w124 zum Anfang?

Diskutiere w124 zum Anfang? im Forum E-Klasse & CLS Forum im Bereich Mercedes-Benz - Hallo, Ich habe mich gerade angemeldet nachdem ich seit Längerem in diesem Forum mitlese. Natürlich hab ich nach meiner Problematik gesucht aber...
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Hallo Lagemann,

ich bin mir jetzt nicht ganz sicher, ob Du mit dem bornitfarbenen (roten) W124 den Richtigen meinst:

Der E250D aus Steinfeld ist bornit-metallic. Dieser Wagen kommt wahrscheinlich aufgrund seines Zustandes, seiner Geschichte und des dafür viel zu hohen Preises für Dich nicht in Frage. Da er aber in Deiner Nähe steht, würde ich ihn mir trotzdem ansehen und eine Probefahrt machen, nur um ein Gefühl für den W124 mit der 2,5l Diesel-Maschine zu bekommen.

Da der grüne C220D ebenfalls in Steinfeld steht, könntest Du auch hier eine Probefahrt machen. Der Wagen ist aber m.E. magerst ausgestattet und mit den 95PS wirst Du wahrscheinlich auch nicht glücklich werden - von der Farbe mal ganz zu schweigen (m.E. praktisch unverkäuflich).

Der E250D von Privat aus dem LK Osnabrück dürfte almadinrot-metallic sein. Hat natürlich schon deutlich über 300TKM und warum jemand den Innenraum seines Fahrzeugs von außen durch die Scheibe fotografiert und dann nicht mal das Bild dreht, werde ich auch nicht verstehen.

Wie schon geschrieben, halte ich dann noch den E220 in blauschwarz-metallic aus Spelle, den Tim vorgeschlagen hatte, für interessant - zumal von der Lauf- als auch von der Motorleistung her. Wenn Du unter der Woche keine Zeit für eine Besichtigung hast, dann kannst Du mit Deinem Vater ja vielleicht am Samstag mal nach Spelle fahren.
 
So, meinte natürlich den Roten... Gestern meinte mein Vater, dass wir uns den Roten bei geeignetem Wetter anschauen könnten. Leider ist heute sein bester Freund an Krebs gestorben, sie kannten sich weit über 40 Jahre, sodass ich wohl in den nächsten Wochen keinen Mercedes anschauen kann.. Ich kannte den Freund nicht ganz so gut, deswegen gehts bei mir...

Naja mal sehen, ob ich nächste Zeit einen 250d 113PS oder einen 300D 136PS in der Nähe finde, der auch euren Ansprüchen genügt. Das wichtigste Ausstattungsdetail sind für mich die el. Fh. vone, ansonsten werd ich ein vernünftiges Radio eh nachrüsten, oder halt ein Zeitgenössisches.

Naja weiß auch nicht, wie schon von Anfang an gesagt, sind mir reine Benziner ein wenig zu teuer im Unterhalt. Solche lahmen "Saugdieselkrücken" scheinen nicht allzu schnell, deswegen ist es sehr wichtig, dass die was aushalten, weil ich die sicher recht weit drehen muss, um halbwegs von der Stelle zu kommen. Dafür kann ich beim einkaufen mit der Mutter mal eben 5 Packungen Sonnenblumenöl in Wagen werfen und die dann aufen Benz kippen ;) Zudem sind die Autos meiner Eltern beides Diesel, mal schauen ob ich da mal ein paar Liter ausm Tank saufen kann *gg*
Also meint ihr ich komm bei den beiden Motoren mit 10 Liter Diesel aus?

Also wie gesagt ich kann die nächste Woche mindestens kein Auto anschauen..

LG
 
Meiner nahm wohl daher 9 Liter, da er mit dem TwinTec-Nachrüstfilter ausgerüstet war. Freunde fahren einen 300er S124 mit 3-Stufen-Automat. Hätte ich an der Tankstelle nicht selber nachgerechnet, hätte ich ihm seine 8,5 Liter nicht abgenommen.

