private nutzung von dienstwagen

Diskutiere private nutzung von dienstwagen im Smalltalk um den Mercedes Forum im Bereich Allgemeines; Private Nutzung von Dienstwagen wird teurer Auch die Dienstwagenfahrer lässt Eichel bluten. Der Pauschalsatz für die private Nutzung wird...

  1. #1 Striezel, 16.10.2002
    Striezel

    Striezel Erdgas User

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    Private Nutzung von Dienstwagen wird teurer
    Auch die Dienstwagenfahrer lässt Eichel bluten. Der Pauschalsatz für die private Nutzung wird monatlich von 1 auf 1,5 Prozent der Anschaffungskosten für einen Neuwagen angehoben. Wer etwa einen 35 000 Euro teuren Firmenwagen fährt und dem Spitzensteuersatz von 48,5 Prozent unterliegt, muss pro Jahr 1 018 Euro mehr Steuern zahlen.
     
  2. Elch

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    Automobilindustrie kritisiert höhere Dienstwagen-Besteuerung

    Frankfurt, 16. Okt - Der Branchenverband der Automobilindustrie VDA hat die von der rot-grünen Koalition geplante höhere Besteuerung von Dienstwagen als ernste Gefahr für die Automobil-Konjunktur in Deutschland kritisiert.

    Durch die rot-grünen Pläne werde die seit Jahren rückläufige Automobilkonjunktur im Inland erneut geschwächt, erklärte der Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), Bernd Gottschalk, am Mittwoch in Frankfurt. SPD und Grüne hatten in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart, dass Besitzer von privat genutzten Dienstwagen ab dem kommenden Jahr pauschal 1,5 Prozent statt bisher 1,0 Prozent der Anschaffungskosten ihres Fahrzeugs als geldwerten Vorteil versteuern müssen. Betroffen sind etwa zwei Millionen Fahrer von Dienstwagen.

    "Mit einer Steuererhöhung um 50 Prozent wird gerade das Fahrzeugsegment erheblich benachteiligt, das sich bislang als besonders konjunkturrobust gezeigt hat", kritisierte Gottschalk. Nach VDA-Angaben tragen neun von zehn zugelassenen Dienstwagen ein deutsches Markenzeichen. Die Regierung erhofft sich durch die Steuererhöhung 2003 zusätzliche Einnahmen von 435 Millionen Euro, bis 2005 soll der Betrag auf 500 Millionen Euro steigen.

    Allein im ersten Halbjahr 2002 waren in Deutschland 800.000 gewerblich genutzte Pkw zugelassen worden, ein großer Teil davon darf von den Besitzern auch außerhalb der Dienstzeit gefahren werden.

    Die Erhöhung der Pauschalsteuer macht bei einem Neupreis von 25.000 Euro im Monat 125 Euro aus, die zusätzlich versteuert werden müssen. Zu der Pauschalsteuer kommt eine Entfernungspauschale von je 0,03 Prozent der Anschaffungskosten für jeden Kilometer, den der Arbeitnehmer auf dem Weg zur Arbeit zurücklegt. Dieser Betrag war nach Angaben des VDA zuletzt 1996 de facto verdoppelt worden.

    In der Hitliste der Dienstwagen vorne liegen Mittelklasse- Fahrzeuge wie der VW<VOWG.DE> Passat, Audi A4 und A6 sowie die C- und E-Klasse von DaimlerChrysler<DCXGn.DE>. Deutsche Dienstwagen sind nach VDA-Zahlen mit 23.000 Euro im Durchschnitt teurer als ausländische Marken, die nur 16.000 Euro kosten.
     
  3. #3 Striezel, 17.10.2002
    Striezel

    Striezel Erdgas User

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    Die deutschen Automobilbauer wären von einer solchen Maßnahme in der Tat besonders stark betroffen, kommen doch neun von zehn Dienstwagen aus den Blech- und Motorenschmieden von Mercedes, BMW, VW, Audi, Opel und Ford. Vom Gesamtbestand an Autos in Deutschland in Höhe von 44 Mill. sind rund 5 Mill. gewerblich zugelassen - ein Großteil davon als auch privat genutzter Dienstwagen. Noch deutlicher wird die Abhängigkeit der Branche vom Geschäft mit gewerblich genutzten Fahrzeugen bei den Neuzulassungen: So schätzen Experten, dass fast jede zweite der für dieses Jahr erwarteten gut 3,1 Mill. Autos, die neu auf Deutschlands Straßen kommen, als Gewerbe- oder Dienstwagen angemeldet wird.

