W 203 Lambdasonde / Reglersonde Erneuern

Diskutiere W 203 Lambdasonde / Reglersonde Erneuern im Forum C-Klasse, CLC & 190er im Bereich Mercedes-Benz - Hallo Leute, ich bräuchte einen technischen Ratschlag und zwar nicht beim R 129, sondern beim W 203. Ich bin gerade dabei, den W 203 TÜV-ferig...
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Frischling
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C 200 K, SL 500
Hallo Leute,



ich bräuchte einen technischen Ratschlag und zwar nicht beim R 129, sondern beim W 203.

Ich bin gerade dabei, den W 203 TÜV-ferig zu machen und es ging die Motorwarnleuchte an.

Ich habe den Fehler auslesen lassen und es stellte sich heraus, dass die Lambdasonde vor Kat, also die Reglersonde, Fehler aufweist Fehler Nr. 00100000 und die Lambdasonde nach Kat, also die Diagnosesonde, einen Massenschluss hat. Die Steckverbindungen der Diagnosesonde war zusammen in der Höhe des Ölstandsensors verölt. Habe die Verkabelung und die Stecker mit Bremsenreiniger gereinigt und mit Druckluft trockengeblasen. Der Fehler ließ sich dadurch jedoch nicht beheben. Unter dem Luftmassenmesser konnte ich jetrzt feststellen, dass die Verkabelung zum Steuergerät leicht ölig ist, konnte jedoch noch nicht lokalisieren, wo es herkommt. Es müssen offensichtlich beide Lambdasonden ausgetauscht werden, Km-Stand 195.000. Der Austausch der Diagnosesonde macht mir keine Kopfschmerzen. Das Kabel der Reglersonde führt hoch über das Getriebe bis in Höhe des Ölfilters. Danach kann man es nicht mehr sehen. Nach meinem Gefühl müsste man den Luftmassenmesser lösen und beiseite drücken, damit man mehr sehen kann. Gibt es eine Explosionszeichnung vom Motor oder eine Arbeitsanweisung, was beim Erneuern der Reglersonde alles demontiert und beachtet werden muss? Es handelt sich um den W 203 Motor 042 / M 271, 1.796m³ 120 KW.

Ich würde mich auf einen fachmännischen Tip freuen……
 
…Die Steckverbindungen der Diagnosesonde war zusammen in der Höhe des Ölstandsensors verölt. Habe die Verkabelung und die Stecker mit Bremsenreiniger gereinigt und mit Druckluft trockengeblasen. Der Fehler ließ sich dadurch jedoch nicht beheben. Unter dem Luftmassenmesser konnte ich jetrzt feststellen, dass die Verkabelung zum Steuergerät leicht ölig ist, konnte jedoch noch nicht lokalisieren, wo es herkommt…
i.d.R. kommt das Öl aus den elektrischen Anschlüssen der Nockenwellenverstellmagneten und bahnt sich seinen Weg durch den Kabelbaum bist HFM, Motorsteuergerät, Lambdasonden … Das Thema ist bekannt vom M111 und M271 und reichlich im www beschrieben.

Es gibt dafür das „Ölstoppkabel“ mit der Teilenummer A271 150 27 33

Gruß
 
Zuletzt bearbeitet:
Servus,

hier sieht man den Aus-/Einbau recht gut im Video: klick

Gruß
Hallo coca-light,



vielen Dank für den Link, ich habe mir das Video angeschaut.
i.d.R. kommt das Öl aus den elektrischen Anschlüssen der Nockenwellenverstellmagneten und bahnt sich seinen Weg durch den Kabelbaum bist HFM, Motorsteuergerät, Lambdasonden … Das Thema ist bekannt vom M111 und M271 und reichlich im www beschrieben.

Es gibt dafür das „Ölstoppkabel“ mit der Teilenummer A271 150 27 33

Gruß
Ich habe mir die Nockenwellenverstellmagneten angeschaut, sie schwitzen leicht, eher Anfangsstadium. Die Stecker sind trocken. Ehrlich gesagt, würde ich nicht auf die Idee kommen, mir Verlängerungskabel einzubauen, damit das Öl nicht hochsteigen kann. Schon einmal etwas von Kapillarwirkung gehört? Ich werde, wenn das Ölschwitzen zunimmt, die Dichtungsringe erneuern und sollte bei den Nockenwellenverstellmagneten ein internes Leck entstehen, sodass Öl in die Steckverbindung läuft, die Nockenwellenverstellmagneten erneuern. Das halte ich für zielführender. Vielen Dank für Deine Hilfe.