MfG Paule
 
Weisst Du – mein erster Wagen war 1988 ein 240D mit 65 PS. Ich hatte auch als Fahranfaenger die zunaechst Anwandlung, dass ich sportlich-schnell unterwegs sein muesste und dergleichen ... aber mit dem alten Schweinediesel hab ich mir schnell nen ruhigen Fahrstil angewoehnt. Denn merke: Schneller ist man mit nem schnellen Auto auch nicht – es fuehlt sich nur viel schneller an. Ausser viellecht nachts auf der A31 hat man keinen nennenswerten Zeitvorteil mit mehr PS – und ueber Land oder in der Stadt sowieso nicht. <?xml:namespace prefix = o ns = "urn:schemas-microsoft-com:office:office" /><o:p></o:p>
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Mit meinem 200D bin ich Mitte der 90er oft die „Abkuerzung“ ueber die B7 zwischen Kassel und Eisenach gefahren – irgendwie waren alle vor mir immer zu langsam. Fehlende Leistung spielte da ueberhaupt keine Rolle. Ueber 800km Reichweite schon. Gefehlt hat mir die Leistung nicht, solange man nichtg staendig zwischendurch besser motorisierte Autos gefahren ist.<o:p></o:p>
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Eines kann ich Dir versichern – mit einem schlecht motorisierten Schalter lernst Du Auto zu fahren ... mit einem gut motorisierten Automatikwagen lernst Du grundsaetzlich erstmal deutlich weniger. Blind und schnell zu fahren ist naemlich erstaunlich leicht – vorausschauend zu fahren bedarf einiger Uebung. Dazu aber zwingt Dich ein eher langsames Auto.<o:p></o:p>
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Ciao,
Carsten<o:p></o:p>




Freunde fahren einen 300er S124 mit 3-Stufen-Automat

Das gibt's nicht - das waren alles "W4A". Die fahren aber im 2. Gang an.
 
Weisst Du – mein erster Wagen war 1988 ein 240D mit 65 PS. Ich hatte auch als Fahranfaenger die zunaechst Anwandlung, dass ich sportlich-schnell unterwegs sein muesste und dergleichen ... aber mit dem alten Schweinediesel hab ich mir schnell nen ruhigen Fahrstil angewoehnt. Denn merke: Schneller ist man mit nem schnellen Auto auch nicht – es fuehlt sich nur viel schneller an. Ausser viellecht nachts auf der A31 hat man keinen nennenswerten Zeitvorteil mit mehr PS – und ueber Land oder in der Stadt sowieso nicht. <?xml:namespace prefix = o ns = "urn:schemas-microsoft-com:office:office" /><o:p></o:p>
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Mit meinem 200D bin ich Mitte der 90er oft die „Abkuerzung“ ueber die B7 zwischen Kassel und Eisenach gefahren – irgendwie waren alle vor mir immer zu langsam. Fehlende Leistung spielte da ueberhaupt keine Rolle. Ueber 800km Reichweite schon. Gefehlt hat mir die Leistung nicht, solange man nichtg staendig zwischendurch besser motorisierte Autos gefahren ist.<o:p></o:p>
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Eines kann ich Dir versichern – mit einem schlecht motorisierten Schalter lernst Du Auto zu fahren ... mit einem gut motorisierten Automatikwagen lernst Du grundsaetzlich erstmal deutlich weniger. Blind und schnell zu fahren ist naemlich erstaunlich leicht – vorausschauend zu fahren bedarf einiger Uebung. Dazu aber zwingt Dich ein eher langsames Auto.<o:p></o:p>
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Ciao,
Carsten<o:p></o:p>






Das gibt's nicht - das waren alles "W4A". Die fahren aber im 2. Gang an.

