Vorstellung W108 280SE und Problem :)

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S203.235: brillantsilber, Elegance, COMAND, PTS, ankl. Spiegel, Holz-Leder-Lenkrad, 17" LM-Felgen...
Hallo liebe Forumsgemeinde,

dies ist mein erster Post im S-Klasse-Forum. Ich bin allerdings schon lange im C-Klasse-Teil aktiv und fahre im Alltag einen S203.
Ende letzten Jahres habe ich mir jedoch einen großen Traum erfüllt und mir einen W108 280SE aus Kalifornien zugelegt. Jetzt wird es höchste Zeit, dass ich den Wagen hier vorstelle ;)

Teil 1: Fahrzeuggeschichte

Zunächst mal ist zu sagen, dass es nicht meine erste "US-Erfahrung" ist, ich reise jedes Jahr nach Kalifornien auf der Suche nach lohnenswerten Oldtimern (Mercedes) die ich dann, im Auftrag, nach Deutschland hole. Deshalb habe ich dort auch zahlreiche Kontakte wenn es z.B. um´s Überprüfen der Autos geht.
Da in den USA ja auch viele "Blender" unterwegs sind habe ich lange gesucht, nun jedoch meinen 280SE gefunden, und zwar in einem sehr guten und vor Allem ehrlichen Zustand.

Es geht um den W108.018 Baujahr 1972 in 542 dunkelrot mit cognac-braunem Leder. Er hat außerdem Mittelautomatik, Schiebedach, Behr-Klimaanlage u.m.
Das tolle an dem Wagen ist die Vorgeschichte :) Ich habe sämtliche Original-Dokumente inkl. dieser "Stempelkarten" vom Werk, aus denen auch ersichtlich wird, an wen der Wagen erstmals ausgeliefert wurde. Das war ein ursprüngl. skandinavischer Diplomat in der San Francisco Bay-Area, der den Wagen offensichtlich als "Vorzeige-Dienstwagen" nutzte. Der Wagen wurde laut Scheckheft stets in einer Mercedes-Vertragswerkstatt gewartet, Alles befindet sich ganz offensichtlich in unberührtem Originalzustand. Selbst der Lack ist der erste, welcher bis auf wenige kleine Macken fast wie neu aussieht, Rost gibt es keinen.
Der Wagen ist absolut unverbastelt, bis auf ein recht modernes Radio, für das aber die Holz-Blende nicht beschädigt wurde - das originale Nadelstreifenradio, von dem auch noch die Bedienungsanleitung vorhanden ist, habe ich mittlerweile wieder gebraucht besorgt.
Das Scheckheft ist lückenlos von 1972 bis 1995, laut diesem ist der Wagen in der Zeit nur ca. 15.000 Meilen gefahren und hat San Francisco wohl kaum für längere Zeit verlassen. 1995 wurde der Wagen still gelegt und recht aufwendig von einer Mercedes-Werkstatt "eingemottet" (Alles dokumentiert). Ich nehme an, dass der Besitzer seinen Wagen schätzte und liebte.
Dieser Besitzer ist kürzlich leider verstorben und seine Enkel in Los Angeles erbten den Wagen. Sie haben das Auto in einer guten Werkstatt, die sich mit Mercedes Oldtimern befasst, sorgfältig wieder in Betrieb nehmen lassen - der Hammer ist, dass ich diese Werkstatt selbst kenne und schonmal mit einem 280SL (W113), den ich nach Deutschland bringen sollte, dort war! Ich habe Belege der Werkstatt über nagelneue Reifen auf Stahlfelgen, Bremsen, Stoßdämpfern, sämtlichen Filtern, Kerzen und Flüssigkeiten u.v.m. beim Kauf bekommen. Scheint sorgsam gemacht worden zu sein und ist nach ca. 15 Jahren Standzeit sicher nötig gewesen ;)
Der Tacho zeigt nun knapp 17.000 Meilen - wenn das stimmt (laut Service-Heft von 95 kommt das ja hin) habe ich wohl einen guten Griff getan :D
Ich habe übrigens seitens der US-Straßenbehörden den Beleg, dass das Auto zwischen 1995 und 2011 tatsächlich nicht zugelassen wurde.

Die Enkel und gleichzeitig Erben haben das Auto also fit machen lassen und für den Verkauf zugelassen. Ich habe das Auto ausführlich Probe gefahren und vor Ort war Alles bestens, ca. 1 Stunde Stadtverkehr durch LA und eine Highwayfahrt hat er locker runter gerissen.
Also ab mit dem Wagen zu meinem bekannten deutschen Oldtimer-Verschiffer - 6 Wochen später habe ich den Wagen, zusammen mit ein paar anderen Sternen-Schätzen, in Rotterdam in Empfang genommen und habe die Fracht diesmal mein Eigen nennen dürfen :)
Den Winter über bis jetzt stand der Schatz in der Garage und ich habe sämtliche kosmetische Kleinigkeiten und kleinen Defekte behoben bzw. behebn lassen (defekte Uhr und Beleuchtung im Tacho, defektes Holz am Fensterschlüssel, kleinere Lackschäden, nochmals ein Ölwechsel, defekte Raste am Blinkerhebel u.s.w.)
Nun steht der Wagen eigentlich kurz vor TÜV und Zulassung, es sind aber noch ein paar Probleme geblieben.
Der Übersicht halber folgt die Problembeschreibung bzw. Fragerei im zweiten Teil ;) ...
 
Teil 2: Probleme vor dem TÜV

...sooo, nun zu den Dingen, die noch vor mir liegen und bei denen mir die Spezialisten hoffentlich weiter helfen können :)

Ich beginne mit den Kleinigkeiten bezgl. Umrüstung für den deutschen Straßenverkehr. Hab mich in zahlreichen Foren natürlich schon schlau gemacht, was denn Alles geändert werden muss, zum "Wie" sind aber noch ein paar Fragen geblieben.