Also, was ich gemacht habe:

Ich habe zunächst einmal eine Motorwäsche durchgeführt und die Diagnosesonde (hinter Kat) erneuert, da ja beim Auslesen ein Massenschluss und ein Plusschluss angezeigt wurde. Die Regelsonde zeigte auch Fehler auf, Fehlerhäufigkeitszahl 15. Dann habe ich den Ölstandssensor erneuert, weil die Dichtung geschwitzt hat und ständig eine Fehlermeldung angezeigt wurde, es sei zu viel Öl drin. Ich konnte zunächst davon ausgehen, dass das Öl an den elektrischen Leitungen und den Steckern der Sonden vom Ölstandssensor selbst und von der Ölablassdichtung kam. Dann habe ich mir einen Ölstab von Febi Billstein gekauft und genau 5,5 l Öl abgemessen und eingefüllt. Der neue Sensor zeigte auch genau 5,5 l Öl an, aber beim Ölstab stand das Öl bei Minimum. Also ist der Ölstab schrott, da er 21 mm zu kurz für den Motor 271 ist. Für den Austausch der Sonden habe ich mir einen Sondensteckschlüssel SW 22 mm gekauft, damit ich einen Drehmomentschlüssel einsetzen kann, nur um anschließend feststellen zu können, dass man den Steckschlüssel nicht auf die Regelsonde stecken kann, da dafür kein Platz ist. Man kann die Regelsonde nur mit einem Maulschlüssel SW 22 mm und einem Verlängerungsrohr lösen und hoffen, dass man nicht abrutscht.

Dann bin ich zum TÜV, der festgestellt hat, dass der Spurstangenkopf R/H ausgeschlagen und der CO-Gehalt im erhöhten Leerlauf nicht in Ordnung sei und bei der Regelsondenprüfung die Werte innerhalb der Toleranz und somit in Ordnung waren.



Obwohl die Regelsondenprüfung gut war, habe ich aufgrund der schlechten CO-Werte dennoch eine neue Regelsonde eingebaut. Prüfen, ob die Sonde noch gut ist, kann ich später noch.

Dass der Spurstangenkopf ausgeschlagen sei, war eine Fehldiagnose, das Radlager hatte lediglich ein wenig Spiel und ich habe es nachjustiert.

Dann bin ich wieder zum Boschdienst gefahren, um die Fehler auslesen und löschen zu lassen.

Dabei kam heraus, dass die (erneuerte) Regelsonde defekt ist und ausgetauscht werden muss.

Als ich keinen Fehlerausdruck bekam, habe ich darauf hingewiesen, dass ich den Fehlerausdruck als Nachweis für eine Reklamation benötige. Dann bekam ich den Ausdruck, wenn auch nur widerwillig. Als ich losfuhr, bemerkte ich, dass der Boschdienst die Fehler und die Motorwarnleuchte offenbar nicht gelöscht hatte, denn die Motorwarnleuchte war an. Da ich die Nase voll hatte, bin ich direkt zum Freundlichen gefahren, bekam sofort ohne Termin ein Fehlerauslesen- und löschen. Die Motorwarnleuchte blieb aus, sodass ich tags darauf zum TÜV fahren konnte und meine Nachuntersuchung bekam – es war nichts mehr zu beanstanden, die CO-Werte waren i.O.

Fazit: wer sich auf elektronische Auswertungen verlässt, sei es auch beim TÜV, ist verlassen – sofern er keinen technischen Sachverstand hat.

Problem gelöst….
 
Hallo coca-light,

Ich habe mir die Nockenwellenverstellmagneten angeschaut, sie schwitzen leicht, eher Anfangsstadium. Die Stecker sind trocken. Ehrlich gesagt, würde ich nicht auf die Idee kommen, mir Verlängerungskabel einzubauen, damit das Öl nicht hochsteigen kann. Schon einmal etwas von Kapillarwirkung gehört?
Genau deshalb gibt es das Ölstoppkabel und auch, weil es günstiger und einfacher zu montieren ist als ein Verstellmagnet.

Ein normales „Verlängerungskabel“ ist es nicht.
Ich werde, wenn das Ölschwitzen zunimmt, die Dichtungsringe erneuern und sollte bei den Nockenwellenverstellmagneten ein internes Leck entstehen, sodass Öl in die Steckverbindung läuft, die Nockenwellenverstellmagneten erneuern. Das halte ich für zielführender.
Kann man natürlich auch machen - das Ölstoppkabel ist ein Backup.

Gruß
 
Zuletzt bearbeitet:


Für den Austausch der Sonden habe ich mir einen Sondensteckschlüssel SW 22 mm gekauft, damit ich einen Drehmomentschlüssel einsetzen kann, nur um anschließend feststellen zu können, dass man den Steckschlüssel nicht auf die Regelsonde stecken kann, da dafür kein Platz ist. Man kann die Regelsonde nur mit einem Maulschlüssel SW 22 mm und einem Verlängerungsrohr lösen und hoffen, dass man nicht abrutscht.
Das …
vielen Dank für den Link, ich habe mir das Video angeschaut.

…wurde genau so im verlinkten Video angesprochen ;)


Gruß
 
Thema: W 203 Lambdasonde / Reglersonde Erneuern

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