Mercedes M 218 "Monza

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  1. #1 Otfried, 04.08.2001
    Otfried

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    Mercedes M 218 "Monza"

    Der M 218 war der letzte "Mercedes" Rennwagen der Daimler-Motoren-Gesellschaft. Der Aufbau dieses 2 Liter Kompressor - Fahrzeuges entsprach dem Reglement der gültigen "2 Liter Formel", welche mit dem Jahresbeginn 1925 zur "Grand Prix Weltmeisterschaft" erklärt wurde. Konstruiert wurde der Wagen von Ferdinand Porsche.
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    Mercedes Rennwagen Typ M 218 "Monza"

    Der Motor war ein Reihenachtzylinder, zusammengesetzt aus zwei geschmiedeten Vierzylinderblöcken, jeder Zylinder wurde über vier natriumgefüllte {siehe heutige Motoren !!} Ventile "beatmet" wurde. Die Ventilsteuerung erfolgte über zwei obenliegende Nockenwellen, welche über Zahnräder von der Motorrückseite aus angetrieben wurden. Eine Magnetzündanlage sorgte für die Gemischzündung.
    Für die Gemischaufbereitung hatte Ferdinand Porsche neue Wege beschritten. Ein stehender Roots - Kompressor saugte das Gemisch über einen Steigstromvergaser an und presste es mit 0.98 atm in die Brennkammern, einem Ladedruck, welcher zu jener Zeit nur von den Miller 122 Rennwagen mit Zentrifugalladern übertroffen wurde. Der gesamte Motor war im vergleich zur Konkurrenz als Kurzhuber ausgelegt {61.7 mm x 82.8 mm} um die Nenndrehzahl von 7.000 U/min gefahrlos zu überstehen.
    Die Fahrwerkskonstruktion war sehr konventionell mit Seilzugbremsen und Blattfedern. Neben dem Motor, welcher bei niedrigen Drehzahlen schlecht "Gas" annahm stellte dies das größte Problem dieses Typs dar.

    Zum ersten mal erschienen diese Rennwagen bei "Gran Premio d’Italia" in Monza, die 4 Fahrzeuge wurden von Christian Werner, Counte Giulio Masetti, Alfred Neubauer sowie Graf Louis Zborowski gefahren, als Ersatzfahrer stand ein bis dahin unbekannter Pilot, Rudolf Caracciola, bereit. Das Rennergebnis war ernüchternd. Der Alfa Romeo P 2 war unschlagbar. Nachdem Zborowski in der Lesmo-Kurve die Kontrolle über seinen Wagen verloren hatte und tödlich verunglückte, wurde die anderen Fahrzeuge aus dem Rennen genommen.

    Im folgenden Jahr wurden die Fahrzeuge bei den "Weltmeisterschaftsläufen", den „500 Meilen von Indianapolis", dem „großen Preis von Europa" in San Sebastian, dem „British Grand Prix" in Brooklands sowie dem „Gran Premio d’Italia" im königlichen Park von Monza nicht eingesetzt.
    {Anmerkung: Duesenberg starte in dieser Saison erstmals mit einem Fahrzeug mit Abgasturbolader [Indianapolis]}

    Nach der Fusion der Daimler Motoren Gesellschaft mit der Benz Aktiengesellschaft, welche am 29. Juni 1926 vollzogen wurde, beendete die Entwicklung von Rennwagen vollständig, die Weltwirtschaftskrise zeichnete sich ab.

    Die Wagen des Typs M 214 starteten noch bei einigen nationalen Rennen in Deutschland.

    Berühmt wurde der M 214, als Rudolf Caracciola mit einem solchen Fahrzeug am 11. Juli 1926 den ersten "Großen Preis von Deutschland" gewann. Auch bei diesem rennen zeigte dieser Typ, das der Motor erst ab 5000 U/min richtig „zog", auf den Geraden des Avus reichte die Leistung jedoch zum Sieg.
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    Rudolf Caracciola neben seinem M 214 vor dem Rennen

    Danach wurden nur noch Sportwagen gebaut, welche in den Jahren der „Freien Formel" schließlich den „Weißen Elefanten" SSKL hervorbrachten.
    Die ist jedoch die Geschichte weiterer Artikel.
     
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