-hintere Sidemarker habe ich von den roten gegen gelbe getauscht.

-Rückleuchten haben schon gelbe Blinker und auch ein E- sowie ein SAE-Zeichen. Kann ich die also drin lassen?

-Für die Frontscheinwerfer habe ich die original Bosch-Einsätze besorgt und die Sealed-Beam raus geschmissen. Was bleibt, sind die Blinker. Ich habe ja noch die großen runden in der Mitte, wo in der deutschen Version die Nebelscheinwerfer sitzen. Habe gehört, dass der TÜV manchmal meckert, wenn man das so lässt. Deshalb die Frage: Bekommt man irgendwo die passenden Fassungen und Alles was sonst nötig ist, um die Blinker in des gelbe Feld am Hauptscheinwerfer zu verlegen (wie in der deutschen Version)? Über eine "Anleitung" würde ich mich an dieser Stelle sehr sehr freuen! ;)

-Das Standlicht befindet sich in der US-Version ebenfalls in den großen orangenen Leuchten, welches ich nun natürlich in die Hauptscheinwerfer legen muss. Ich bekomme allerdings diese runden gelben Leuchten nicht raus :( Habe die beiden Muttern an der Innenseite (im Motorraum) gelöst, die Scheinwerfer scheinen aber im Bereich der äußeren Gummidichtung regelrecht am Blech fest zu kleben und lassen sich nicht nach vorne abziehen - gibt´s da einen Trick?

-Wenn Standlicht und Blinker in die Hauptscheinwerfer verlegt werden sind ja die orangenen runden Blinker nutzlos und ich würde überlegen, ob ich stattdessen die deutschen Nebelscheinwerfer einbaue (habe ich bereits besorgt). Der Lichtschalter hat bereits die passende Einstellung (Raste), also fehlen nur noch die Kabel. Liegen bereits irgendwo im Motorraum passende Anschlüsse bzw. gibt´s eine Anleitung, wie man das nachträglich bewerkstelligen kann?

-Reifen: Meist müssen ja die US-Reifen ausgetauscht werden, bei meinen nagelneuen Weißwand-Reifen handelt es sich jedoch um UniRoyal "Tiger Paw", welche alle Bezeichnungen aufweisen, die auch ein deutscher Reifen trägt (richtige Größe, Geschw.Index, DOT-Nr. mit Herstellungsdatum, E-Zeichen). Wisst ihr, ob ich die nun drauf lassen kann (wäre schade drum, wenn nicht)

-Warnblinker: Die ganze Zeit funktionierte die Warnblink-Anlage, neuerdings blinken die Warnblinker aber nicht mehr, sondern leuchten dauerhaft :( Defektes Relais?? Normale Blinker funktionieren. Würde mich über einen Tipp, wo was sitzt und was ich austauschen sollte, sehr freuen!

Das war´s glaube ich erstmal von den kleineren TÜV-Notwendigkeiten, ich freue mich riesig über möglichst genaue "Anleitungen", da ich den Wagen noch nicht so richtig gut kenne ;)
Ich habe mir für teures Geld ein wohl seltenes, englisches Handbuch für den W108 und W113 ersteigert, welches aber leider recht kurz und knapp gehalten ist und sich mehr auf Wartungsarbeiten bezieht - nichtmal zum Blinkerrelais habe ich was gefunden :(

Vielen vielen Dank schonmal an Alle Leser und Tipp-Geber !
 
Ich würde hier den direkten Weg suchen, also ein Gespräch mit der örtlichen Dekra/TÜV. Zeig Ihnen ebenso die Geschichte des Fahrzeuges und alle erforderlichen Unterlagen - kurzum, drucke "einfach" diese Seiten aus, schildere, was schon gemacht wurde und was noch zu erledigen ist. Dann wird Dir ein älterer, gnädiger TÜV-Prüfer schon sagen, was er noch erwartet. Für die technischen Details findest Du hier sicher Unterstützung, aber öffentlich vereidigte SV finden sich hier m.E. nicht.

Wir haben etwas ähnliches vor nem Jahr durchgezogen. Für Rallyeeinsätze musste ein Nissan entkernt werden, zusätzlich Bodylift, Modder-Reifen, Lufteinlass über Dachkante, das ganze Drumherum. Auch hier wurde ein TÜVler mit einbezogen, um nachher keine böse Überraschung zu erleben. Das Ding ist jetzt inkl. aller Umbauten zugelassen und fährt sich bis 80 km/h auch recht passabel ;) Unter 8 km/h ist aber sein Spezialgebiet...

Viel Spaß mit dem Auto - toll, dass es solche Schätze noch gibt - und die Historie dazu noch nachvollziehbar!

MfG Paule
 
Teil 3: Problem Einspritz- / Zündsystem


...so, nun zum vorerst letzten Teil und damit zum größtem Problem :(
Bei der Probefahrt in Kalifornien lief der Wagen über einen längeren Zeitraum bestens, auch im Stop-and-Go.
Als der Wagen dann per Hänger bei mir auf dem Hof ankam, sprang er nur mit Starthilfe an, Batterie war aber auch total leer. Komischerweise lief er nach Starthilfe einige Minuten bestens, ging aber im Stand immer wieder aus. Messung ergab, dass die LIMA lädt.
Batterie habe ich dann geladen und er sprang auch bestens an und fuhr ohne Probleme eine Weile über den Hof, bis ich ihn selbst abstellte.
Seitdem scheitern die Fahrversuche jedoch größtenteils.
Ich beschreibe mal Alles so ausführlich wie möglich:

-Wenn der Wagen eine Weile stand, springt er bestens an und fährt auch eine Weile ganz normal. Nach wenigen Minuten jedoch, noch bevor der Motor richtig betriebswarm ist, fängt er im Stand bei eigelegter Fahrstufe immer mehr zu stottern an, schüttelt sich noch ein paar Mal und geht schließlich aus. Versucht man unmittelbar danach zu starten springt er nur schwer oder gar nicht mehr an.
Wartet man eine Weile, springt er wieder problemlos an, geht aber wieder nach kurzer Zeit aus.