Also hab ich doch recht gehabt, da sind wir beim letzten Treffen (bin ihn leider noch nicht gefahren) im Zwist auseinandergegangen. Ist n weißer mit Sportline und hellem Velour, hätt ich mir auch noch gefallen lassen können anstelle des 211, aber er wollte partous nicht verkaufen. Ich denke, er weiß warum...

MfG Paule
 
Moin, so ist ja nunmal so, dass man sich an nichts schneller als an Leistung gewöhnt, von daher sollte wohl die Leistung passen.. Naja einen 200D tu ich mir wirklich nicht an, son 113ps Saugdiesel darf es da schon sein...

Naja hab da noch einen interessanten Bericht gefunden, den ihr bestimmt teilweise kennt...
Joachim Sauter w124 250D

Also noch einmal: Ich brauch ein Auto, das richtig was wegstecken kann und nicht gleich schlapp macht ;)

Wie würdet ihr denn die Leistung des 136ps 300d bewerten? Ist da eine Reisegeschwindigkeit von 160-170 drin?
Naja das Problem ist, dass ich hier zu Hause einen 180ps und einen 140ps diesel fahren kann^^ da bin ich schon jetzt leistungsverwöhnt..
 
Nicht falsch verstehen, aber du spuckst mir ein paar zu große Töne. Mein allererster Wagen, der Volvo 855 2.5 TDI hatte 140 Turbo-Pferdchen und durch den 5-Zylinder ordentlich Schmackes. Im Nachhinein weiß ich aber, dass sowohl der T4 als auch die 124er "Wanderdüne" die besseren Anfängerautos sind. Ich weiß, dass das Sachen sind, die du im Moment nicht hören willst. Ich war ja damals nicht anders. Bei mir ists mit 2 Bekanntschaften mit dem Metall der Leitplanken noch glimpflich abgelaufen. Der Volvo hatte nicht viel kaputt, nur ein Rücklicht. Beim T4 war dann mal gleich das Auto schrott, ein ausgewachsener Totalschaden nebst ner halben besoffenen Fussballmannschaft, die ich dabei wach gemacht habe.

Ich fahre seit meinem Führerschein weitaus mehr km pro Jahr, als du anvisierst. Doch wenn ich ehrlich bin, fahre ich erst seit 2-3 Jahren wirklich souverän. Es sagt ja keiner, dass du 2 Tonnen mit nem Rasenmähermotor fortbewegen sollst, aber lass die Kirche im Dorf. Der 300er ist mit ein bisschen gutem Willen für mehr als 180 Sachen gut. Aber glaub mir, deine Roller haben bis jetzt nicht die Stulle vom Teller gezogen und du tust das noch längst nicht.

Schnell fahren zu können, bedeutet noch lange nicht, es auch zu beherrschen.

Mir für meinen Teil hat der vorübergehende PS-Abstieg nicht geschadet, dir rate ich, es gleich klein angehen zu lassen. Schnellere und dickere Autos kannst du immernoch bewegen. Dafür ist das Leben lang genug.

MfG Paule, der fast nicht glaubt, dass er hier so den Moralapostel raushängen lässt ;)
 
160 fährt auch der 200D, wenn auch maximal. Alle anderen fahren das gut. Natürlich werden sie nicht ganz so spritzig sein, wie der 180PS-Wagen deiner Eltern. Aber Du wirst es überleben. Ich fahre seit Jahren eine 102 PS A-Klasse Benziner und die fährt auch locker 160. Der Wagen meiner Mutter (W211 E 220 CDI mit 170PS) fährt sich natürlich um einiges souveräner. Aber mal ehrlich, im heutigen Verkehr reichen auch weniger PS, um von A nach B zu kommen. Den Unterschied merkste Du doch erst jenseits der 150 auf der BAB wesentlich.

Auch CeeJays Bemerkung zum Thema Leistung ist sehr passend.

Also der 250D sollte ausreichen. Mach Dir wegen der Leistung mal keine Sorgen. Es wird auch nicht dein letztes Auto sein.
 
