W140 Selbstanpassung

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W210 E300 Turbodiesel 97, W140 S320L
Hallo, ich fahre einen W140.033 aus den USA S320, 94, HFM, ruhende Zündanlage mit aktuell 141000km Laufleistung.
Gleich vorweg: Der Motorkabelbaum sieht neu aus, Kabel sind noch richtig schön weich. Die Drosselklappe wurde vor zwei Monaten überholt, neue Kabel verbaut.
Zündkerzen sind neu, Zündspulen präventiv auch.
Der Leerlauf ist im warmen Zustand nicht ganz sauber, HHTWin gibt zwar keine Fehlzündungen oder Fehler in der Zündanlage aus, aber man merkt, dass der Motor ständig am Ausregeln ist.
Die Selbstanpassung in der unteren Teilllast liegt bei 1.054 beim DM Steuergerät und 1.04 beim HFM Steuergerät. Lambdawerte schwanken von 180 bis 770 mV zügig hin und her, immer wenn er ein Extrem erreicht merkt man den leichten Ruck am Motor bei der Ausregelung.
Die Lambdaregelung korrigiert permanent mit -2 bis -4%, mitunter auch -1 bis -5% in seltenen Fällen.
Bin gerade mit dem Wagen ca. 1200 km gefahren über zwei Tage, lief soweit gut. Die MIL ging allerdings an und im Fehlerspeicher stand drin, dass der Druck im AGR Ventil nicht korrekt war, nachdem es geöffnet wurde und der Leerlaufschalter in der Drosselklappe tauchte auf. Das ganze aber erst auf der Rückfahrt.
Auf der Hinfahrt bin ich bis 230 km/h gefahren, da ruckte es einmal, möglicherweise ein Begrenzer, keine Fehlermeldung. Längere Strecken unter hoher Last und 200 km/h waren kein Problem.
Frage: Lernt das Steuergerät die Selbstanpassung über die Zeit oder Startvorgänge? Wann geht sie wieder zurück auf 0%?
Beim Einsprühen von Bremsenreiniger ging der Wert bei wenig Menge auf -11%, somit keine Falschluft.
Zündspannung der Spule pendete zwischen 44 und 49V, Brenndauer bei 2 und 5 1,1, bei 1 und 6 sowie 3 und 4 ca. 1.25 mitunter 1.36ms. Evt. tropfende Einspritzdüsen? Der Warm wie Kaltstart ist gleich schnell da, im warmen Zustand hörte es sich aber etwas ruppiger an, als wenn etwas unkontrolliert gezündet wird, stärker als beim Kaltstart, was auf die Einspritzdüsen deuten könnte... Kann man dies effektiv prüfen?


PSE:
Wenn ich die Zündung einschalte, hört man die PSE immer wieder laufen 2s laufen, 1s Pause, bis sie irgendwann aufhört nach vielen Pumpvorgängen.
Ist hier ein Rückschlagventil defekt in Richtung Verbindung zur Ansaugbrücke?
Beim Auf und Abschließen passiert dies nicht. Es klingt auch eher nach dem dem Geräusch vergleichbar, wie beim Aufschließen.
 
Hallo, Update nach längerer Zeit, ggf. auch für andere Interessant:

Beim Wechsel des Reglers für die Lüfterdrehzahl ist mir ausversehen der Unterdruckschlauch ins Gehäuse gefallen, so dass es nicht weiter auffiel. Daraufhin war die Frischluftklappe nicht angeschlossen. Wenn nun auf Umluft oder auf 0 gestellt wird, läuft die PSE immer wieder an, da sie Falschluft zieht. Heute habe ich den Fehler gefunden und auch den Verteilblock geprüft. Soweit ist hier nun alles wieder in Ordnung. Da ich den Wagen nicht oft fahre, bin ich jetzt erst dazu gekommen und habe die andere Zeit die Funktion nicht genutzt. Blöder Fehler meinerseits, aber vielleicht hilft es dem einen oder anderen bei der Fehlersuche :)

Ich bin nun gespannt, ob die Selbstanpassung nun besser funktioniert und der Fehler P0134 nicht mehr kommt. Dieser besagt, dass der Sauerstoffsensor keine Aktivität zeigt. Das kann z.B. durch Falschluft ausgelöst werden.
Den AGR Fehler habe ich beseitigt, indem ich den Schlauch an der Stirnseite erneuert habe für die Ansteuerung des AGR Ventils. Dieser war schon etwas fester und nicht mehr perfekt abdichtend. Zusammen mit dem oben genannten Problem sicherlich ein Teil der Lösung.

Ich werde berichten. Ich hoffe es interessiert jemanden.
 
Servus Hanno,…

Update nach längerer Zeit, ggf. auch für andere Interessant:
Auf JEDEN Fall und immer!

Beim Wechsel des Reglers für die Lüfterdrehzahl ist mir ausversehen der Unterdruckschlauch ins Gehäuse gefallen, so dass es nicht weiter auffiel.
Meinst Du den elektronischen Regler für das Innenraumgebläse?