    Porsche will abwarten
    Etwas abgeschwächt wird der negative Einfluss der geplanten Gesetzgebung durch den hohen Exportanteil der meisten deutschen Hersteller: So verkauft beispielsweise BMW nur noch rund ein Viertel seiner Fahrzeuge in Deutschland, bei Audi sind es rund ein Drittel. Doch dieses Argument zieht nach Meinung der Unternehmen nur zum Teil. "Wir leben natürlich auch davon, dass sich innovative Fahrzeuge auf dem deutschen Markt bewährt haben, weil das auf die Exportmärkte ausstrahlt", heißt es bei BMW in München. In das gleiche Horn stößt Audi: "Eine solche Erhöhung birgt besonders Risiken für die Innovationsträger" und damit für Absatz und Umsatz, heißt es. Daimler-Chrysler mit einem hohen Dienstwagen-Anteil in der Mercedes-Flotte wollte sich nicht zu den "Spekulationen" äußern. Auch Porsche in Stuttgart will erst einmal abwarten, bis eine offizielle Regelung vorliegt.

    Als Reaktion wird in der Branche ein Abflauen der Nachfrage in der Oberklasse und der Umstieg auf billigere Modellvarianten befürchtet. Das würde direkt auf die Ertragslage durchschlagen. Denn die Margen bei den teureren Oberklasse-Limousinen sind besonders lukrativ. Daneben besteht aber auch die große Gefahr, dass die Dienstwagen-Kunden künftig besonders bei der Ausstattung ihrer Fahrzeuge sparen. Dies würde unmittelbar die Zulieferindustrie treffen. Angesichts der angespannten Situation in diesem Sektor sind die Folgen nicht abzusehen. Durch weniger Dienstwagen insgesamt, billigere Modelle und abgespecktere Ausstattungen könnte der positive Steuereffekt bereits verpuffen, glauben Marktkenner. Mindereinnahmen durch niedrigere Unternehmensgewinne könnten schließlich sogar zu einem negativen Saldo führen.

    Schlechte Erfahrungen hat die deutsche Automobilindustrie bereits bei der Einführung der bisherigen Regelung gesammelt. Nach Angaben des Automobilverbandes hat dies den Oberklassen-Absatz gehemmt: "1996 blieben die Neuzulassungen in diesem Segment um rund ein Fünftel hinter der Entwicklung des Gesamtmarktes zurück", rechnet VDA-Präsident Gottschalk vor. Sollte die Erhöhung kommen, träfe sie den Absatz von Fahrzeugen, "die für den weltweiten Erfolg der deutschen Automobilhersteller stehen", kritisiert Gottschalk

    gruss christian
     
  4. #4 der_katze, 17.10.2002
    der_katze

    der_katze 1.? DCX-Marketing-Opfer

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    Na toll, super!
    Befremdlich ist an dieser Pauschalbesteuerung seit jeher, daß als Grundlage der Listenneupreis inkl. MWSt. des Fahrzeugs herangezogen wird. D.h. die Grundlage bleibt gleich, unabhängig davon, ob man 15% Rabatt beim Kauf rausgeholt hat oder man das Fahrzeug als älteren Gebrauchtwagen zu einem deutlich unter dem Listenneupreis liegenden Preis erworben hat. Weiterhin ist auch nicht einzusehen, warum der Bruttolistenneupreis - der zudem wohl eher als rein theoretischer Wert anzusehen ist - bei einem zum Vorsteuerabzug berechtigten Unternehmer angewendet wird.
    Soweit ich weiß, soll diesbezüglich eine Verfassungsbeschwerde in Karslruhe anhängig sein. Nur was und v.a. wann da was rauskommt, weiß keiner so genau.
    Bis dahin muß man wohl oder übel weiter mit dem Mehraufwand wegen der Führung eines Fahrtenbuches vorlieb nehmen, um dieses Problem noch halbwegs in den Griff zu bekommen.