Auch wenn die Diskussion in Richtung Diesel & W124 läuft, hier ein paar Gedanken meinerseits nach 6,5 Jahren Fahrerfahrung...

...Fahrschulauto war ein BMW 318d (E46) -> fabrikneu damals -> tolle Sache!

...rund sechs Jahr A140 mit 82 Benziner-PS -> läuft Tacho 180, bei sparsamer Fahrweise ist die Sechs vor dem Komma möglich -> viel Platz bei geringen Außenmaßen, langstreckenuntauglich, günstiger Unterhalt

...seit einem halben Jahr C180 / W202 mit 122 PS -> klassische Zäh-Klasse, mit warmer Maschine durchaus zu gebrauchen, hakeliges Getriebe (Schalter), Tacho 200 möglich, recht viel Kurzstrecke, dadurch knapp unter 10l/100KM -> riesige Kiste im Vergleich zum W168, säuft mir zu viel, aber super komfortabel, klasse Klimaanlage & Heizung, kein ASR/ESP/XYZ -> Augen auf & Hirn einschalten im Straßenverkehr, dazu ein wenig mehr Zeit einplanen... dann klappt's auch ohne

...zum C200 mit 136 PS: Klar, der wird wohl genauso wenig die Wurst vom Teller ziehen wie mein C180 - wer allerdings nicht andauernd mit voller Zuladung (Gepäck / 3-4 Mitfahrer) und/oder Anhänger fährt, kann damit durchaus glücklich werden...

...zum Thema Sicherheit... meine Kiste hat zwei Airbags, das war's dann... 'nen richtig heftigen Unfall will ich mit dem Modell aber nicht haben... da ist jeder 5er Golf sicherer was Strukturen, etc. pp. angeht! (Mal nach dem Fifthgear Video Volvo 960 vs Renault Modus googlen...)

...nebenberuflich fahre ich immer mal wieder Fahrzeuge von DAI bzw. dem VW-Konzern... meist Neu- oder Jahreswagen (Autohaus) - da stinkt der W202 im direkten Vergleich ab - wenn's nicht gerade ein Fox ist...

..nun denn... ich für mich kann sagen, dass ein W202 / W124 für Fahranfänger nicht das Schlechteste sind, würde bei der Anschaffung eher auf originalen Zustand, KLIMAANLAGE (weiß ich nach nem Arbeitstag bei 35°C in nem 3er Golf ohne diese sehr sehr zu schätzen) und relativ wenig Kilometer (<200.000) Ausschau halten, anstatt unbedingt die stärkere Maschine zu nehmen.
 
Ziemlich lustige Diskussion.

Ein 17-jähriger, der vor dem Abitur steht und noch keinen Führerschein hat, spricht davon, dass - wörtlich - er in Begleitung seiner Eltern VW und Audi fährt. Er erwähnt, dass er "leistungsverwöhnt" ist und philosophiert über verschiedene Mercedes-Modelle als Erstfahrzeug.

Im ganzen thread wird er von Forumsteilnehmern darin auch noch heftig unterstützt.

Bisher fiel kein Wort davon, wie ein Mittelschüler und späterer Student sich ein derartiges Fahrzeug leisten soll. Bisher fiel auch noch kein Wort von Bescheidenheit oder Ähnlichem. In diesem Alter hat man meist die Pubertät gerade hinter sich. Ich denke, es wäre auch an einem verantwortungsvollen Forum, den jungen künftigen Verkehrsteilnehmer sprichwörtlich an der Hand zu nehmen und ihm zu helfen, das Abenteuer des eigenen ersten Autos zu bewältigen.

Ich würde daher die Meinung unterstützen, die etwas kleinere und weniger leistungstarke Autos zum Einstieg empfiehlt. Einerseits lernt man damit so etwas wie Demut und Einordnung im Straßenverkehr, die Kosten bleiben auch im Rahmen und schließlich bleibt auch Platz für spätere Steigerungen.

