Saftiges Knöllchen für DaimlerChrysler

Diskutiere Saftiges Knöllchen für DaimlerChrysler im Smalltalk um den Mercedes Forum im Bereich Allgemeines; Hallo Leute!Was Volkswagen vor Jahren widerfahren ist, kommt jetzt wohl auch auf DaimlerChrysler zu: Die EU will gegen das Unternehmen ein...

  1. Heinz

    Heinz Crack

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    Hallo Leute!Was Volkswagen vor Jahren widerfahren ist, kommt jetzt wohl auch auf DaimlerChrysler zu: Die EU will gegen das Unternehmen ein saftiges Millionen-Bußgeld verhängen - weil es Autokäufer in ihrer Freiheit beschnitten haben soll.
    Das Bußgeld der EU gegen Daimler-Chrysler markiert einen neuen Höhepunkt in dem sich zuspitzenden Brüsseler Streit um den europäischen Autovertrieb. Mit saftigen Strafgeldern versucht EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti, den Herstellern die gezielte Abschottung einzelner Märkte in der Europäischen Union zu vergällen.
    Dem italienischen Wirtschaftsprofessor sind dabei auch die weiterhin großen Vorsteuer-Preisunterschiede bei Neuwagen in der EU ein Dorn im Auge. Mit Wettbewerbsverfahren gegen große Hersteller wie Volkswagen, Opel oder jetzt DaimlerChrysler will die oft als bürgerfern gescholtene EU-Kommission zeigen, dass sie die Rechte der Autokäufer ernst nimmt und deren Beschwerden verfolgt.
    In der Wettbewerbsbehörde stapeln sich noch immer Schreiben von EU-Bürger, die beim Kauf von preisgünstigen Neuwagen im Ausland behindert werden. «Obwohl EU-Recht vorschreibt, dass jeder Bürger im Land seiner Wahl kaufen kann, gibt es immer noch Restriktionen», moniert ein EU-Mitarbeiter.
    Bei spektakulären Brüsseler Strafgeld-Beschlüssen gegen einzelne Unternehmen wird daher immer aufs Prinzip gepocht: So kann es mit dem Autovertrieb in Europa nicht weitergehen. Tatsächlich hat die EU-Kommission selbst vor sechs Jahren den Herstellern gestattet, exklusive Händlernetze zu führen, um eine gute Qualität des Service zu sichern.
    Kartellausnahme im Autohandel
    Die nun - stets beklagte - Folge: Es gibt keinen freien Wettbewerb in dieser Sparte. Das System der im September kommenden Jahres auslaufenden Kartellausnahme im Autohandel steht derzeit auf dem Brüsseler Prüfstand. Wie es weitergeht, weiß keiner so recht. «Monti und die Wettbewerbsbehörde lassen sich nicht in die Karten sehen», lautet ein gängiger Vorwurf. «Die Wettbewerbsbehörde veranstaltet Anhörungen und nimmt Informationen entgegen. Sie ist nicht bereit, darüber zu diskutieren», bemängelt ein Vertreter der Autobranche.
    DaimlerChrysler hat die Vorwürfe, preiswerte Reimporte behindert zu haben, stets zurückgewiesen. Dies wird die Kommission jedoch nicht davon abhalten, am 10. Oktober ein hohes Millionen-Bußgeld festzulegen. Die Stuttgarter werden voraussichtlich mehr bezahlen müssen als Opel-Niederlande (43 Millionen Euro) und weniger als VW (90 Millionen Euro), heißt es in Kommissionskreisen.
    Anders als der VW-Konzern, der deutschen Kunden in Italien am Kauf preisgünstiger Wagen hinderte, soll die Marke mit dem Stern keine Gesamtstrategie zur Marktabschottung in Europa entwickelt haben. Stuttgart soll unter anderem in der zweiten Hälfte der 90er Jahre in Belgien die Gewährung von Rabatten für Mercedes-Autos im größeren Stil verhindert haben. Ob der 58 Jahre alte Monti außer gegen deutsche Autoriesen auch gegen deren Konkurrenten vorgeht, ist derzeit völlig offen. Verfahren gegen die französischen Hersteller Peugeot und Renault wurden bisher nicht eröffnet.
    Grüße Heinz
     
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  3. Elch

    Elch Crack

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    BRUSSELS, Oct 10 - The European Commission fined DaimlerChrysler AG <DCXGn.DE> nearly 72 million euros ($65.75 million) on Wednesday for barring dealers from selling low-priced cars outside Germany.
    The Commission announced the fine -- its third largest ever on an individual company -- after a meeting on Wednesday.
    "A new car is an expensive purchase and consumers pay attention to prices. The Commission is determined to ensure that they benefit from competition at retail level and get a good deal," EU Competition Commissioner Mario Monti said in a statement.
    "Our investigation has also shown once more that the car manufacturers can largely control their distributors and punish those whose commercial behaviour they dislike," Monti added.
    DaimlerChrysler <DCXGn.DE> said it would take legal steps against the fine.
    Monti noted it was fourth fine on a car manufacturer for breaking EU laws and comes as the Commission is considering changes to its "block exemption" for auto makers from EU antitrust rules.
    The Commission would "take into account the experiences of the application, to some extent I should say the non-application, of current regulations by car manufacturers."
    DaimlerChrysler had been accused of taking advantage of EU rules which permit it to offer exclusive territories to its dealers and impose other restrictions.
    The company made use of those restrictions to prevent dealers in low-priced countries from having enough cars to meet demand, the Commission decided.
    The antitrust rules prohibit companies from restricting competition by assigning territories or agreeing to fix prices, but auto makers have an exemption which allows them to assign exclusive dealerships.
    The companies argue that the rules, which expire in September 2002, are by and large the right approach and need only evolutionary changes.
    A first draft of the new rules should be released before the end of the year, Monti said.
    The largest fine ever imposed by the Commission was 102 million euros against Volkswagen <VOWG.F> in 1998, later reduced by a court to 90 million euros. The Commission fined Tetra Pak 75 million euros in 1991 and ABB <ABBZn.VX> 70 million euros in 1998.
    ($1=1.096 Euro)
    ($1=2.144 Mark)
     
  4. Elch

    Elch Crack

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    FRANKFURT, Oct 10 - DaimlerChrysler <DCXGn.DE> said on Wednesday the antitrust fine imposed by the European Commission was inappropriate and it would decide on what legal steps to take shortly.
    "The size of the fine is out of proportion to the accusations," said DaimlerChrysler in a statement.
    Earlier, the European Commission said it had fined DaimlerChrysler nearly 72 million euros ($65.75 million) for barring dealers from selling low-priced cars abroad.
    ($1=1.095 Euro)
     
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