Geisterfahrzeuge mit Distronic

Diskutiere Geisterfahrzeuge mit Distronic im Forum E-Klasse & CLS Forum im Bereich Mercedes-Benz - Der folgende Text ist etwas länglich (sorry). Ich möcht aber die (stolzen) Distronic-Besitzer doch um den Gefallen bitten, es mal durchzulesen ...
Hallo billigothi
ET-NR=Ersatzteilnummer
Nochmals:Mich interessieren die SW/HWstände des DTR-Steuergerätes,wenn möglich kannst DU am Radarkopf im Motorraum die ET-NR sowie den Q-Stand oder Produktionsdatum ablesen?Datum ist meistens als 01/05 Monat/Jahr angegeben.Das Produktionsdatum des DTR-STG ist über die Stardiagnose auslesbar.Unter den Istwerten gibt es einen Punkt:Lenkradabweichung,welchen Wert wird dort angezeigt?
weiter ist die Anlernphase zu Prüfen,wurde diese vom STG vollkommen ausgeführt?
Am besten lässt Du DIr alles Ausdrucken.

Gruss D2B
 
@ D2B

Nachdem mein Sternchen heute morgen "Schüttelfrost" im Leerlauf hatte, war ich mal beim "Doktor" zum Erstellen einer STAR-Diagnose. Den Kurztest hab' ich mir gekrallt, und somit kann ich ein paar Infos zu meiner Distronic kund tun.

Eingangs-Kurztest-Protokoll:
MB-Nummer: 0325455632
HW-Version: 02.2002
SW-Version: 41.2001
Diagnoseversion: 0/02
Pin: 15

Erster Aufkleber auf dem Sensor der Distronic:
A211 540 06 17 Q3

Zweiter Aufkleber auf dem Sensor der Distronic:
Model: ARS 100-3
Seriennummer: 0231263407
R01YKA1001


Mann oh Mann, Ende November war mein Sternchen das letzte mal zur Nachbesserung. Und inzwischen spuckt der Kurztest schon wieder jede Menge Fahler aus:
- 2021: Raildruck zu klein (daher kam angeblich das morgendliche Schütteln)
- 9033: klappbare Schalterleiste
- 9091: Parktronic
- 9853 bis 9856: alle vier Sitzheizung durchgebrannt (warm wird's trotzdem)
- 9800: Standheizung will nicht
- 911F: von KI nach unteres Bedienfeld, CAN gestört
- D242: CD-Laufwerk Lesefehler
- D001: Watchdog-Fehler
- 938D: Steuergerät UBF sendet nicht

Chris
 
Hallo billigothi2
dein DTR-STG ist nicht gerade die neuste ausführung.Deine ET-Nr hat 2 mal ersetzt auf folgende Nummer 033 545 63 32,natürlich heisst das nicht dass dein Fehler damit behoben ist.Warum mann aber im Werk keine Lösung für dein Probs hat ist mir unverständlich.Wenn ich einen Neuwagen mit DTR finde schau ich dort nach dem Q-Stand am Radarauge.

Gruss D2B
 
habe meine c320 cdi combi mit distronic seit ende mai im einsatz. eigentlich keine derartigen probleme. natürlich zeigt er manchmal in autobahnkurven das fehrzeug auf der nebenspur, aber es ist meist mit dem lenkeinschlag schon vorhersehbar. Keine Beanstandungen gibt es bei autobahn geradeaus, kann mich also ohne probleme an einen lkw vor mir "hängen" und mit diesem mittuckern.
 
C 320 CDI?

jschmuker schrieb:
habe meine c320 cdi combi mit distronic seit ende mai im einsatz. eigentlich keine derartigen probleme. natürlich zeigt er manchmal in autobahnkurven das fehrzeug auf der nebenspur, aber es ist meist mit dem lenkeinschlag schon vorhersehbar. Keine Beanstandungen gibt es bei autobahn geradeaus, kann mich also ohne probleme an einen lkw vor mir "hängen" und mit diesem mittuckern.

