Ist die E Klasse langstreckentauglich?

Diskutiere Ist die E Klasse langstreckentauglich? im E-Klasse & CLS Forum Forum im Bereich Mercedes-Benz; Auf der Page http://www.dooyoo.de/review/320044.html lobt Slarty den W210 in höchsten Tönen. Er kann sich jedoch mit dem Sitzkomfort überhaupt...

  1. Relax

    Relax Aspirant für CLS Coupé

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    Auf der Page http://www.dooyoo.de/review/320044.html lobt Slarty den W210 in höchsten Tönen. Er kann sich jedoch mit dem Sitzkomfort überhaupt nicht anfreunden und stellt die Langstreckentauglichkeit der Sitze in Abrede. Hier sein Bericht:

    Vorteile: geile Motorleistung, super niedriger Verbrauch
    Nachteile: selbst ein Trabbi ist auf langen Strecken bequemer

    Produktbewertung:

    Da mein Kollege und ich einen Termin im Ruhrpott hatten und wieder einmal kein Flieger aufzutreiben war, gönnten wir uns für die immerhin knapp 1.400km dieses Auto als Mietwagen von Sixt. Denn aufgrund des niedrigen Verbrauchs und vor allem des niedrigen Diesel-Preises hat sich das Auto im Vergleich zu unseren privaten, recht betagten Benzinern schon fast selbst gezahlt.

    Zuerst das positive: die Fahleistungen lassen eigentlich keine Wünsche offen. Die 125kW reichen trotz Automatik mehr als aus, um die nicht gerade leichte Kiste in jeder Situation kraftvoll zu beschleunigen - egal ob aus dem Stand oder auch noch bei 200km/h. Gewöhnungsbedürftig ist zwar, daß die "Kupplung schleift", sprich beim Gasgeben geht der Drehzahlmesser schlagartig hoch und der Wagen beschleunigt langsam bis zu der dazugehörigen Geschwindigkeit, aber daran hat man sich relativ schnell gewöhnt. Die Straßenlage ist für eine Limousine sehr gut und der Wagen war in jeder Situation einwandfrei zu beherrschen - auch bei einer Notbremsung auf der Autobahn mit knapp 220km/h.

    Den Verbrauch kann man eigentlich nur als traumhaft bezeichnen. Beim hochfahren konnte ich bis Kassel "nur" zwischen 160 und 180 fahren - mit 6.4l/100km. Wau! Mein betagter 260E wäre da mit mindestens 10l/100km dabei gewesen. Nach Kassel war dann endlich völlig frei und ich durfte die noch fehlenden ca. 150km bis zu unserem Hotel mit permanent 230km/h fahren. Dabei ging der Verbrauch zwar schlagartig auf 9.5l/100km hoch - aber das ist ja immer noch vergleichweise lächerlich wenig. Die Rückfahrt war dann ziemlich durchwachsen und wir schafften einen Schnitt von 123km/h bei einem Verbrauch von 7.4l/100km. Wobei aber auch hier das letzte Stück ab Nürnberg den Verbrauch hochtrieb, da wir beide nicht mehr sitzen konnten (siehe unten!) und daher fast nur über 200 fuhren.

    Erwähnenswert ist auch der Tempomat. Es war meine erste, wirklich lange Strecke mit diesem Hilfsmittel. Und ich möchte es eigentlich nicht mehr missen, da ich meinen rechten Fuß insgesamt nur etwa 30mal zum stärkeren Abbremsen gebraucht habe - den Rest erledigten die Elektronik und meine linke Hand. Allerdings habe ich leider keine bequeme Stellung für meinen so entlasteten Fuß gefunden. Gut, ich hätte schon - aber die war nicht gerade verkehrssicher, weil ich viel zu weit von der Bremse wegmusste. Und den Fuß immer über dem Gas oder der Bremse schweben zu lassen, ermüdet ungemein und führt sogar mitunter zu Krämpfen im Fuß. Aber ich denke, daß es irgendwo sicher eine ideale Stellung gibt - man muß sie "nur" finden...

    Gar nicht zufrieden bin ich aber mit dem Reisekomfort als Fahrer. Eigentlich bin ich von Mercedes gewöhnt, in München einzusteigen und in Hamburg topfit auszusteigen. Zumindest bei meiner "alten" E-Klasse. Dies ist in der "neuen" aber leider nicht mehr der Fall. Drei Gründe:

    1. Die Sitze sind schweinehart. Nach 4 Stunden taten meinem Kollegen und mir trotz ausgiebiger Pausen die Hinterbacken weh. Das darf in einer Reiselimousine einfach nicht passieren.

    2. Die mittlere Armstütze ist ebenfalls steinhart und außerdem saublöd positioniert. In meiner alten Kiste ist sie erstens watteweich gepolstert und zweitens am Sitz montiert und daher immer ideal zum Ablegen des Ellenbogens. Im aktuellen Modell hingegen ist sie wohl eher als Abdeckung für das darunterliegende Kühlfach gedacht und ich habe keine Sitzposition gefunden, in der sie nur annähernd so bequem war wie in meinem alten Modell.