    Grüße
    Marco
     
  5. #5 Striezel, 18.10.2002
    Striezel

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    listenpreis inkl. MWSt natürlich, weil so der ein bis 1,5 %ige anrechenbare privatanteil,
    natürlich höher ausfällt, ergo man weniger absetzten kann und somit mehr steuern zahlt,
    die alternative ein fahrtenbuch zu führen lohnt sich nur, wenn der anteil der privatfahrten, verschwindent gering ausfällt,
    gebrauchte fzg. und damit kostenreduzierung, rechnet sich gar nicht,
    eine möglichkeit wäre ein 2 fzg. anzuschaffen und das erste zu 100 % abzusetzen,
    ob sich dies rechnet muss jeder für sich entscheiden,

    oder einen smart für neuwert 10000 € leasen und nur 6 monate fahren und daduch möglichst hohe monatliche belastung in kauf nehmen :D :) :eek: :( :mad:

    gruss christian
     
  6. Diwi

    Diwi Crack

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    Hallo zusammen
    Hier ein Tipp von meinem Raubritter in der Familie:
    Einen möglichst alter, aber gut restaurierten Wagen als Dienstwagen bewegen. Dessen ehemaliger Listenpreis liegt meist sehr niedrig und dadurch auch die monatlichen Belastungen.

    Nun zur km-Regelung Wohn/ Arbeit. Wie sieht es mit einer Homeoffice Regelung aus. Auch wenn dies selten genutzt wird, entfallen diese Belastungen. Zusätzlich kann jeder Weg zur eigentlichen Arbeitsstelle als Dienstreise angesetzt werden und ab 8h gibts die Verpflegungspauschale.

    Mit dem Fahrtenbuch kannst Du knicken, denn lt. Anweisung ist bei neuen Anträgen nur noch die Pauschalregelung zugelassen. Nur wenn irgend wann die Fahrtenbuchregelung vom Finanzamt dir anerkannt wurde, kann diese Regel gewählt werden. Grund ist der enorme Arbeitsaufwand bei dieser Regelung.


    Im übrigen ist es immer noch günstiger einen Dienstwagen zu bewegen als ein Privatwagen mit allen Kosten selber zu tragen.

    Gruß Dirk
     
  7. Big Al

    Big Al C270CDI T-Driver

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    Das stimmt leider nur, wenn man für den Dienstwagen nichts bezahlen muß ...
     
  8. #8 Striezel, 19.10.2002
    Striezel

    Striezel Erdgas User

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    @big al,

    jo, für ein auto was 50.000 € gekostet hat,
    muss man sich 1,5 % = 750 € im monat anrechnen lassen,
    die leasingrate gegenüber gestellt, tendiert das ganze gegen 0, nichts, nothing

    schade schade
    gruss christian
     
  9. #9 mersing, 19.10.2002
    mersing

    mersing Crack

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    Hallo,

    das ganze geht nicht nur gegen 0 sondern wird zur Straf-Steuer wenn das Fahrzeug nicht geleast sondern gekauft ist, als Sebständiger.

    Mein Beispiel:
    Neu-Kaufreis: 50.000,- EUR, also 750,- pro Monat macht 9.000,- im Jahr dazu versteuern.

    Ich hab das Auto jetzt gekauft, Alter 2 Jahre, Preis 24.000,--
    Abschreibung 4 Jahre, 6.000,- pro Jahr, also immer noch 3.000,- mehr zu versteuern.
    Abziehen kann ich noch die Kosten selbst, Benzin usw. dann kommt eventuell 0 raus.
    Dazu muß nach vier Jahre der Verkaufspreis voll als Einkommen versteuert werden, da das Auto ja mit 1,- in den Büchern steht.
    Also Strafe zahlen für die Abschreibung die nicht einmal den Privatnutzungsanteil abdeckt.

    Je älter das Auto ist umso schlimmer wird die Situation, ich hab eine E-Klasse Jahreswagen fünf Jahre gefahren und am Ende böse draufgezahlt.