Dies passiert nur im Stand mit eigelegter Fahrstufe bzw. bei langsamer Fahrt besonders wenn er sich anstrengen muss (bergauf). Bei zügiger Fahrt hält er lange durch, bis man wieder bremst.
Wenn er im Stand anfängt zu stottern und man dann in den Leerlauf schaltet, läuft der Motor sofort wieder normal.
Eine längere Fahrt habe ich noch nicht unternommen, da er ja noch keine deutsche Zulassung hat und ich mich auch mit Kurzzeit-Kennzeichen mit diesem Problem ungern auf die Straße wagen würde.


Was ich seltsam finde:
Nach dem er im Stand ausgegangen ist, springt er ja meist nicht mehr oder nur sehr schlecht an. Wenn man genau in dieser Zeit jedoch Starthilfe gibt, springt er sofort und ohne Probleme an!!! Das habe ich so mehrmals probiert. Die eigene Batterie ist jedoch neu und ganz voll, die Lima arbeitet auch und das von mir beschriebene Fehlerbild passt doch auch nicht zu einem Batterieproblem, oder? Dafür habe ich irgendwie keine Erklärung.

Übrigens habe ich das Gefühl, dass der Motor generell (also auch im Leerlauf) ein wenig unruhig läuft, er tuckert etwas, bisschen wie ein Diesel. Da ich den Motor aber noch nicht so gut kenne weiß ich nicht, ob ich mir das vllt. nur einbilde.

Ich habe ntürlich schon fleißig gesucht und bin u.a. auf diesen Beitrag im Forum gestoßen:

http://www.db-forum.de/forum/daimle...67-w108-automatik-geht-bein-anfahren-aus.html

...habe erst überlegt, ob ich mich an diesen Beitrag mit anhänge, aber mein Problem klingt ja ein kleines bisschen anders und außerdem bin ich ja sowieso gerade dabei, meinen W108 hier ausführlich vorzustellen.
Die "Checkliste" aus dem anderen Beitrag versuche ich trotzdem mal abzuarbeiten, allerdings fehlt mir dazu bei manchen Punkten das KnowHow bzw. die Messgeräte/Spezialwerkzeuge...

Ich wollte gestern mal mit den einfachen Dingen anfangen und die Sprit-Förderleistung überprüfen, war mir dann jedoch unsicher wo ich den Schlauch am besten abziehen soll. Über genaue Angaben freue ich mich sehr. Zündkerzen sind neu und sehen okay aus, Verteiler sieht auch gut aus. Ein befreundeter Mechaniker, der früher in einer Mercedes Oldtimer-Werkstatt arbeitete, vermutet eher ein Einspritz- als ein Zündproblem. Aufgrund der räumlichen Distanz konnte er den Wagen leider jedoch nicht selbst anschauen.

Ich würde mich nun sehr über eine Art Checkliste, welche Dinge für mein Problem in Frage kommen, und was ich selbst gut machen kann, freuen. Über möglichst genaue Beschreibungen, wie ich vorgehen sollte, freue ich mich besonders :D
Hoffe ich bin nicht zu unverschämt... Es ist eigentlich nicht so, dass ich bezgl. Autos hilflos wäre, aber hier weiß ich nicht so genau wo ich am besten anfangen soll und ich kenne diesen Motor eben noch nicht so gut und möchte nichts falsch machen.

Freue mich sehr auf eure Experten-Meinungen und danke euch schonmal ganz herzlich :)
 
Hallo Paule!

Vielen Dank für deine Tipps, das mit dem TÜV-Prüfer habe ich mir auch schon gedacht und von diesem bereits eine Liste bekommen, was auf jeden Fall zu machen ist. Mein Problem ist also nun weniger die Frage WAS gemacht werden muss, sondern eher das WIE (z.B. wie ich die orangenen Leuchten raus bekomme, wie ich die Blinker verlegen kann, was für den nicht funktionierenden Warnblinker verantwortlich sein könnte u.s.w.). Ein Oldi-Bastler könnte mir da bestimmt helfen - und den versuche ich hier zu finden :D

Aufgrund anderer Forumsbeiträge weiß ich, dass Peter (CocaLight) ein solch umfassendes Wissen, was speziell den W108 angeht, nachgesagt wird... ;)
 
280 SE - 108.018

Hallo Paule!

Vielen Dank für deine Tipps, das mit dem TÜV-Prüfer habe ich mir auch schon gedacht und von diesem bereits eine Liste bekommen, was auf jeden Fall zu machen ist. Mein Problem ist also nun weniger die Frage WAS gemacht werden muss, sondern eher das WIE (z.B. wie ich die orangenen Leuchten raus bekomme, wie ich die Blinker verlegen kann, was für den nicht funktionierenden Warnblinker verantwortlich sein könnte u.s.w.). Ein Oldi-Bastler könnte mir da bestimmt helfen - und den versuche ich hier zu finden :D

Aufgrund anderer Forumsbeiträge weiß ich, dass Peter (CocaLight) ein solch umfassendes Wissen, was speziell den W108 angeht, nachgesagt wird... ;)
Hallo Markus,

umfassend ist schon reichlich übertrieben - aber danke für die Blumen! :p
Ich weiß das Eine oder Andere über den W108, aber längst nicht alles oder gar umfassend.

