Schrempp bekräftig Chrysler Rückkehr in die Gewinnzone 2002

Diskutiere Schrempp bekräftig Chrysler Rückkehr in die Gewinnzone 2002 im Smalltalk um den Mercedes Forum im Bereich Allgemeines; Stuttgart, 20. Jul - DaimlerChrysler-Chef<DCXGn.DE> Jürgen Schrempp hat am Freitag bekräftigt, die angeschlagene US-Autosparte Chrysler werde im...

  1. #1 Otfried, 20.07.2001
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    Stuttgart, 20. Jul - DaimlerChrysler-Chef<DCXGn.DE> Jürgen Schrempp hat am Freitag bekräftigt, die angeschlagene US-Autosparte Chrysler werde im kommenden Jahr in die Gewinnzone zurückkehren. Die Reorganisation verlaufe planmäßig, sagte der Konzernchef am Freitag in einer Telefonkonferenz im Anschluss an die Veröffentlichung der Quartalszahlen. Außerdem fühle er sich mit der Entwicklung des US-Automarktes inzwischen wohler als noch zu Jahresbeginn. Der Absatz von Chrysler im ersten Halbjahr habe zwar im zweiten Quartal um vier Prozent abgenommen, im Juni sei jedoch ein Plus von einem Prozent verzeichnet worden.
    Der deutsch-amerikanische Automobilkonzern hatte mit seinen zuvor bekannt gegebenen Quartalszahlen die Analystenerwartungen leicht übertroffen. Der um Einmaleffekte bereinigte operative Gewinn habe im zweiten Jahresviertel 700 Millionen Euro betragen, hieß es. Im Vorjahreszeitraum hatte der Konzern noch ein operatives Ergebnis von 2,626 Milliarden Euro erzielt. Analysten hatten im Schnitt einen bereinigten operativen Gewinn von 390 Millionen Euro erwartet. DaimlerChrysler begründete das Ergebnis vor allem mit einem deutlich gesunkenen bereinigten operativen Verlust bei der angeschlagenen US-Tochter Chrysler, der im zweiten Quartal auf 0,1 Milliarden Euro von 1,4 Milliarden Euro in den ersten drei Monaten gesunken sei.

    - Neu: Aussagen in der Telefonkonferenz, Analysten -
    Stuttgart, 20. Jul - Die DaimlerChrysler AG <DCXGn.DE>ist im zweiten Quartal in die Gewinnzone zurückgekehrt und hat mit geringer als erwarteten Verlusten bei der US-Tochter Chrysler die Börse positiv überrascht. Der Konzern teilte am Freitag in Stuttgart mit, der um Einmaleffekte bereinigte operative Gewinn habe im zweiten Quartal 725 Millionen Euro betragen. Im Vorjahr hatte DaimlerChrysler noch einen operativen Gewinn von 2,626 Milliarden Euro erzielt. Analysten hatten im Schnitt einen bereinigten operativen Gewinn von 390 Millionen Euro erwartet. Firmenchef Jürgen Schrempp sagte, DaimlerChrysler sei mit seinem Sanierungsprogramm voll im Plan. An seiner Prognose für das gesamte Jahr hielt der Konzern fest. Der Kurs der DaimlerChrysler-Aktie legte gegen den Markttrend zu.
    Der Umsatz des Stuttgarter Konzerns sank von April bis Juni durch Änderungen im Konsolidierungskreis um fünf Prozent auf 41,5 Milliarden Euro. Insgesamt setzte DaimlerChrysler mit 1,3 Millionen Pkw und Nutzfahrzeugen etwa so viele Fahrzeuge ab wie im Vorjahr. Deutlichen Zuwächsen bei Mercedes und Smart standen Einbußen bei Chrysler und Nutzfahrzeugen gegenüber. Nach Steuern wies DaimlerChrysler für das zweite Quartal einen bereinigten Überschuss von 0,5 (Vorjahr 1,75) Milliarden Euro aus.