    Alternative:
    Auto wird privat gekauf, pro KM 0,30 absetzen, Fahrtenbuch ist nicht erforderlich.
    ...und natürlich unheimlich viel dienstlich fahren.
    zB 20.000 km, macht Steuerabsetzbetrag von 6.000,-

    Fazit:
    der Herr Eichel hat mit der Steuererhöhung um 50% alle Firmenwagen unrentabel gemacht,
    tolle Leistung. (bei Neuwagen-Leasing geht es sich etwa zu 0 aus)

    Grüße
    mersing
     
  10. Elch

    Elch Crack

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    Autoexperte - Dienstwagensteuer "Schuss nach hinten"

    Hamburg, 19. Nov - Die von der Bundesregierung geplante Erhöhung der Dienstwagensteuer wird nach Berechnungen des Automobilexperten Ferdinand Dudenhöffer zu deutlichen Umsatzrückgängen bei Herstellern, Zulieferern und Leasingunternehmen führen.

    Dudenhöffer warf Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) in einem Reuters-Interview vor, die Auswirkungen der Steuerpläne auf die Automobilbranche zu unterschätzen und letztlich weniger als geplant einzunehmen. Durch die Steuererhöhung werde es zu einer erheblichen Steuerumgehung und Umsatzausfällen bei Automobilherstellern, Zulieferern und Leasingfirmen kommen", sagte Dudenhöffer. "Damit ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass der Schuss von Eichel nach hinten los geht. Am Schluss werden die errechneten Einnahmen wahrscheinlich überhaupt nicht erzielt," sagte der Automobilprofessor der Gelsenkirchener Fachhochschule der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag. Zuvor hatten bereits der Automobilverband VDA und der Hersteller BMW <BMWG.F>die geplante Steuererhöhung kritisiert.

    EXPERTE - VW WÄRE ALS MARKTFÜHRER BESONDERS BETROFFEN

    Die von der Bundesregierung geplante Erhöhung der Pauschale für die private Nutzung von Dienstwagen von bisher einem Prozent auf 1,5 Prozent des Listenpreises werde einen Rückgang der Pkw-Verkäufe von jährlich rund 150.000 Fahrzeugen auslösen, prognostiziert Dudenhöffer. Davon wäre der Volkswagen-Konzern <VOWG.DE>als Marktführer besonders betroffen. Da etwa 29 Prozent aller verkauften Firmenwagen auf VW entfielen, müsse allein der Wolfsburger Konzern jährliche Absatzeinbußen von voraussichtlich 40.000 Fahrzeugen verkraften.

    Hinzu kämen nochmals hohe Umsatz- und Ertragsrückgänge durch den Verzicht auf größere Modelle und Motoren sowie aufwändige Ausstattungen zu Gunsten von preisgünstigeren Varianten. Einschließlich der Tochter Audi, für die Dudenhöffer einen Volumenverlust von über 15.000 Fahrzeugen im Jahr erwartet, müsse der VW-Konzern rechnerisch über 40 Prozentpunkte des befürchteten Marktverlusts tragen. Fast 90 Prozent der Firmenfahrzeug-Verkäufe in Deutschland entfallen auf VW, Opel <GM.N>, Audi, Mercedes <DCXGn.DE>, BMW und Ford <F.N>.

    Dudenhöffer rechnet damit, dass viele bisherige Firmenwagennutzer bei einer entsprechenden Steuererhöhung auf Privatfahrzeuge ausweichen werden. Deshalb würden vermutlich jährlich bis zu 300.000 Dienstwagen weniger verkauft als bisher. Wegen der im Vergleich zu geleasten Fahrzeugen doppelt so langen Nutzungsdauer von Privatfahrzeugen würden damit nach seinem Rechenmodell jährlich rund 150.000 Pkw weniger verkauft.

    Bei der Leasingbranche würde die Steuererhöhung zu einem Rückgang der Verträge führen, da Privatfahrzeuge deutlich seltener finanziert werden als Firmenfahrzeuge. Dudenhöffer rechnet mit einem Umsatzausfall der Leasingbranche zwischen 2,5 und drei Milliarden Euro im Jahr.