Muss mir Deinen Riesentext nachher erst mal in Ruhe durchlesen, ok?

Bis später
Peter
 
Hallo!

Klar, nur keine Hektik, danke für die schnelle Antwort! :)

Übrigens, fällt mir grade ein, mir ist aufgefallen, dass das Luftfiltergehäuse an der hinteren Seite ordentlich eingedrückt ist, warum auch immer, und dadurch einen beachtlichen Spalt aufgeklafft ist, also offen steht. Falls das bei den Überlegungen zu berücksichtigen wäre...
 
Hallo zusammen,

Sooo, gestern musste ich ihn mal wieder aus der Garage bewegen. Bisher sprang er nach langer Standzeit ja immer super an und bei den folgenden Versuchen jedesmal schlechter. Gestern war es umgekehrt. Er sprang zwar gleich an, stotterte aber sofort und ging bereits aus, als gerade mal die Schnauze aus der Garage geguckt hat. Hab´s direkt nochmal probiert und da sprang er so schnell an wie nie zuvor ;) und fuhr auch länger als beim ersten Versuch. Erst beim Abbremsen ging er wieder stotternd aus...
Weiß nicht, ob das relevant ist. Freue mich über jeden Tipp und jede Antwort! Danke :)
 
Hallo,

nach so langer Standzeit könnte ich mir vorstellen, dass es Probleme mit der Benzinversogung gibt. Hast Du mal den Benzinfilter getauscht und angesehen? sind vielleicht irgendwelche Ablagerungen im Tank, die verhindern, dass Sprit angesaugt werden kann? Läuft die elektrische Benzinpumpe einwandfrei? Vielleicht einfach mal das Geräusch der laufenden Pumpe beurteilen und dann evtl gucken, ob vorne Sprit ankommt, wenn nur die Zündung an ist.

Ich kenne da noch so ein spezielles Problem mit dem Tank, aber versuche erstmal diese Ding zu klären.

Gruß Ulf
 
Hallo MB 203,

Glückwunsch zu deinem Fund.

zu Teil 2: die Haupt-Scheinwerfer werden noch heute bei BOSCH gehandelt, dort lassen sich alle Einzelteile erwerben, incl. der weißen Dreieckseinsätze m. Fassung für die Parklichter (Mercedes liefert hier nur noch Nachbau ohne Fassung). Sofern die Nebelscheinwerfer bereits verkabelt sind, sollte das Kabel im 6-fach Stecker am Hauptscheinwerfer ankommen und kann von dort abgegriffen werden (bei der deutschen Ur-Version war ja der Nebelscheinwerfer in der Leuchteinheit integriert).

zu Teil 3: nach deiner Schilderung vermute ich die Ursache im Kaltlaufregler. Nach dem Verlauf (lange Standzeit / Klimawechsel) wird der sicherlich etwas klemmen und somit die Zusatzluft zum falschen Zeitpunkt liefern. Reinigen und gangbar machen.

Gruß Blacky
 

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280 SE - 108.018 - Motor stirbt ab bei eingelegter Fahrstufe

Hallo Markus,

könntest Du bei Gelegenheit ein zwei drei gute Fotos vom Motorraum hier einstellen? Dann lässt sich das Eine oder Andere oft leichter erklären / beschreiben.
Teil 3: Problem Einspritz- / Zündsystem


...so, nun zum vorerst letzten Teil und damit zum größtem Problem :(
Bei der Probefahrt in Kalifornien lief der Wagen über einen längeren Zeitraum bestens, auch im Stop-and-Go.
Als der Wagen dann per Hänger bei mir auf dem Hof ankam, sprang er nur mit Starthilfe an, Batterie war aber auch total leer. Komischerweise lief er nach Starthilfe einige Minuten bestens, ging aber im Stand immer wieder aus. Messung ergab, dass die LIMA lädt.
Batterie habe ich dann geladen und er sprang auch bestens an und fuhr ohne Probleme eine Weile über den Hof, bis ich ihn selbst abstellte.
Seitdem scheitern die Fahrversuche jedoch größtenteils.

Die eigene Batterie ist jedoch neu und ganz voll, die Lima arbeitet auch
... war jetzt die Batterie schon in Californien neu aber tiefentladen?
Hast Du das Ganze auch mal mit einer anderen Batterie probiert?
Polklemmen sind wirklich beide sauber und fest angezogen?

Welche Außentemperaturen hatte es in Californien?
(Frage nur wegen der Kaltstarteinrichtung)

Hast Du derzeit noch den Californien-Sprit im Tank oder hast Du mittlerweile in D getankt? Und was hast Du hier getankt?



Ich beschreibe mal Alles so ausführlich wie möglich:

-Wenn der Wagen eine Weile stand, springt er bestens an und fährt auch eine Weile ganz normal. Nach wenigen Minuten jedoch, noch bevor der Motor richtig betriebswarm ist, fängt er im Stand bei eigelegter Fahrstufe immer mehr zu stottern an, schüttelt sich noch ein paar Mal und geht schließlich aus. Versucht man unmittelbar danach zu starten springt er nur schwer oder gar nicht mehr an.
Wartet man eine Weile, springt er wieder problemlos an, geht aber wieder nach kurzer Zeit aus.