Und - glaub mir, lieber Lagemann - das erste Auto ist so etwas wie ein Versuchskaninchen, bei dem jeder mal versucht, was alles geht und seine Erfahrungen aufbaut. Dafür wäre ein billiges, robustes und nicht zu starkes Fahrzeug am besten. Und du bewahrst dir die Aussicht auf schöne Steigerungen bie den nachfolgenden Fahrzeugen.

Also bleib schön bescheiden und du wirst Erfolg haben, du hast ein langes Leben mit deinen Autos vor dir, für das ich dir viel Freude und alles Gute wünsche.

Fritz
 
Sach' mal,
wenn ich Dir so zuhoere, faellt mir schwer zu glauben, dass irgendwer hier mal auf Die Idee kam, die Ostmark mal heim ins Reich zu holen. Sind bei Euch alle so?

Bescheidenheit, Demut ... hier geht's um >15 Jahre alte Autos, das ist demuetig und bescheiden. Unser Themenersteller muss noch etwas Realismus bezueglich der "Reisegeschweindigkeit" walten lassen, aber im Prinzip liegt er mit dem vielen Blech um sich rum doch ganz gut in der Vernunft.

Ich kann bei Dir selbst auch nur wenig Demut erkennen - so ein langezogener SLC-Dackel als Spassauto erscheint mir nur wenig demuetig. Du musst also noch viel and Dir arbeiten, bevor Du anderen das Denkschema diktieren willst ... und an auch Deinem Geschmack.

Nota bene: Was Oesterreicher unter Bescheidenheit verstehen, konnte man unlaengst in der Kaerntener Bankenkrise mitlesen - Bescheidenheit ist demnach keine Kernkompetenz in Oesiland: 18 Mille Buergschaft bei 2 Mille Landeshaushalt.

Autofahren unterhalb der Volljaehrigkeit und Fahren in Begleitung ist in zivilisierten, modernen Laendern durchaus ueblich, wir halten Minderjaehrige hier nicht in Kellerverliesen, sondern lasssen sie am Leben teilnehmen. Also nicht aufregen - das hat so seine Ordnung.

Lachend,
Carsten
 
Hallo Carsten,

da hast du mich jetzt aber ordentlich missverstanden, vielleicht hab ich mich auch schlecht ausgedrückt.

Ich versuchs nochmal:

Mein erstes Fahrzeug mit 18 Lebensjahren war ein alter Vw Käfer, diesem folgte ein nur etwas jüngerer Golf. Langsam wurden die Autos immer neuerer.

Mit diesen Anfangsautos lernte ich, mich in den Straßenverkehr einzuordnen, lernte vorausschauend fahren und mitschwimmen.

Gleichzeitig lernte ich auch die Grenzen dieser Fahrzeuge, die ja in keiner Beziehung sehr hoch waren, kennen und auch beherrschen.

Und so konnte ich mich auch fahrzeugtechnisch entwickeln, um mir dann - in der zweiten Hälfte des Berufslebens nach 25 Jahren Berufstätigkeit aus eigener Leistung den 107 zu gönnen.

Verstehst du jetzt, was ich sagen will?

Ich plädiere für einen bescheidenen Start ins Autoleben, damit noch Raum für Steigerung bleibt. Ich wollte damit durchaus bense, Holger oder auch dir, die ihr für ältere und schwächere Mercedesmodelle als Anfängerautos seid, Recht geben. Ob es als Anfängerauto gleich eine alte E-Klasse sein muss, dass muss langemann selbst entscheiden. Ich würde meine Kinder fragen, ob so eine "Spiesserkarre" (und die E-Klasse galt ja wohl lange Jahre als der Inbegriff des Establishments, was sich mittlerweile ja geändert hat) mit dem Selbstverständnis eines 17 oder 18-jährigen vereinbar ist.