    Auch für die Zulieferer wirke sich die höhere Steuer negativ aus, da voraussichtlich preisgünstigere Ausstattungsvarianten für Firmenfahrzeuge gewählt würden. Sinke der Ausstattungsumfang und der Fahrzeugwert der verbleibenden Firmenwagen-Käufe mit privater Nutzung um nur zehn Prozent und damit 2500 Euro je Fahrzeug, ergebe dies bereits einen Umsatzverlust für die Automobilbranche von 2,25 Milliarden Euro, so Dudenhöffer.
     
  11. #11 der_katze, 21.11.2002
    der_katze

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    Super Sache, bin totaaal begeistert. Und nun hat ja keiner mehr SPD gewählt.
    Gruß Marco
     
  12. #12 Striezel, 11.12.2002
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    Aus der FTD vom 6.12.2002
    Gabriel bremst bei Dienstwagen-Steuer

    Niedersachsen stellt zusätzlich auch die verschärfte Besteuerung privat genutzter Dienstwagen in Frage. Ministerpräsident Sigmar Gabriel, der im Februar als Ministerpräsident wiedergewählt werden will, denkt dabei an die Interessen von VW. Das Land ist an dem Konzern beteiligt, der auch größter industrieller Arbeitgeber dort ist.

    Niedersachsen hält nichts von Eichels Plan, privat genutzte Dienstwagen künftig mit 1,5 statt 1 Prozent des Listenpreises pro Monat zu besteuern. Zum einen sei die Änderung inhaltlich nicht gerechtfertigt, zum anderen würden sich die Steuerzahler der Verschärfung durch Führen eines Fahrtenbuchs entziehen, was Eichel ausdrücklich erlaubt. Außerdem würden Unternehmen auf kleinere Automodelle umsteigen.

    gruss christian
     
  13. Big Al

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    Langsam schöpfe ich Hoffnung: solange Gebriel Ministerpräsident bleibt, ist er dagegen, nach der Wahl entscheiden die Wahlgewinner (aus heutiger Sicht zwangsläufig CDU), und die sind auch dagegen, da wird eine Mehrheit im Bundesrat immer unwahrscheinlicher ...

    Vielleicht bleiben wir doch verschont ... ;)

    Gruß/Big Al
     
  14. #14 Striezel, 17.12.2002
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    Dienstag, 17. Dezember 2002 Berlin, 08:46 Uhr


    WELT AM SONNTAG

    Eichels Sparkonzept gerät ins Wanken
    Schröder will Spendenabzug erhalten. Neue Regelungen bei Dienstwagen und Eigenheimzulage im Gespräch
    Berlin - Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) versteht die Welt nicht mehr. Nach mühsamem Ringen hat sich Rot-Grün während der Koalitionsverhandlungen auf sein Finanzkonzept für die nächsten vier Jahre verständigt. Danach sollen durch Streichen von Steuervergünstigungen und Ausgabenkürzungen insbesondere im Sozialbereich allein im kommenden Jahr 14,4 Milliarden Euro mehr in die Kassen von Bund, Ländern und Kommunen fließen. Bei Unterzeichnung des Vertrages waren sich noch alle einig, dass diese zum Teil schmerzlichen Einschnitte sein müssten. Doch mittlerweile bröckelt die Front.

    Am Wochenende sprach sich Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) höchst selbst gegen die geplante Streichung des Spendenabzugs für Kapitalgesellschaften aus. Zuvor hatte die Automobilindustrie bei ihm gegen die geplante Verschärfung der Besteuerung von Dienstwagen protestiert.

    gruss christian
     
  15. #15 Striezel, 10.01.2003
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    Dienstwagen: Keine Steuererhöhung?

    Die von Rot-Grün geplante Verschärfung der Besteuerung privat genutzter Dienstwagen um 50 Prozent ist nach Informationen der Zeitung Der Tagesspiegel wieder vom Tisch. Dieser Darstellung widersprach jedoch das Bundesfinanzministerium: "Da ist nichts dran", sagte ein Sprecher am Dienstagabend (7.1.). "Es gibt keinen Anlass, das von Regierung und Bundestagsmehrheit geschnürte Steuerpaket jetzt aufzuschnüren."