Hallo, ist es nicht ein E 320 CDI? :D Und was ist ein t 320 tdi?! :confused:

Meinst Du ein E 320 CDI T-Modell???
 
spiegel-online schrieb:
...
Behutsam schließlich wird die Öffentlichkeit mit verschiedenen Ausbaustufen der Systeme an die digitalen Beifahrer gewöhnt.

Beispiel Abstandsmessung: Bereits ist die so genannte Adaptive Cruise Control (ACC) für Oberklasseautos wie VW Phaeton und Mercedes S-Klasse zu haben. Dort beschränkt sich das System mit dem Namen eines Hustenlösers auf den Tempomat-Betrieb. Das heißt: Der Fahrer gibt am Tempomat die gewünschte Reisegeschwindigkeit ein. Reicht dafür die Distanz zum Vordermann nicht mehr aus, zum Beispiel, wenn ein Auto auf die eigene Spur einschert, bremst ACC ab. Ist die Bahn wieder frei, wird aufs Wunschtempo beschleunigt.

Bisher funktioniert das Spiel nur bei Geschwindigkeiten oberhalb von 30 km/h. Künftig wird die Elektronik zusätzlich das nervige Stop-and-go in einem Verkehrsstau beherrschen. Die Predictive Safety Systems (PSS) sagen als nächste Stufe Gefahren voraus und werden dezent, aber deutlich warnen.

Abstandssensoren bremsen den Tempomat: Bisher gab es das nur in der Luxusklasse, nun kommt auch der neue VW Passat mit dieser Technik
Auf der Bosch-Teststrecke funktioniert das schon heute so: Nähert man sich einem Hindernis, geht plötzlich ein kleiner Bremsruck durch das Auto. Der Schreck ist groß, der Fuß blitzschnell auf dem Bremspedal. Sollte sich der Fahrer noch unsicher gewesen sein, hilft die Elektronik beim Bremsdruck nach.

Für die Ingenieure ist solch eine Einmischung ein Drahtseilakt. Entwicklungsleiter Knoll sieht ein kombiniertes System vor: Erst die Warnung, dann die Vollbremsung, wenn der Fahrer nicht reagiert. "Das Assistenz-System greift erst dann mit einer Notbremsung ein, wenn der Unfall nicht mehr zu vermeiden ist", erklärt er das Prinzip dahinter. Das heißt: Es kommt trotz automatischer Bremsung zum Crash, aber mit viel geringerer Geschwindigkeit.

Selbst im Ernstfall der automatischen Vollbremsung will man nicht durch zu viel Kontrolle verschrecken. "Die Verantwortung liegt beim Fahrer", erklärt Kallenbach. "Damit muss auch die letzte Entscheidung immer ihm vorbehalten bleiben." Sicher auch ein Problem der Produkthaftung, wenn das System doch irrt. Man denke nur an einen Auffahrunfall, der durch eine automatische Vollbremsung erst ausgelöst würde.
...
http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,343090,00.html
 
Die elektronische (Komfort-) Spielereien werden immer ausgefeilter um alltägliche (Routine-) Aufgaben zu übernehmen (z.B. ACC, Einparkassi,...). Aber, Systeme die den Fahrer bevormunden dürften es auch in Zukunft schwer haben. Alle Verkäufer mit denen ich bisher gesprochen habe, meinten, dass sie so gut wie keine Distronic in der E-Klasse verkaufen (manchmal in der S). Wenn schon so eine Komfortfunktion nicht an den Mann zu bringen ist, wie sollen dann noch teurere Fahrer-Entmündigungssysteme verargumentiert werden.

Wir können ja mal eine kleine Umfrage starten. Wer würde sich so ein Kollisions-Abschwächungs-Dingsbums für (sagen wir mal) 3000 Euro Aufpreis nehmen? Vorsicht, bedenkt dabei, das ist dann nicht nur eine kleine Hilfe die sich hin und wieder mal akkustisch meldet. Nein, immer wenn dieses System der Meinung ist, es wird brenzlig, dann steigt es voll in die Eisen. Der Fahrer hat da keinen Einfluss mehr und ihm wurde die Entscheidungsfreiheit genommen.