Und die Ausführung zum Heimholen überhör ich jetzt mal, die gehört nicht in dieses Forum.

HG
fritz
 
Ich finde ein W124 ist durchaus ein bescheidener Start, insbesondere, wenn es sich eher um die kleineren, leistungsschwächeren Motoren handelt, wie hier empfohlen.
 
Fritz,
ich hab Dich auch beim ersten Mal schon sehr gut verstanden - nur teile ich Deine Meinung nicht mal im Ansatz.

ich hab vor 22 Jahren mit einem W123 Diesel als Erstauto angefangen, und ich kann Dir versichern, das war finanziell und in jeder anderen Hinsicht ein sehr bescheidener Start. Billiger und besser kann man nicht in die Individualmobilitaet einsteigen.

Bescheiden muss ja nicht heissen, das zweitbeste zu nehmen. Ein Daimler als Erstauto ist eine sehr praegende Erfahrung - seit dem hab ich ausschliesslich alte Daimler gefahren und waere nie auf die Idee gekommen, die Marke zu wechseln. Wie gesagt - im Moment hat unser Familienfuhrpark ein durchschnittliches Alter von fast 20 Jahren. Das sind Autos, die sind nochmals 10 Jahre aelter als mein erstes Auto; wieso sollte ich mich 'steigern'?

Ich halte wertverlustbehaftete Corsa/Fox/Fiesta ... -Jahreswagen fuer unbescheiden. Autos, die nur mit Glueck knapp die Abwrackpraemie ueberstanden haben, koennen nicht unbecheiden sein: Der Gesetzgeber hat diese Autos noch vor kurzem zu wertfreiem Schrott erklaert.

Und ein Stretch-SL mit Dach ist dermassen unproportioniert, da waere mir nach 25 Jahren Maloche aber was Besseres eingefallen als dieser Dackel mit M110-Rasselbuechse :girl:. gute Mursis sind doch im Moment grad billig.

Ciao,
Carsten
 
Jetzt muss ich doch auch mal meine Erfahrungen loswerden.
Habe mir vor 5 Jahren kurz nach dem Führerschein als Student meinen ersten Mercedes gekauft. Einen 9 Jahre alten C 180 T mit Schaltgetriebe. Um mich herum hielten mich alle für bekloppt, wie ich als Student so ein großes und vermeintlich teures Auto kaufen kann.
Um's vorwegzunehmen: Ich habe das Auto heute noch. Bin jetzt über 240 tkm, der größte Defekt war die Wasserpumpe (140 Euro), sonst gab's eigentlich nichts erwähnenswetes. Das Auto ist praktisch, zuverlässig, geräumig, bequem, selbst im Vergleich mit modernen Autos sparsam (8-9 Liter) und vor allem "sau"-billig. Wertverlust nahe null Euro, Versicherung 250 im Jahr und Steuer 140 oder so. Ich bin von dem Auto ausnahmslos begeistert. Seit kurzem habe ich parallel noch einen S204 und trotzdem freue ich mich jedesmal, eine Runde mit dem alten zu drehen. Natürlich ist der 204 schneller, sicherer, komfortabler, agiler,... Aber das macht nicht zwangsläufig immer mehr Spaß. Und dabei liegt der Wert des 204 etwa beim 20-fachen des 202.
Auch im Vergleich mit vielen anderen modernen Autos, macht der 202 eine sehr gute Figur.
Wäre ich heute noch Student, würde ich mir sofort wieder so ein Auto kaufen. Obs jetzt ein 202 oder 124 wird, würde ich nach Geschmack und Platzbedarf entscheiden. Für 6000 Euro gibts eine große Auswahl ordentlicher 202-Kombis. Mit Blick auf die Unterhaltskosten würde ich von allzu großen Motoren abraten. Im 202 ist wahrscheinlich der 200er Benziner der beste Kompromiss.
Viel Spaß beim Auto suchen!
Gruß
Philipp
 
CeeJay und fritz, lasst es doch sein, die Käbbeleien.. Bringt doch nichts.
Ich kann euch beide verstehen, CeeJay meint, dass fritz ein Moralapostel sei, der aber selber ein großes, spritfressendes Auto fährt. Das stimmt wohl, aber ich denke, dass fritz eher meint, dass ich mir mit 18 kein teures Auto kaufen soll. Er hat ja in keinem Satz geschrieben, dass ich mir ein solches, teures Auto nicht in 10-15 Jahren kaufen soll.