    Hans Eichel unter Druck

    Die Zeitung begründet ihre Einschätzung unter Hinweis auf Regierungskreise damit, dass sich Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) dem wachsenden Widerstand aus dem Kanzleramt und aus den Bundesländern nicht widersetzen werde. Rund eine Woche vor Beginn der parlamentarischen Beratungen des Gesetzes zum Abbau von Steuervergünstigungen wachse der Druck der Autoindustrie gegen die Neuregelung der Einkommensbesteuerung privat genutzter Dienstwagen. Der niedersächsische Ministerpräsident Sigmar Gabriel (SPD) sagte dem Blatt, einige Länder hätten "erheblichen Gesprächsbedarf".
     
  16. #16 Patrick, 10.01.2003
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    Steuer, häh?

    Hallo,

    habe einen netten deutschen Kollegen, der wird auch davon betroffen sein. Seine Tips:

    (1) Für alle Familien, die einen Zweitwagen haben (bei Mercedes-Fahrern recht häufig)

    Fahrtenbuch führen und 100% Dienstfahrten für den Firmenwagen angeben. Damit zahlt man dann gar keine Steuer mehr! Wenn ein Steuerbeamter dumm fragt, einfach auf den Zweitwagen der Frau oder Freundin verweisen, hähä! Tja, Pech gehabt Herr Eichel! :D

    (2) Gar keinen Firmenwagen und Prämie auszahlen lassen oder aber älteres Modell (günstiger Listenpreis) anschaffen. Diese Lösung wirkt sich dann aber auf die Autoindutrie aus, was Herr Eichel früher oder später auch bemerken wird, und zwar an den Arbeitslosenzahlen!

    Fazit: Erhöhung der schon hohen Dienstwagensteuer = Schwachsinn!

    Ciao,
     
  17. #17 Schrotti, 10.01.2003
    Schrotti

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    Steuern

    Hallo Patrick

    >Damit zahlt man dann gar keine Steuer mehr!<

    Tja,und genau da liegt unser Problem

    Ciao Frank
     
  18. #18 Patrick, 10.01.2003
    Patrick

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    Vorschlag

    Vorschlag an Frank: Überweise doch einfach freiwillig die Steuern an Herrn Eichel, er freut sich bestimmt, hehe! :D

    An alle anderen, die sparen wollen: siehe oben

    Ciao,
     
  19. #19 Schrotti, 10.01.2003
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    ganz einfach

    Klar,wir (und ich auch)sind alle nicht scharf auf Steuer zahlen.
    Ich fahre ein Privatfahrzeug und zahle.Geschäftsleute fahren Dienstwagen,finden
    Schlupflöcher(ganz legal und auch einsehbar)und zahlen nicht.
    Die Kohle wird aber trotzdem reingeholt, über höhere Benzin und Dieselsteuer.
    Ich zahl nochmal,grrrrr.
    Läufts bei Euch anders???
    Ciao Frank
     
  20. #20 Patrick, 10.01.2003
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    Hi Schrotti,

    also ganz so einfach ist es in Deutschland anscheinend auch nicht, einen peniblen Steuerbeamten zu beschei..en, hehe! Habe den Link hier gefunden: http://www.cocoa.de/lebenshilfe/beratung_wirtschaft/2000_12/01.htm

    Trotzdem ist die sich immer weiter nach oben drehende Steuerspirale der falsche Weg und eigentlich ein Zeugnis der absoluten Unfähigkeit und Ratlosigkeit der deutschen SPD/Grünen-Regierung, die immer noch in sozialistischen Umverteilungs- und Gleichmacher-Denkmustern (ähnlich dem Kommunismus) schwelgen, wo doch der Kapitalismus in all seinen Erscheinungsformen erfahrungsgemäss die einzige Möglichkeit ist, eine Leistungsgesellschaft in die Spitze der (westlichen) Industrienationen zu führen und auch dort zu halten. Es gibt nun einmal Leistungsträger und durchschnittliche Mitläufer, warum sollen beide das gleich verdienen? Der Dienstwagen ist eine Entlohnung (die ich leider nicht habe, seufz) genauso wie ein Bonus, eine Gratifikation, ein gesponsorter Urlaub, usw., den der Empfänger sich verdient hat. Weiterhin sind ein weiterer grosser Teil der Dienstwagen einfach nur ein Arbeitsmittel für Aussendienstmitarbeiter, Berater, usw. Auch die Politiker fahren Dienstwagen!