Dies passiert nur im Stand mit eigelegter Fahrstufe bzw. bei langsamer Fahrt besonders wenn er sich anstrengen muss (bergauf). Bei zügiger Fahrt hält er lange durch, bis man wieder bremst.
Wenn er im Stand anfängt zu stottern und man dann in den Leerlauf schaltet, läuft der Motor sofort wieder normal.
Eine längere Fahrt habe ich noch nicht unternommen, da er ja noch keine deutsche Zulassung hat und ich mich auch mit Kurzzeit-Kennzeichen mit diesem Problem ungern auf die Straße wagen würde.
Würde mir mal das Kaltstartventil am Saugrohr anschauen ob es überhaupt elektrisch funktioniert und ob es evtl. undicht ist und nachtropft oder ob es überhaupt einspritzt.
http://www.pagodentreff.de/diskussionsforum/attachments/10586d1253041149-motor-l-uft-richtig-img_5362.jpg
Quelle: Pagodentreff

Wenn ich es noch richtig im Kopf habe, spritzt das Kaltstartventil bis etwa 35°C (Kühlwassertemperatur) zusätzlich Kraftstoff ins Saugrohr beim Startvorgang, je kälter um so länger (max. 12 Sekunden ca.).
Ab 35° und wärmer spritzt das KV nur noch ganz kurz beim Startvorgang ins Saugrohr ein.

Geschaltet wird das KV über ein Relais:
http://www.partbob.com/media/catalog/product/cache/2/image/500x500/9df78eab33525d08d6e5fb8d27136e95/p/2_0332008001.JPG
Quelle: partbob
Das Relais wiederum wird von einem Thermozeitschalter angesteuert.
Ein undichtes Kaltstartventil lässt sich überholen.

Ansonsten würde ich mir auch noch den Hubmagnet für die Leerlaufanhebung anschauen ob der noch funktioniert.

Ich geh´ mal davon aus, dass das komplette Gasgestänge, Kugelköpfe etc. alles so weit spielfrei ist und die Grundeinstellung noch stimmt.



Übrigens habe ich das Gefühl, dass der Motor generell (also auch im Leerlauf) ein wenig unruhig läuft, er tuckert etwas, bisschen wie ein Diesel. Da ich den Motor aber noch nicht so gut kenne weiß ich nicht, ob ich mir das vllt. nur einbilde.
Wenn Deine Fehlersuche erfolglos bleiben sollte (was ich nicht glaube) würde ich auf jeden Fall rein gar keine Versuche unternehmen an der Einspritzpumpe etwas zu verstellen, erst Recht nicht bei laufendem Motor!


Ich habe ntürlich schon fleißig gesucht und bin u.a. auf diesen Beitrag im Forum gestoßen:

http://www.db-forum.de/forum/daimle...67-w108-automatik-geht-bein-anfahren-aus.html

...habe erst überlegt, ob ich mich an diesen Beitrag mit anhänge, aber mein Problem klingt ja ein kleines bisschen anders und außerdem bin ich ja sowieso gerade dabei, meinen W108 hier ausführlich vorzustellen.
Die "Checkliste" aus dem anderen Beitrag versuche ich trotzdem mal abzuarbeiten, allerdings fehlt mir dazu bei manchen Punkten das KnowHow bzw. die Messgeräte/Spezialwerkzeuge...
Welche Punkte wären das?

Ich wollte gestern mal mit den einfachen Dingen anfangen und die Sprit-Förderleistung überprüfen, war mir dann jedoch unsicher wo ich den Schlauch am besten abziehen soll. Über genaue Angaben freue ich mich sehr.
Wenn man´s ganz genau nimmt, wird die Förderleistung am Filterausgang gemessen, was ja auch Sinn macht.

http://www.niemoeller.de/w111/artikelbilder/47-2.jpg
Quelle: Niemoeller

Aber ehrlich gesagt kann ich mir nicht vorstellen, dass es ein Problem mit der Kraftstoff-Förderleistung gibt, denn dann würde der Motor nicht im Leerlauf sondern bei höheren Drehzahlen unrund laufen...



Es ist eigentlich nicht so, dass ich bezgl. Autos hilflos wäre, ...
Ich traue Dir das zu, dass Du auch mit dem
W108 klar kommst ;)
Es gibt für die Baureihen aus dieser Zeit ein Werkstatthandbuch von Mercedes-Benz: klick
Der Preis liegt mittlerweile bei ca. 120€.


Gruß
Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
280 SE - 108.018 - Motor stirbt ab bei eingelegter Fahrstufe

Und Markus?

Wie schaut´s aus?

Gruß
 
Hallo!
Sorry für die späte Rückmeldung, ich wollte längst berichten, leider sind mir aber zwei wichtige Termine dazwischen gekommen und so musste ich für ein paar Tage nach Berlin und bin jetzt noch bis morgen in Köln. Ein paar Sachen haben sich aber am Oldi schon getan, eine längere Probefahrt mit Kurzzeit-Kennz. hat er auch hinter sich.
Sobald ich zu hause bin werde ich detailiert berichten, vielen Dank jedenfalls für die hilfreichen Tipps!
Bis dann!
 
Aaaalso, dann wollen wir mal:

Zunächst danke für die zahlreichen und hilfreichen Tipps, in einigen Punkten bin ich ein Stück weiter.
Ich beginne mal mit den „TÜV-Umrüstungen“:
Wie gesagt habe ich die Scheinwerfer-Einsätze für Abblend- und Fernlicht schon getauscht, das war ja kein Ding. Dann habe ich die Kabel für Standlicht und Blinker von den runden Leuchten in der Mitte durch den Kabelschlauch im Radhaus ebenfalls zu den Hauptscheinwerfern gelegt. Ich habe mir die Originalfassungen samt Birnchen für die Dreieckseinsätze am Scheinwerfer besorgt und konnte so die Blinker in die deutsche Version umbauen. Für´s Standlicht habe ich die Dreieckseinsätze in weiß, jedoch ohne Öffnung an der Rückseite. Ich weiß, dass es diese auch mit Öffnung gibt, aber extrem teuer!!! Also habe ich kurzerhand selbst die Öffnung, in Originalgröße, gebohrt und die Fassung eingesetzt. Funktioniert gut- dann ist mir aber aufgefallen, dass die weißen Dreieckseinsätze gar kein E-Zeichen bzw. überhaupt keine Bezeichnungen auf dem Glas aufweisen. Dachte mir dann, dass es sicher Probleme deswegen beim TÜV gibt und ich also doch die Einsätze mit bereits vorhandener Öffnung besorgen muss. Als ich ein großes Bild von so einem Teil im Internet sah, war jedoch deutlich zu erkennen, dass auch hier keine Bezeichnung auf dem Glas zu sehen ist… Gehört das so und darf das Teil dann trotzdem beleuchtet werden??? Wäre toll wenn jemand dazu was weiß, ansonsten seh ich´s eben beim TÜV.

