Marken-Produkte als Darsteller in Kinofilmen

Diskutiere Marken-Produkte als Darsteller in Kinofilmen im Smalltalk um den Mercedes Forum im Bereich Allgemeines; Berlin, 16. Jul - Schauspieler steigen in Filmen in gut sichtbare Autos, fliegen mit einer großen Fluglinie, trinken weltbekannte Brause: Ohne das...

  1. Elch

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    Berlin, 16. Jul - Schauspieler steigen in Filmen in gut sichtbare Autos, fliegen mit einer großen Fluglinie, trinken weltbekannte Brause: Ohne das so genannte Product Placement kommt heute fast kein Kino- oder Fernsehfilm mehr aus.

    In der diese Woche startenden Actionkomödie "Men in Black II" spielt die neue E-Klasse von Mercedes fast schon eine Hauptrolle. So streiten sich etwa die als Außerirdischen-Jäger auftretenden Hollywood-Stars Will Smith und Tommy Lee Jones, wer das schwarze Gefährt lenken darf. Beim Hersteller DaimlerChrysler<DCXGn.DE> hofft man so auf einen Imagegewinn: "Die Positionierung der E-Klasse passt gut zum Film: Die Top-Agenten benutzen dieses Fahrzeug als offizielles Dienstfahrzeug", sagt der für das Product Placement von Mercedes-Benz zuständige Ferdinand Froning in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur Reuters. "Die E-Klasse ist also idealtypisch eingesetzt, denn sie wird vielfach ja auch als Firmen- und Dienstfahrzeug von Führungskräften gefahren." Ziel sei es, das Auto als innovativ zu präsentieren und so jüngere Zielgruppen anzusprechen.

    Auch Konkurrent BMW<BMWG.F> setzt auf einen Aufmerksamkeits-Effekt: "Die Präsentation unserer Autos ist ein Imageinstrument, um zu zeigen, dass wir in bestimmten Umfeldern und Szenerien zu sehen sind", sagt Sprecher Johannes Schultz. Mit dem Auftauchen des Z3 Roadsters von BMW im James-Bond-Film "Goldeneye" 1995 sei dieses Auto zum bekanntesten BMW aller Zeiten geworden, sagt Schultz.

    "CROSS-PROMOTION" HILFT UNTERNEHMEN UND FILMSTUDIOS

    Bei der "Cross-Promotion" genannten Zusammenarbeit gewinnen Unternehmen und Filmstudios: Produkte können in einem genehm erscheinenden Film gezeigt werden - fast kostenlose Werbung inklusive. Denn es fließe kein Geld direkt in die Produktion der Filme, betonen die Unternehmen. Immer wieder gebe es aber auch Anfragen für bezahlte Marken-Auftritte, hieß es von mehreren Filmproduzenten und auch Firmen. Die Filmproduzenten dürfen sich bei der "Cross-Promotion" über Extra-Werbung freuen. So ähnelt ein Kino-Werbespot für die neue E-Klasse zunächst einem Hinweis auf "Men in Black II", auch wenn keine Film-Ausschnitte gezeigt werden. Das Erscheinen der Marken im Film will keine Firma als eigentliche Werbung oder gar Schleichwerbung verstanden wissen. Die Marken sind trotzdem im Gespräch: Allein sechs dichtgefüllte DIN A 4-Ordner mit Artikeln über den Z3 hat Schultz in seinem Büro stehen. Medienberichte über das bis dahin unbekannte neue Modell der E-Klasse gab es bei den "Men in Black"-Dreharbeiten im Sommer vergangenen Jahres in New York: Presse-Fotografen schossen dort die ersten Bilder des Wagens - nicht auf einer Autoausstellung.


    DREHBÜCHER WERDEN GENAU STUDIERT

    Bevor eine Marke in einem Film auftaucht, lesen Manager zunächst die Drehbücher sehr genau: "In Filmen, in denen nur Gewalt gezeigt wird, werden wir die Marke niemals positionieren. Wir bevorzugen eher familienorientierte Umfelder", sagt Froning. Das schließe aber Actionfilme nicht aus. Auch wenn ein BMW in einem Film auftaucht, sollen Menschen nicht etwa durch einen technischen Fehler zu Schaden kommen. "Wenn das Auto in einer Szene jemandem das Leben rettet, ist das natürlich positiv", sagt Schultz. Auch Bankräuber könnten schon mal einen BMW fahren - wenn kein Mensch verletzt wird.

    Auch ganz ohne Auftauchen der Marke klappt Zusammenarbeit: Die Flieger der Lufthansa sind in dem Natur-Dokumentarfilm "Nomaden der Lüfte" gar nicht im Bild zu sehen. Trotzdem wird die Fluglinie im Vorspann genannt. Das Unternehmen flog Technik und Teams in den vier Jahren Produktionszeit zu den auf der Welt verstreuten Drehorten. Es sei um den Hinweis auf Umweltschutzprojekte der Lufthansa<LHAG.F> gegangen und natürlich auch um die Faszination am Fliegen, sagt Sprecher Lutz Laemmerhold. Außerdem wurde Pressearbeit betrieben - was auch wieder zu einer Erwähnung geführt haben dürfte.
     
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