    Herr Eichel ist der Urheber der ganzen Misere, er ist für die Aufgabe eines Finanzministers als ehemaliger Lehrer denkbar ungeeignet! Bitte nicht die Schuld den findigen Leuten in die Schuhe schieben, die es endgültig satt haben, dem Staat Geld in den Rachen zu werfen, um dann zu sehen, wie es von unfähigen Politikern (aller Parteien!) vernichtet wird!

    Ein überreglementierter Staat mit einer Beamtenmaschinerie mit der Unfähigkeit und dem fehlenden Willen massive Reformen anzugehen, ist die Ursache des ganzen Übels in Deutschland. Anstatt einige Kernpunkte revolutionär anzugehen wird an Millionen Fronten kleines Gemüse gemacht und am Ende nichts erreicht, die Effekte verpuffen.

    Eines darf man allerdings nicht übersehen. Sollten durchgreifende Reformen an Steuer-, Sozial- und Rentensystemen vorgenommen werden, so wird auch hier der Bürger heute erst einmal belastet werden. Allerdings werden kommende Generationen in zunehmender Weise ein finanzierbares Sozial- und Rentensystem vorfinden, welches vielleicht etwas weniger sozial ist, dafür aber den Staat nicht in den Ruin treibt. Gleichzeitig muss der Bürger allerdings erkennen, dass er mündiger werden muss (Vollkaskomentalität ablegen), d.h. sich früh um die Sicherung der eigenen Rente kümmern muss. Er muss selbst sparen, zur Seite legen, damit er später mit der kleinen (aber ohne Staatsschulden finanzierbaren) staatlichen Rente nicht zum Sozialfall wird. Hier muss der Staat fördernd eingreifen.

    Bei einem Land mit über 80 Millionen Bürgern ist das Ganze eine langwierige Aufgabe, zudem sind die 4 Jahre recht kurz, so dass eine Regierung die Früchte ihrer eigenen Reformen im Wahlkampf meist nicht nutzen kann und somit die Reformen nicht fortsetzen kann.

    In der Schweiz gibt es in jedem Kanton ein angepasstes kantonales Steuergesetz, über eine dermassen hohe Dienstwagenbesteuerung wie in Deutschland weiss ich allerdings nichts.

    Die dauernde Erhöhung der Kraftstoffsteuer in Deutschland ist doch auch ein absoluter Schwachsinn, schau dir mal das Bahnnetz in Deutschland an und komme dann mal in die Schweiz *staunen werd*! :D

    Sehr viele Leute vom Land können ohne Auto doch gar nicht mobil sein. Die müssen dafür auch noch kräftig zahlen, dass die Deutsche Bundesbahn (auch so ein Beamtenladen) Strecken abbaut, anstatt aufzubauen.

    Fazit: Unfähigkeit, wohin man auch schaut!

    Also muss man sich doch selber helfen, oder? Jedes Schlupfloch muss genutzt werden!


    Tschüss,
     
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  3. AMG Private Lounge Days – Einblicke in die exklusive Veranstaltung aus Kalifornien

    AMG Private Lounge Days – Einblicke in die exklusive Veranstaltung aus Kalifornien: Mercedes-Benz TV hat diese Tage über die exklusiven „AMG Private Lounge Days“ 2014 aus Kalifornien berichtet, was einen ersten Einblick in die...
  4. Verkaufsstart für private Energiespeicher mit Stern

    Verkaufsstart für private Energiespeicher mit Stern: Stationäre Energiespeicher von Mercedes-Benz für den Einsatz in privaten Haushalten sind ab sofort bestellbar. Unter www.schlauerspeichern.de...
  5. Bonhams versteigert private Fahrzeugklassiker im Mercedes-Benz Museum

    Bonhams versteigert private Fahrzeugklassiker im Mercedes-Benz Museum: „Bonhams‘ Mercedes-Benz Sale“ Stuttgart/London. Zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten! – Am 12. Juli 2014 bringt das renommierte britische...