Kannst Du näher beschreiben was mit
„Unterdruckschlauch ins Gehäuse gefallen“
gemeint ist?


Daraufhin war die Frischluftklappe nicht angeschlossen. Wenn nun auf Umluft oder auf 0 gestellt wird, läuft die PSE immer wieder an, da sie Falschluft zieht. Heute habe ich den Fehler gefunden und auch den Verteilblock geprüft. Soweit ist hier nun alles wieder in Ordnung. Da ich den Wagen nicht oft fahre, bin ich jetzt erst dazu gekommen und habe die andere Zeit die Funktion nicht genutzt. Blöder Fehler meinerseits, aber vielleicht hilft es dem einen oder anderen bei der Fehlersuche :)
Sowas hilft immer - auch fürs Verständnis!

Ich bin nun gespannt, ob die Selbstanpassung nun besser funktioniert und der Fehler P0134 nicht mehr kommt. Dieser besagt, dass der Sauerstoffsensor keine Aktivität zeigt. Das kann z.B. durch Falschluft ausgelöst werden.
Da bin ich auch gespannt!


Den AGR Fehler habe ich beseitigt, indem ich den Schlauch an der Stirnseite erneuert habe für die Ansteuerung des AGR Ventils. Dieser war schon etwas fester und nicht mehr perfekt abdichtend. Zusammen mit dem oben genannten Problem sicherlich ein Teil der Lösung.
Alles was weg gearbeitet werden kann, hilft weiter…

Ich werde berichten. Ich hoffe es interessiert jemanden.
Danke Hanno, dass Du Rückmeldung gibst - auch wenn mal keine Antwort kommt, weil die Frage(n) untergegangen war(en).

Mich interessiert es absolut!


Grüße
Peter
 
Hallo Peter, das freut mich zu hören, dass es Dic hinteressiert, dann weiß man auch das das schreiben nicht umsonst war. Ich habe auch häufig aus den Foren profitiert und da gebe ich auch gerne wieder etwas zurück.

Der Schlauch geht um den Steuergerätekasten herum und ist grünblau. Er ist im Bereich der 180 Grad Umlenkung ummantelt mit einem Schutzschlauch und genau da lag der Haken: In dem Bereich der Ummantelung ist er mir unter den Deckel vom Gebläsekasten bei der Montage gerutscht und deshalb fiel es optisch nicht mehr auf. Der kleine Stutzen, der nun ma Aktuator nicht belegt war ist farblich schwarz auf schwarz Abends in der Garage kaum erkennbar, wenn nicht Flutlicht eingeschaltet wird (ich werde mir einen neuen Standstrahler oder Flächenlicht besorgen, so dass man eine gleichmäßige Ausleuchtung hat. Die 20W LED Deckenleuchte als Rundlampe bringt halt doch noch zu wenig Licht in 5m Höhe...

Auf meiner Testfahrt heute über 20km ist die Leuchte ausgeblieben. Das muss noch nicht fiel heißen, da erfahrungsgemäß der Fehler wieder kommen kann.

Zur Selbstanpassung:
Auch hier denke ich, dass noch ein zweiter Fehler im Fahrzeug sein muss:
Wenn ich z.B. 2000 U/min halten möchte im Leerlauf ohne Last, merke ich wiederkehrend einen Einbruch der Drehzahl, als wenn kurz einer oder mehrere Zylinder nicht zünden, aber nur ganz kurz. Unter Last ist überhaupt nichts zu merken, das Auto fährt einwandfrei.
Nur bei geringer Teillast ist es auffällig und im Leerlauf.

In der Stardiagnose habe ich mit HHTWin gesehen, dass die Selbstanpassung kontinuierlich abmagert, bis es dann einmal ganz leicht ruckt und dann schlagartig Kraftstoff zugegeben wird, um dann kontinuierlich abzumagern, usw.
Ich kenne dies grundsätzlich noch von meinem M111 als C180 von früher, nur an das Rucken kann ich mich nicht erinnern.

Das Getriebelager muss ich bei Zeiten auch noch mal tauschen, es werden etwas viel Vibrationen in den Innenraum gegeben im Bereich der Mitte der Fahrgastzelle. Klares Indiz fürs hintere Getriebelager. Teil ist schon lagernd hier.

Drosselklappe wurde überholt, ASR mit Tempomat., Kabelisolierung war brüchig. Motorkabel wurde schon einmal erneuert, das Kabel zum Kühlwassertemperatursensor ist ganz weich, auch die zu den Einspritzdüsen waren weich, der Rest unauffällig und machte einen flexiblen Eindruck. Zündkerzen, Zündspulen ebenfalls neu von Hella. Desto wärmer der Motor ist, desto auffälliger der Effekt.

Zum W210 E300 TD werde ich bei Zeiten noch mal berichten, ein spannendes Fahrzeug importiert aus Spanien, er ist gerade in der Werkstatt und bekommt eine neue Ölwanne...
 
Thema: W140 Selbstanpassung
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