem damit hast ironisch angehauchte Formulierungen von nicht ironischen zu Unterscheiden, Stichwort "Zetsches Ingenieuere", mach mir einen Vorschlag wie man das künftig anders machen kann. Vielleicht hätte ich sollen eine Armada von zwinkernden Smileys einsetzen ;). Trotzdem sind es seine Ingenieure, denn sie arbeiten für sein Unternehmen und nicht für Opel.

Grüße
 
Hallo Langsamfahrer,

als alternative hast Du noch das interne Umstrukturieren nicht erwähnt. Man gliedert Bereiche aus, ich denke hier an das Privat Banking um sie einige Jahre später wieder zurückzugliedern.
 
Hallo Dedes-Fan,

persönlich möchte ich anmerken, das die japanischen Arbeiter keineswegs „schlechte“ Bezahlt, bzw. vergleichbar geringere Löhne als europäische erhalten. Das ist eines der Probleme der japanischen Industrie, weswegen einige Firmen und weniger bekannte Zulieferer heute im indonesischen Raum fertigen lassen, um geringere Lohnkosten zu haben.

@ Boborola,

meine Erfahrung mit einer AMG Feder nach 6 Jahren und 2 Wochen lautet: Kulanz = 0, Aussage eines besonders „intelligenten“ aus Maastricht: „Was wollen sie den, ihr Auto ist im 7 Jahr“
Wenn ich jetzt noch den Tausch einer hydraulischen Steuereinheit dazu rechne, mit welcher ich seit dem Neukauf direkt oder indirekt Probleme hatte, natürlich siehe oben „7tes Jahr“, kommt schon die eine oder andere Frage auf :D

@ Ian,

der .076 ist doch noch gar nicht so alt? 3 – 4 Jahre?
Ich habe am Wochenende gehört, nächstes Jahr kommt ein viersitziges Coupé ähnlich dem Kyalami auf den Markt. :D -> ;).
PS: Siehe Dir einmal auf dem Markt den F 116 CL an. Für weniger als ½ Preis des C 209.377 bekommst Du mit Hersteller-Gebrauchtwagengarantie 4 Sitze mit vergleichbaren Fahrleistungen und dem klassischen Sound.
 
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Thema: Feder gebrochen? Riesen Problem!

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