Wie schwer es ist, komplexe Fahrsituationen zu erkennen, sieht man an der Distronic. Sie ist nicht schlecht, aber doch noch sehr weit von der Intelligenzleistung eines Menschen entfernt. Tja, und einen Unfall vorher bzw. schneller als ein Mensch zu erkennen, dürfte doch etwas aufwendigere Regelsysteme als bei der Distronic erfordern.

Chris
 
billigothi schrieb:
Wer würde sich so ein Kollisions-Abschwächungs-Dingsbums für (sagen wir mal) 3000 Euro Aufpreis nehmen?

Moin Chris,

ich würd's auch nicht für 30 Euronen nehmen!

Gruß
Mikele
 
Mikele schrieb:
Moin Chris,

ich würd's auch nicht für 30 Euronen nehmen!

Gruß
Mikele

Das Problem dürften die 1800 Euronen sein. Für "zivile" 300 € (so à la Sitzheizungsaufpreis) würde es wohl die Mehrheit nehmen. Meine Theorie. Letztendlich ist es nicht schlecht.
 
naja, aber so gesehen ist es nichts anderes als "aktives Presafe" - finde ich

wenn sich mit hoher geschwindigkeit einem hinternis nähert und das ding z.b. beim halben/dreiviertelsten anhalteweg vor dem hindernis voll in die eisen geht wird geschwindigkeit abgebaut - das im crashfall denke ich mitunter lebensrettend
 
Hallo Chris,

genau in der Unfallhaftung sehe ich eines der großen Probleme von Systemen, welche eine „unfallverhindernde“ Notbremsung einleitet. Im Falle einer Notbremsung aufgrund einer „Geistererscheinung“ – i.e. Papier, Hase etc., aufgrund der ein nachfolgendes Fahrzeug nicht mehr abbremsen kann und auffährt, dürfte es schwierig sein, die Versicherungsfrage zu klären.
 
@ E-Klasse-Käufer & takabo84

Unser Kollisions-Abschwäch-Dingsbums (KAD) ist schon wesentlich mehr als Presafe. Die Idee die dahinter steckt ist zwar die Gleiche - die Auswirkungen eines Unfalls minimieren. Nur, Presafe spielt sich im Wageninneren ab. Da werden sie Sitze ein bischen bewegt, die Airbags scharf gemacht, Schiebedach geschlossen,... Unser KAD greift dagegen in den Kurs des Fahrzeugs ein. Ab den Augenblick, wo KAD meint es droht ein Unfall, ist der Fahrer zum Passagier degradiert. Wenn Presafe sich irrt, dann sitzt man halt etwas unbequemer. Wenn KAD sich irrt, sitzt man vielleicht (noch viel unbequemer) auf der Kühlerhaube eines 30-Toners.

Möglicherweise will man sogar einen leichten Rempler in Kauf nehmen, um einen schwereren Unfall zu vermeiden. Mit KAD ist man in so einer Situation entmündigt. (KAD macht nur Sinn, wenn es nicht deaktivierbar ist.)


@ Otfried

Ich glaub' du hast verstanden, was mir (unter anderem) beim KAD Sorgen macht. :rolleyes:


@ all

Also nochmal an alle, bedenkt folgende Spielregeln, wenn ihr auf die Frage (in meinem obigen Beitrag) antworten.

KAD ist immer aktiv und kann nicht ausgeschaltet werden. KAD entscheidet absolut eigenmächtig was eine brenzlige Situation ist. Das kann auch eine drohende Kollision mit einem Hamster auf der Autobahn sein. Wenn KAD einschreitet, ist man Passagier. KAD ist kein unterstützendes Regelsystem wie z.B. ABS, ESP oder Bremsassi. Es arbeitet und handelt vollkommen autonom und kann nicht over-ruled werden.