    3. Das Problem des linken Armes. Auf langen Strecken immer fahrschulmäßig "10 vor 2" zu fahren, läßt einem schnell den Arm abfallen. Das Lenkrad "im Schoß" zu greifen ist leider auch nicht bequemer und außerdem nicht gerade verkehrssicher. Also liegt in meiner alten E-Klasse der rechte Ellenbogen auf der mittleren Armstütze und ich greife rechts unten/mitte und der linke Ellenbogen liegt auf der schön sanft abgerundeten Fensterkante und ich greife dort links oben. So bin ich ohne Ermüdung schon hunderte von km am Stück gefahren. Außerdem ist diese Haltung absolut verkehrssicher, da man im Ernstfall blitzschnell lenken kann (habe das leider auch schon in der Praxis erlebt). Die "neue" E-Klasse hat hingegen eine dickere Tür und daher eine flache Fensterkante, die dann recht scharf abgewinkelt ist. Der Ellenbogenknochen liegt also entweder auf der steinharten Oberseite - oder der "Musikantenknochen" rastet an der scharfen Kante ein. Autsch!!!

    Alles in allem habe ich die ganzen 1.400km bzw. 12 Stunden Fahrt immer wieder leichte Veränderungen vorgenommen - aber keine wirklich bequeme Stellung gefunden. Dementsprechend stiegen wir sowas von gerädert aus, dass es eine wahre Freude war. Mir tun immer noch der Sitzknochen und der linke Ellenbogen weh.

    Jedenfalls war es eine Wohltat, anschließend in meinen alten Benz zu steigen und die dortigen wunderbar wichen Sitze zu geniessen...


    Fazit: technisch gesehen ist der E 270 CDI ein geiles Gefährt. Vom Komfort her bin ich jedoch herb enttäuscht. Denn selbst wenn man sich die teureren Sitze gönnt, bleibt das Problem der Armablage.

    Ich hatte eigentlich mit dem Gedanken gespielt, mir nächstes Frühjahr genau dieses Modell zuzulegen - aber dieser Traum ist geplatzt wie eine Seifenblase. Denn für dieses Geld bekomme ich von anderen Herstellern wirklich bequemere Autos...

    Weiterempfehlung an Freunde: Nein
    Zuverlässigkeit: sehr gut
    Fahreigenschaften: sehr gut
    Verbrauch: sehr gering
    Preis-Leistungs-Verhältnis: gut
    Platzangebot: sehr geräumig
    Verarbeitungsqualität: sehr gut
    Reisekomfort: sehr schlecht
    Nutzung des Fahrzeuges: vorwiegend dienstlich
    Baujahr Ihres Fahrzeuges: 2000
    Fahrleistung im Jahr mehr als 30000 km


    Wie empfindet Ihr den Komfort der W210 und W211 Sitze?

    Kann man allenfalls hier mit Sonderausrüstung Abhilfe schaffen?
     
  2. deejay

    deejay Alter Hase

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    Bei Langstrecken würde ich die Komfortsitze wählen mit der Fahrdynamikregelung! Da kommt auch der W 210 nicht mehr mit!!!!!

    Das wars schon:cool:
     
  3. #3 Dieselwiesel, 23.07.2002
    Dieselwiesel

    Dieselwiesel Crack

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    Hallo,

    kann über den Langsterckenkomfort nicht mekern ist sogar noch besser als im alten W-123 wo wir auch sehr lange Strecken zurücklegten.

    Habe im W-210 den Multikontursitz, damit findet eigentlich jeder eine optimale Sitzposition und bei langen Strecken ist es auch mal ganz angenehm damit rumzuspielen.

    Die Mittelarmlehen finde ich optimal, allerdings hängt das natürlich von der Sitzposition ab.


    Gruß Christian
     
  4. #4 Otfried, 24.07.2002
    Otfried

    Otfried Moderator

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    Hallo zusammen,

    auch ich fuhr {fährt jetzt mein Vater} von 3/98 – 9 /99 ein W 210.074, welcher jedoch mit Multikontursitz ausgerüstet war. Ich empfand bei meiner "Standardstrecke" von 570 Kilometern nicht, das man schnell in dem Fahrzeug ermüden würde oder unbequem sitzt. Selbst bin ich 198 "klein" und stelle den Sitz zumeist weit nach hinten, so das ich die gepolsterte Armlehne auf der Mittelkonsole nutzen kann. Jedoch empfand auch ich die Konstruktion im W 124 {W 124.030/M 103.980 32. & W 124.036/M 119.974 6.0} als bequemer. Gegenüber den älteren DCX Sitzen werden die Sitze jedoch immer Konturmäßiger, um dem Fahrer einen besseren Seitenhalt zu bieten.
    Beim neuen W 211 sind die Sitze sogar noch mehr an den V/W 220 herangerückt.
     
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