    Im ersten Quartal hatte DaimlerChrysler für die Sanierung der angeschlagenen Tochter Chrysler und des japanischen Partners Mitsubishi<7211.T> Einmalkosten von 3,1 Milliarden Euro verbucht, wodurch der Konzern im ersten Halbjahr einschließlich der Einmaleffekte einen Verlust von 1,6 Milliarden Euro auswies. Die Konzern-Liquidität wuchs bis Ende Juni um 0,3 Milliarden Euro auf 12,8 Milliarden Euro. Der Cash Flow aus der Geschäftstätigkeit blieb mit 10,9 Milliarden Euro etwa konstant.
    "Wir liefern nun, wozu wir uns auf der Bilanzpressekonferenz im Februar verpflichtet haben", sagte Schrempp in einer Telefonkonferenz. Beim Erreichen der Ertragsziele sei man im Plan. Im Februar hatte DaimlerChrysler einen Sanierungsplan mit konkreten Ergebniszielen bis zum Jahr 2003 vorgelegt.
    DaimlerChrysler begründete das besser als erwartete Ergebnis vor allem mit einem deutlich geringeren Betriebsverlust von Chrysler, der im zweiten Quartal auf 148 Millionen Euro von 1,4 Milliarden Euro in den ersten drei Monaten gesunken sei. Gründe dafür seien die Kostensenkungen bei Chrysler und der im zweiten Quartal wieder gestiegene Absatz. Belastend hätten die hohen Marketingkosten und der im Vergleich zum Vorjahr gleichwohl niedrigere Absatz gewirkt. Analysten hatten für Chrysler im Schnitt ein Minus von 641 Millionen Euro erwartet.
    Schrempp bekräftigte, Chrysler solle im Gesamtjahr 2002 wieder die Gewinnzone erreichen. "Chrysler liegt gut im Plan, die Wende zu schaffen und 2002 den Break Even zu erreichen", sagte er. Chrysler-Chef Dieter Zetsche ergänzte, bei den Einsparungen komme Chrysler etwas besser voran, der Marktanteil in den USA sei mit knapp 14 Prozent aber etwas schlechter als erwartet. Im ersten Halbjahr baute Chrysler 9000 Arbeitsplätze ab, mittelfristig sollen 26.000 Stellen wegfallen. Die Prognose für den US-Automarkt, auf dem ein extremer Preiswettbewerb herrscht, hob DaimlerChrysler mittlerweile für 2001 auf 16,5 von bisher 16 Millionen Fahrzeugen an. "Wir fühlen uns mit dem US-Markt etwas wohler als noch zu Jahresbeginn", sagte Schrempp.
    Die Nutzfahrzeug-Sparte wies nach einem Verlust von 138 Millionen Euro in den ersten drei Monaten nun im zweiten Quartal einen operativen Gewinn von 127 (Vorjahr 406) aus. Die Sparte wird durch die US-Lkw-Tochter Freightliner belastet, die durch den einbrechenden Lkw-Markt in den USA in die Verlustzone geraten war. Nutzfahrzeug-Chef Eckhard Cordes sagte, die neue Freightliner-Führung werde bis Herbst ein Programm zur grundlegenden Umstrukturierung ausarbeiten. Er betonte, insgesamt werde die Nutzfahrzeugsparte 2001 aber Gewinne machen.
    Zufrieden zeigte sich Schrempp mit der Entwicklung des Geschäfts mit Pkw der Marken Mercedes und Smart. Die Sparte steigerte ihren operativen Gewinn im zweiten Quartal trotz eines schwachen deutschen Automarktes um zehn Prozent auf 830 Millionen Euro. Das sei ein "bemerkenswerter Erfolg", sagte er.
    An der Prognose für 2001 hielt DaimlerChrysler fest. Der bereinigte operative Gewinn soll sich demnach in der Spanne von 1,2 bis 1,7 (Vorjahr 5,2) Milliarden Euro bewegen. Der Umsatz dürfte durch Veränderungen im Konsolidierungskreis auf gut 145 (162,4) Milliarden Euro sinken. Schrempp sagte aber, im dritten Quartal werde das Ergebnis aus saisonalen Gründen noch einmal schlechter ausfallen.