Also nochmal, ich bin kein Spießer und möchte auch nicht als so einer gelten. Aber mal im Ernst, ist ein gepflegter Golf 5 1,4l eines 50 jährigen Beamten, der kurz vor seinem Vorruhestand steht, nicht viel spießiger als eine E-Klasse? Ich finde, es kommt eher auf den Fahrer als auf das Auto an.

Mit gewissen Felgen, den weißen Blinkern und den weiß-roten Heckleuchten wird eine Mopf2 E-Klasse schnell zu einer ansehnlichen Karre in meinen Augen.

18 jährige Fahranfänger, die ich so kenne, fahren Golf 4 mit 90ps, 101ps , Corsas, die Mädels Golf 3 Cabrios etc etc..


Ich gehe gerne an Wochenenden weg, trinke gerne mal einen über den Durst hinaus, deswegen entschludigt es, wenn sich mein Geschriebenes heute nicht so pralle anhört.. Ich bin halt erst schlafen gegangen, als es schon wieder hell wurde und jetzt liegt hier ne Chipstüte zur Hunger bewältigung und Billig-Energy- Dosen zu wach werden..
Naütlich kostet das Geld und genau aus dem Grund möchte ich nicht ein Auto, das mir nicht die Haare vom Kopf frisst. Ihr seid alle irgendwo fest angestellt und wisst auch was ihr in 5 Jahren zum Leben habt. Das ist bei mir nicht de Fall. Zwar werden meine Eltern mir finanziell immer etwas beisteuern die nächsten Jahre, aber in der Ausbildung müsste ich natürlich die Karre selbst zahlen.. Ich habe auch wirklich keine Lust im Monat 3/4 meines Lohns für das Auto zu bezahlen. Ich hoffe, ihr könnt das verstehen..
Am liebsten wäre mir daher echt ein Diesel.

Was soll ich mir zum Anfang einen e46 320 etc holen, der 11-12 Liter braucht und bei dem alle möglichen Teile kaputt gehen? Das bringt es für mich nicht.
Ich will ordentlich Musik hören in der Karre und nicht immer den Tank leer haben. Ich denke, das sind realistische Vorstellungen eines Fahranfängers xD
Trotzdessen will ich nicht mit einer 75 ps Gurke die Berge mit 65 hochfahren, wenn mal das Auto vollbesetzt ist. Ich sollte halt vernünftig damit fahren können.

An die w202 hab ich auch schon gedacht, wär auch ein schönes Auto. Ist ja nicht teurer als ein w124, aber es sollte deutlich einfacher sein, gepflegte Modelle zu finden.
Mh ist mal einer w124 und w202 im Vergleich gefahren?

MfG lagemann
 
Zuletzt bearbeitet:
Mh ist mal einer w124 und w202 im Vergleich gefahren?

Prinzipiell finde ich die beiden ziemlich ähnlich. Der 124 ist noch ein Stück chefiger/ souveräner, man könnte es auch behäbiger nennen.
Der 202 dagegen ist etwas leichtfüßiger und agiler, sofern man bei den beiden Autos davon überhaupt sprechen kann.

Ich finde, beide machen auf ihre Weise Spaß, am besten selber ausprobieren.
 
OK, ich lasse mich gern eines Besseren belehren.

Kannst Du einen Tipp abgeben, welcher Partikelfilter-Nachrüster entsprechendes anbietet?
 
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Thema: w124 zum Anfang?
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