Zu den Nebelscheinwerfern:
Die US-Blinker, die ja an der Stelle der Nebelscheinwerfer sitzen (große orangene runde Leuchten) wollte ich nun ausbauen, da sie ja jetzt nutzlos sind. Stattdessen wollte ich dann die richtigen Nebelscheinwerfer verbauen. Man muss zum Ausbau die Muttern an der Rückseite (im Motorraum) lösen, was eine elende Fummelei ist (schlimmer als den Tacho ausbauen!). Links hatte ich es dann letztendlich geschafft und die Leuchte ließ sich abnehmen. Rechts waren die Muttern schon ab, anscheinend war der schonmal ausgebaut und jemand hatte keine Lust mehr, die Muttern umständlich wieder dran zu fummeln. Erst habe ich mich gefreut, doch dann kam zum Vorschein, dass dieser Jemand statt der Fummelei mit den Muttern die Leuchte kurzerhand am Blech festgeklebt hat 
So eine Schweinerei!!! Das Blech ist in dem Bereich sehr dünn und der Kleber scheint flächendeckend über die ganze Gummidichtung verteilt zu sein. Wenn man etwas fester an der Leuchte zieht, wölbt sich das Blech schon enorm und es wird sogar sichtbar, dass unter der Dichtung der Lack bereits splittert  
Ich wollte den Ausbau dann nicht überstürzen und habe die Leuchte links auch erst mal wieder eingebaut, damit es wieder einheitlich aussieht.
Die Masterfrage lautet nun, wie ich die Leuchte möglichst schonend ohne großen Schaden ausbauen kann. Gibt´s da ein besonders gutes Mittelchen um den Kleber zu lösen, ohne dass der Lack was ab kriegt? Hatte auch schon an Heißluft und Zahnseide gedacht, leider weiß ich eben nicht um was für einen Kleber es sich handelt.
Eine Leitung für die NSW konnte ich leider nirgends finden, am Hauptscheinwerfer kommen nur die Kabel an, die auch für Abblend- und Fernlicht gebraucht werden, keine zusätzlichen Abzweiger.
Kann mir jemand sagen, wo ich die Leitungen für die NSW anschließen muss? Lichtschalter, Sicherungskasten…? Die entsprechende Raste am Lichtschalter ist vorhanden…

Thema Warnblinker:
Ich habe mittlerweile ganz bei mir in der Nähe einen Mercedes Oldtimer-Experten ausfindig gemacht, der wohl eines der größten Teilelager in diesem Bereich hat. Er restauriert Mercedes, speziell Vorkriegs-Fahrzeuge. War bei ihm auf dem Hof und da standen so einige Schönheiten herum, noch dazu ein sehr symphatisches Team mit nostalgischer Werkstatt – da scheint die Zeit stehen geblieben zu sein ;)
Jedenfalls habe ich dort das Warnblinker-Relais in der US-Ausführung bekommen (mittlerweile habe ich heraus gefunden, dass es direkt am Schalter sitzt), welches nichtmal in der e-Bucht zu kriegen war – und das zu einem unfassbar guten Preis. Die Fassungen für Blinker und Standlicht habe ich dort auch gleich mitgenommen. Leider brachte der Austausch des Relais jedoch keinen Erfolg, Warnblinker macht keinen Mucks! Und leider haben sich auch beim normalen Blinker kleine Fehlerchen gezeigt: Oft blinken die Blinker beim ersten Betätigen des Blinkerhebels nicht, sondern leuchten dauerhaft. Wenn man es dann nochmals probiert geht´s aber. Desweiteren blinkt die rechte Seite etwas schneller als die linke, aber nur minimal, nicht so wie wenn das falsche Birnchen drin ist. Was könnte das sein? Kombihebel bzw. Relais am Kombi-Hebel, Wackler, Kabel? Vllt. Hat jemand ja schonmal ein ähnliches Phänomen gehabt und kann mir Tipps geben. Denkt ihr das Warnblinker-Problem und der normale Blinker hängen da zusammen? Ich komme hier irgendwie nicht weiter…
Ich habe mir aber schon vorgenommen, dem freundlichen Herrn auf dem Oldtimer-Hof mal mit samt dem Auto einen Besuch abzustatten. Gerade was das Motor-Problem betrifft will ich nicht zu viel selbst herum fummeln und ich habe von dieser Werkstatt einen sehr guten Eindruck! Dann kann ich ihn auch mal auf die Blinker-Anlage ansprechen falls sich vorher nichts tut.

Sorry für die langen Romane, zum Motor gibt´s gleich mehr…
 
könntest Du bei Gelegenheit ein zwei drei gute Fotos vom Motorraum hier einstellen? Dann lässt sich das Eine oder Andere oft leichter erklären / beschreiben.