    An der Börse drehte der Kurs der DaimlerChrysler-Aktie trotz eines schwachen Marktumfelds nach der Vorlage der Zahlen ins Plus. Am Nachmittag wurde die Aktie für rund 57 Euro und damit um 1,3 Prozent höher als am Vortag gehandelt. Finanzexperten sagten, die Zahlen seien gut. "Die Ergebnisse liegen deutlich über den Erwartungen, aber es gibt immer noch zwei Bereiche, die man beobachten muss: Chrysler und die Nutzfahrzeuge", sagte Stephen Reitman von Merrill Lynch. Andere Analysten sagten, vermutlich werde DaimlerChrysler auch im Gesamtjahr ein Ergebnis am oberen Ende der selbst vorgegebenen Spanne vorlegen.
     
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  3. #2 Otfried, 20.07.2001
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    - Neu: Aussagen von Gentz, Aktienkurs, Analysten –
    Stuttgart, 20. Jul (Reuters) - Die DaimlerChrysler AG <DCXGn.DE>ist im zweiten Quartal in die Gewinnzone zurückgekehrt und hat mit geringer als erwarteten Verlusten bei der US-Tochter Chrysler die Börse positiv überrascht. Der Konzern teilte am Freitag in Stuttgart mit, der um Einmaleffekte bereinigte operative Gewinn habe im zweiten Quartal 725 Millionen Euro betragen. Im Vorjahr hatte DaimlerChrysler noch einen operativen Gewinn von 2,626 Milliarden Euro erzielt. Analysten hatten im Schnitt einen bereinigten operativen Gewinn von 390 Millionen Euro erwartet. Firmenchef Jürgen Schrempp sagte, DaimlerChrysler sei mit seinem Sanierungsprogramm voll im Plan. An seiner Prognose für das gesamte Jahr hielt der Konzern fest. Der Kurs der DaimlerChrysler-Aktie legte gegen den Markttrend zu.
    Der Umsatz des Stuttgarter Konzerns sank von April bis Juni durch Änderungen im Konsolidierungskreis um fünf Prozent auf 41,5 Milliarden Euro. Insgesamt setzte DaimlerChrysler mit 1,3 Millionen Pkw und Nutzfahrzeugen etwa so viele Fahrzeuge ab wie im Vorjahr. Deutlichen Zuwächsen bei Mercedes und Smart standen Einbußen bei Chrysler und Nutzfahrzeugen gegenüber. Nach Steuern wies DaimlerChrysler für das zweite Quartal einen bereinigten Überschuss von 0,5 (Vorjahr 1,75) Milliarden Euro aus.
    Im ersten Quartal hatte DaimlerChrysler für die Sanierung der angeschlagenen Tochter Chrysler und des japanischen Partners Mitsubishi<7211.T> Einmalkosten von 3,1 Milliarden Euro verbucht, wodurch der Konzern im ersten Halbjahr einschließlich der Einmaleffekte einen Verlust von 1,6 Milliarden Euro auswies. Die Konzern-Liquidität wuchs bis Ende Juni um 0,3 Milliarden Euro auf 12,8 Milliarden Euro. Der Cash Flow aus der Geschäftstätigkeit blieb mit 10,9 Milliarden Euro etwa konstant.
    "Wir liefern nun, wozu wir uns auf der Bilanzpressekonferenz im Februar verpflichtet haben", sagte Schrempp in einer Telefonkonferenz. Beim Erreichen der Ertragsziele sei man im Plan. Im Februar hatte DaimlerChrysler einen Sanierungsplan mit konkreten Ergebniszielen bis zum Jahr 2003 vorgelegt.
    DaimlerChrysler begründete das besser als erwartete Ergebnis vor allem mit einem deutlich geringeren Betriebsverlust von Chrysler, der im zweiten Quartal auf 148 Millionen Euro von 1,4 Milliarden Euro in den ersten drei Monaten gesunken sei. Gründe dafür seien die Kostensenkungen bei Chrysler und der im zweiten Quartal wieder gestiegene Absatz. Belastend hätten die hohen Marketingkosten und der im Vergleich zum Vorjahr gleichwohl niedrigere Absatz gewirkt. Analysten hatten für Chrysler im Schnitt ein Minus von 641 Millionen Euro erwartet.