Chris
 
Otfried schrieb:
genau in der Unfallhaftung sehe ich eines der großen Probleme von Systemen, welche eine „unfallverhindernde“ Notbremsung einleitet. Im Falle einer Notbremsung aufgrund einer „Geistererscheinung“ – i.e. Papier, Hase etc., aufgrund der ein nachfolgendes Fahrzeug nicht mehr abbremsen kann und auffährt, dürfte es schwierig sein, die Versicherungsfrage zu klären.

Otfried,

die Entwickler werden dann agrumentieren, dass Fahrzeuge dann eben eine "Black Box" haben müssen mit denen man das Fahrverhalten aufzeichnet ganz so wie heute schon im Flugverkehr, und so nach Auftreten eines Unfalls auf diesen Daten aufbauend die Versicherungsfrage klären kann. Dies ist nicht gerade leicht mit meinem Verständnis der Freiheit eines Autofahrers zu kombinieren.

Gerüchteweise soll es inzwischen schon Hersteller geben die im Notrufsystem TeleAid/eCall/Onstar Fahrzeugunfalldaten speichern wobei dies den Fahrern oder Kunden nicht direkt mitgeteilt werde?
 
Mercedesfahrer schrieb:
dass Fahrzeuge dann eben eine "Black Box" haben müssen mit denen man das Fahrverhalten aufzeichnet ganz so wie heute schon im Flugverkehr, und so nach Auftreten eines Unfalls auf diesen Daten aufbauend die Versicherungsfrage klären kann. Dies ist nicht gerade leicht mit meinem Verständnis der Freiheit eines Autofahrers zu kombinieren.
Hallo Mercedesfahrer,

nach unserer momentanen Rechtsprechung muss sich niemand selbst belasten. Daher koennen momentan keine Black-Boxes, die evtuelles Fehlverhalten des Fahrers aufzeichnen, eingebaut werden.
Ob die Black-Boxes in der Lage waeren, jeden Fehler des KAD aufzuzeichnen ist auch fraglich. Wie oft faehrt man in die Werkstatt wegen eines sporadisch auftretenden Fehlers und kriegt dann zu hoeren: "Wir koennen nichts finden. Im Fehlerspeicher ist nichts hinterlegt."?
 
Ein KAD kommt mir nicht ins Auto. Nie! Wenn ich allein schon daran denke, wie die Distronik schreit, weil sie der meinung ist, jetzt kracht's gleich weil der bremsweg nicht mehr reicht, wird mir speiübel. :jörg: Dabei handelte es sich bei mir nur um Überholmanöver, bei dem ich mit kurzem Abstand zum vorderen LKW links ausgeschehrt bin.
Die Distronik meinte wohl, ich fahr dem LKW gleich hinten drauf.

Was würde in so einem Fall ein KAD machen? Vollbremsung?
 
....eine drohende Kollision mit einem Hamster auf der Autobahn sein...
Hallo Chris,

genau an solche „Erscheinungen“ dachte ich. Es folgt dann eine Notbremsung..................

@ Mercedesfahrer,

über verdeckt abgespeicherte Daten habe ich auch schon viel gehört und möchte sie nicht verneinen ;). Gerade bei mir, wo es bei dem Neufahrzeug Probleme mit der Kraftübertragung gab, war ich schon bei 7/99-9/99 erstaunt, was alles abgespeichert wird. Ich gehe davon aus, das die neuen Fahrzeuge noch komplexer sind.

Wobei sich natürlich die Frage stellt, was abgespeichert wird? Der geortete – ich liebe es – „Hamster“ – genannte „Objekt“ in x Metern voraus. In diesem Fall müßte der Fahrer nach meiner Meinung DCX „beweisen“ das kein „Objekt“ „voraus“ war.

Ich erinnere nur an die „Funktionsfähigkeit“ der Einparkhilfen ;)
 
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