…Ja, das werde ich auf jeden Fall tun! Leider bin ich die letzten Wochen sehr viel unterwegs gewesen und meine Frau hat die Kamera mit den guten Bildern, die ich bereits gemacht habe. Kommt aber in den nächsten Tagen ;)

... war jetzt die Batterie schon in Californien neu aber tiefentladen?
Hast Du das Ganze auch mal mit einer anderen Batterie probiert?
Polklemmen sind wirklich beide sauber und fest angezogen?

Ja, die Batterie wurde in Californien neu gekauft und war nach dem Transport ziemlich leer. Ließ sich aber problemlos laden und hat jetzt auch konstant die richtige Spannung. Lima lädt auch und beim Anspringen gibt´s keine Probleme. Polklemmen sind sauber und fest, andere Batt. Habe ich noch nicht probiert.

Welche Außentemperaturen hatte es in Californien?
(Frage nur wegen der Kaltstarteinrichtung)

Denke so ca. 30C°, die hatte es während meiner letzten Fahrversuche hier aber auch ;)

Hast Du derzeit noch den Californien-Sprit im Tank oder hast Du mittlerweile in D getankt? Und was hast Du hier getankt?

Der US-Sprit musste schon vor der Verschiffung raus, habe mich dann bei MB und im Internet informiert und bekam die Auskunft, dass ich normales Super tanken kann – das hat er jetzt auch drin…

Das Kaltstartventil sieht m.E. okay aus.
Ich habe es dann einfach mal gewagt und mir ein Kurzeitkennzeichen besorgt und ab auf die Straße. Habe sogar eine 40km Autobahnfahrt gewagt um mal ein genaueres Bild von allem zu bekommen.
Dabei sind mir dann auch noch ein paar Kleinigkeiten aufgefallen, auf die ich später noch eingehe.
Während der Fahrt gab es keine größeren Probleme, der Motor lief und ist kein einziges Mal unerwartet bzw. während der Fahrt ausgegangen. Auch die höheren Geschwindigkeiten hat er soweit gemeistert. Allerdings besteht das Problem im Stand auch bei betriebswarmem Motor nach über einer Stunde Fahrt. Sobald ich an einer Ampel halten musste, habe ich in den Leerlauf geschaltet. Auf diese Weise gab es keine Probleme, sobald ich aber bei getretener Bremse bzw. sehr langsamer Fahrt auf D schalte, stirbt der Motor ab. Das habe ich (auf ruhigen Straßen bzw. in der Einfahrt) mehrmals probiert. Im Rückwärtsgang genau das gleiche. Wenn ich die leicht steile Auffahrt rückwärts hoch fahre brauche ich viel Gas, sonst geht er aus. Damit fällt das Kaltstartventil dann sowieso weg, oder? Mir ist außerdem aufgefallen, dass es beim Halten an der Ampel immer wieder deutlich nach Sprit roch, meine Vermutung geht deshalb in die Richtung, dass er zu viel Sprit bekommt…? Bei längerer schneller Fahrt hat er zudem ein paar Ruckler gezeigt, also etwas gestottert. Hat sich aber immer wieder gefangen.
Zu guter Letzt steht leider das Lenkrad etwas schief, d.h. bei Geradeausfahrt ist es leicht eingeschlagen  Ich hoffe das ist nichts Größeres…
Die Öldruckanzeige im Tacho macht auch keinen Mucks – kann mir eventl. Jemand sagen, was hier zu überprüfen wäre.
Als Letztes ist mir im Dunkeln dann aufgefallen, dass nur die Beleuchtung von Tacho, Ganganzeige und Lüftung funktioniert – die restlichen Schalter sind alle dunkel. Aber da werde ich mich wohl mal ran setzen und die Schalter einzeln ausbauen – dann sehen wir mal, ob es tatsächlich defekte Birnchen sind oder eventl. Kabel o.ä. …
Sorry für die langen Posts, nich hoffe ihr haltet sie durch ;) und vielen vielen Dank für die große Hilfe und die detailierten Antworten.

Bis dann!
 
Hallo zusammen!
So, wieder sind einige Wochen bzw. Monate ins Land gegangen und ich wollte mal vom aktuellen Stand berichten. Der Oldie hat immernoch keine Zulassung, steht allerdings kurz davor (hoffentlich) :)
Ich habe nun Alle Kleinigkeiten erledigt (Blinker, Standlicht, Anschluss NSW u.s.w.) und habe wohl auch heraus gefunden, wo das Problem mit dem Motor liegt. Es ist wahrsch. der Hubmagnet für die Leerlaufanhebung. Ich hatte den Tipp von einem Mercedes Oldtimer-Restaurator bekommen, der sich mit dem W108 sehr gut auskennt. Er meinte das sei die "klassiche" Ursache für dieses Fehlerbild. Es passt ja auch sehr gut zu den Symptomen, da er im Leerlauf ruhig läuft und bei eingelegter Fahrstufe immer stottert und dann aus geht, egal wie warm der Motor ist.
In Ermangelung eines Helfers, der den Magneten beobachtet während ich die Fahrstufe einlege, habe ich den Magneten kurzerhand ausgebaut (geht ja sehr schnell) und zuhause mal Saft drauf gegeben. Der Magnet fuhr sofort aus! Also scheint er nicht defekt zu sein. Meine nächste Vermutung ging also in Richtung Zuleitung des Magneten bzw. Einstellung des Gestänges.
Diesmal hatte ich einen Helfer (sogar einen KFZ-Mechaniker dabei), sodass ich den Magneten während des Gangeinlegens beobachten konnte. Und dann kam das Seltsame. Soweit ich weiß, sollte der Magnet doch erst ausfahren, wenn die Fahrstufe eingelegt wird, oder? Er fährt aber aus, wenn die Automatik im Leerlauf steht bzw. wenn in den Leerlauf oder auf P geschaltet wird. Bei der Schaltung auf D oder R tut sich nichts!!! Also doch genau falsch rum oder?
Ich habe dann auch mal ein Messgerät an die Kabel des Magneten gehalten, um zu sehen, bei welcher Stellung Spannung ankommt:

Bei Zündung aus logischerweise nichts. Bei eingeschalteter Zündung (VOR Motorstart) liegen bereits ca. 11V am Magneten an. Dies reicht jedoch noch nicht aus, um den Magneten zu bewegen. Bei 11V rührt er sich noch nicht.
Sobald man dann den Motor in P oder N startet, fährt der Magnet aus und drückt das Gestänge nach vorn. Wenn man auf D schaltet tut sich nichts weiter am Magneten.