    Schrempp bekräftigte, Chrysler solle im Gesamtjahr 2002 wieder die Gewinnzone erreichen. "Chrysler liegt gut im Plan, die Wende zu schaffen und 2002 den Break Even zu erreichen", sagte er. Chrysler-Chef Dieter Zetsche ergänzte, bei den Einsparungen komme Chrysler etwas besser voran. Sie lägen teilweise über den Planungen, sagte Finanzchef Manfred Gentz. Da das dritte Quartal auf Grund der Ferienzeit aber traditionell schwach ausfalle, blieben die Prognosen für das Gesamtjahr unverändert. Der Marktanteil in den USA war den Angaben zufolge mit knapp 14 Prozent aber etwas schlechter als erwartet ausgefallen. Im ersten Halbjahr baute Chrysler 9000 Arbeitsplätze ab, mittelfristig sollen 26.000 Stellen wegfallen. Die Prognose für den US-Automarkt, auf dem ein extremer Preiswettbewerb herrscht, hob DaimlerChrysler mittlerweile für 2001 auf 16,5 von bisher 16 Millionen Fahrzeugen an. "Wir fühlen uns mit dem US-Markt etwas wohler als noch zu Jahresbeginn", sagte Schrempp.
    Die Nutzfahrzeug-Sparte wies nach einem Verlust von 138 Millionen Euro in den ersten drei Monaten nun im zweiten Quartal einen operativen Gewinn von 127 (Vorjahr 406) aus. Die Sparte wird durch die US-Lkw-Tochter Freightliner belastet, die durch den einbrechenden Lkw-Markt in den USA in die Verlustzone geraten war. Nutzfahrzeug-Chef Eckhard Cordes sagte, die neue Freightliner-Führung werde bis Herbst ein Programm zur grundlegenden Umstrukturierung ausarbeiten. Er betonte, insgesamt werde die Nutzfahrzeugsparte 2001 aber Gewinne machen.
    Zufrieden zeigte sich Schrempp mit der Entwicklung des Geschäfts mit Pkw der Marken Mercedes und Smart. Die Sparte steigerte ihren operativen Gewinn im zweiten Quartal trotz eines schwachen deutschen Automarktes um zehn Prozent auf 830 Millionen Euro. Das sei ein "bemerkenswerter Erfolg", sagte er.
    An der Prognose für 2001 hielt DaimlerChrysler fest. Der bereinigte operative Gewinn soll sich demnach in der Spanne von 1,2 bis 1,7 (Vorjahr 5,2) Milliarden Euro bewegen. Der Umsatz dürfte durch Veränderungen im Konsolidierungskreis auf gut 145 (162,4) Milliarden Euro sinken. Schrempp sagte aber, im dritten Quartal werde das Ergebnis aus saisonalen Gründen noch einmal schlechter ausfallen.
    An der Börse drehte der Kurs der DaimlerChrysler-Aktie trotz eines schwachen Marktumfelds nach der Vorlage der Zahlen ins Plus. Im späten Handel wurde die Aktie für 57,62 Euro und damit um 2,44 Prozent höher als am Vortag gehandelt. Finanzexperten sagten, die Zahlen seien gut. "Die Richtung stimmt und ich gehe davon aus, dass das Unternehmen seine Ziele erreichen wird", sagte Steffen Burat, Fondsmananger bei der Helaba Invest. "Die Ergebnisse liegen deutlich über den Erwartungen, aber es gibt immer noch zwei Bereiche, die man beobachten muss: Chrysler und die Nutzfahrzeuge", sagte Stephen Reitman von Merrill Lynch. Andere Analysten sagten, vermutlich werde DaimlerChrysler auch im Gesamtjahr ein Ergebnis am oberen Ende der selbst vorgegebenen Spanne vorlegen.
     
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