Das ist doch so nicht normal und auch vollkommen unlogisch oder? Kann es sein, das der Magnet also falsch verkabelt ist? Anstatt bei D oder R bekommt er den Impuls bei N oder P...

Frage: Wo genau sind denn die Leitungen des Hubmagneten angeschlossen? Und wann sollte welche Spannung am Magneten anliegen? Sind die 11V bei Zündung ein normal, oder sollte das schon nicht sein?

Freue mich weiterhin über jeden Tipp, damit ich den Magneten richtig einstellen kann und dann endlich fahren darf ;)

Danke!
 
Und hier schon mal zwei Bilder, ich hoffe ich finde bald wieder die Speicherkarte mit all den Detail-Bildern, die ich bereits gemacht hatte...

DSC01600.jpg

DSC01602.jpg
 
Sehr schön und viel Spaß!!!
 
W108 - 280SE - Hubmagnet für Drehzahlanhebung

Hallo Markus :hello:
...habe wohl auch heraus gefunden, wo das Problem mit dem Motor liegt. Es ist wahrsch. der Hubmagnet für die Leerlaufanhebung. Ich hatte den Tipp von einem Mercedes Oldtimer-Restaurator bekommen, der sich mit dem W108 sehr gut auskennt. Er meinte das sei die "klassiche" Ursache für dieses Fehlerbild. Es passt ja auch sehr gut zu den Symptomen, da er im Leerlauf ruhig läuft und bei eingelegter Fahrstufe immer stottert und dann aus geht, egal wie warm der Motor ist.
In Ermangelung eines Helfers, der den Magneten beobachtet während ich die Fahrstufe einlege, habe ich den Magneten kurzerhand ausgebaut (geht ja sehr schnell) und zuhause mal Saft drauf gegeben. Der Magnet fuhr sofort aus! Also scheint er nicht defekt zu sein. Meine nächste Vermutung ging also in Richtung Zuleitung des Magneten bzw. Einstellung des Gestänges.
Diesmal hatte ich einen Helfer (sogar einen KFZ-Mechaniker dabei), sodass ich den Magneten während des Gangeinlegens beobachten konnte. Und dann kam das Seltsame. Soweit ich weiß, sollte der Magnet doch erst ausfahren, wenn die Fahrstufe eingelegt wird, oder? Er fährt aber aus, wenn die Automatik im Leerlauf steht bzw. wenn in den Leerlauf oder auf P geschaltet wird. Bei der Schaltung auf D oder R tut sich nichts!!! Also doch genau falsch rum oder?
... ja, ist genau falsch rum.
Schau´ Dir hier mal das Schaltbild an, da siehst Du wie der Hubmagnet richtig angeschlossen gehört:
http://i251.photobucket.com/albums/gg301/coca-light/230SLAutomatik-Drehzahlanhebung-Schaltplanzusatz.jpg
Quelle: Pagodentreff
Ich habe dann auch mal ein Messgerät an die Kabel des Magneten gehalten, um zu sehen, bei welcher Stellung Spannung ankommt:

Bei Zündung aus logischerweise nichts. Bei eingeschalteter Zündung (VOR Motorstart) liegen bereits ca. 11V am Magneten an. Dies reicht jedoch noch nicht aus, um den Magneten zu bewegen. Bei 11V rührt er sich noch nicht.
Sobald man dann den Motor in P oder N startet, fährt der Magnet aus und drückt das Gestänge nach vorn.
Es ist richtig, dass bei Zündung EIN bereits 12V+ anliegen, gemessen gegen Fahrzeugmasse.
Leitung kommend von Sicherung Nr. 5: schwarz/rot/grün
Die andere Leitung vom Hubmagnet, grün/rot, verläuft nach unten zum Automatikgetriebe zu zwei Öldruckschaltern, einer seitlich unten links, einer seitlich unten rechts (für "Vorwärts" und "Rückwärts").
Beide Öldruckschalter schalten bei Betätigung (Öldruck) gegen Masse, so dass in diesen Fahrzuständen der Hubmagnet "aktiviert" ist.

11V+ ist schon ein sicheres Anzeichen für ein Kontaktproblem.
Du schreibst ja, dass der Hubmagnet auf der Werkbank funktioniert (Hub = 5mm) und "zackig" ausfährt, richtig?
Also liegt der Fehler sicher an der Verkabelung und/oder den beiden Öldruckschaltern. Schau´ mal nach ob die Leitung nach unten nicht brüchig / geflickt ist und wie es mit der Kontaktierung an den Öldruckschaltern aussieht, und ob im Laufe der Jahre daran was gebastelt und verändert wurde.

Ansonsten noch, zur mechanischen Einstellung des Magneten:
Er sollte etwas Spiel zum Gasgestänge haben, so dass er im inaktiven Zustand noch nicht auf das Gestänge drückt.

Denke Du kommst klar mit der Beschreibung, oder?

Gruß
 
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Thema: Vorstellung W108 280SE und Problem :)
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