Chipoptimierung

Diskutiere Chipoptimierung im A- und B-Klasse Forum im Bereich Mercedes-Benz; Nach langer Suche hab ich nun endlich einen Tuner gefunden, welcher meinen Chip optimiert. Da ich aber keinen Diesel fahre, sondern einen A140...

  1. Efi

    Efi Stammgast

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    Nach langer Suche hab ich nun endlich einen Tuner gefunden, welcher meinen Chip optimiert. Da ich aber keinen Diesel fahre, sondern einen A140 weiß ich nicht ob die versprochenen 15PS wirklich hinzukommen.
    Zwei Fragen:
    1. Hat jemand Erfahrung mit dieser Art des Tunings? Wenn ja welche.
    2. Kann es später technische Probleme geben, oder wird der Motor damit sogar geschädigt?

    Danke für eure Antworten.

    MfG

    Efi
     
  2. #2 Grosche, 12.03.2002
    Grosche

    Grosche A 140 AMG BJ 11/99

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    Hi Efi,

    die Laufzeit deines Motors KANN durch chiptuning erheblich verkürzt werden, dies hängt von der gefahrenen Laufleistung ab.
    Ich wollte auch schon bei meinem A140 chiptuning durchführen lassen (bei km Stand 40 000) habe jedoch wieder Abstand genommen, da mir das Risiko eines Motorschadens zu hoch war.
    Brabus meinte, dass sie an einem KM Stand von 30 000 ganz stark davon abraten...die werden wissen warum!

    Am besten ist es natürlich, wenn der Motor neu ist und daher gleich mit dem nauen Chip eingafahren wird.

    Die versprochene Mehrleistung sollte schon erreicht werden!
     
  3. #3 maul335, 12.03.2002
    maul335

    maul335 alter Hase

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    Hallo!

    Pauschal:
    Bei jedem "normalen" nicht aufgeladenen Motor, ist durch Chiptuning nur sehr sehr geringer Leistungszuwachs erzielbar.
    Ohne weiteren kostspieligen Umbau von diversen mech. Teilen Nockenwelle, optim. ansaugtrackt, Krümmer, Außpuffanlage.....ist der Zuwachs beim A 140 sicher nicht mehr als max. 5%.

    Alle Tuner die behaupten enormen Leistungszuwachs bei Saugmotoren nur durch Chipoptimierung zu erzielen sind unseriös und in der Regel nur Bauernfänger.

    Bei genaueren Nachfragen stellt sich oft heraus, daß es sich um theoret. max. werte handelt die in Katalogen angegeben sind.

    Die einzige effektive elektr. änderung ist die V/max. aufhebung PS starker Wagen die in der Regel bei 250 Km/h abgeregelt werden.
    Diese ist bei der A-Klasse ja sowieso hinfällig.


    Anders sieht die sache bei aufgeladenen Motoren (Turbo, Kompressor, G-Lader...) egal ob Benziner oder Diesel aus.

    Dort ist durch Chiptuning ein enormer Leistungszuwachs durch erhöhung des Ladedrucks und erhöhung der Einspritzdauer.... erzielbar, ca. echte 15% - 30%. Besonders Drehmomentzuwachs!

    Zum Thema Haltbarkeit der Motoren:

    Chiptuning ist nicht gleich hoher Verschleiß!!!

    Wer darauf achtet seinen Wagen immer schön warmzufahren, keine langen Vollgasstrecken hetzt und ihn auch gegebenfalls wieder etwas "kaltfährt" bevor er abgestellt wird, wird auch trotz Chip eine bedeutend längere Haltbarkeit seines Motors haben, als jemand der seinen "originalen" kalt hochjubelt, schlechtes öl verwendet und immer nur Vollgas kennt.

    Bei angemessen umgang und "gesundem" Motor vor der Tuningmaßnahme ist auch bei Motoren mit über 100000 Km Chiptuning kein problem.

    Bei meinem ex. Audi A6 tdi V6 hatte ich die orig. 150PS auf 180 optimieren lassen und habe auf die 60000 die er hatte, nochmal 60000 ohne probleme draufgefahren.

    Mein Arbeitskollege Saab 9000 CSE insg. 265000Km mit Chip ca. 150000Km.

    Gruß
     
  4. Efi

    Efi Stammgast

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    So wie es aussieht, werde ich es nun doch lassen und dafür lieber eine neue Heckschürze ranmachen lassen.

    Vielen Dank für eure Tips

    MfG

    Efi
     
  5. #5 Otfried, 13.03.2002
    Otfried

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    Hallo Volker,

    auch der V 168.132, W 168.035 und V 168.135 wird bei "250 km/h" theoretisch abgeriegelt, wobei der Motor jedoch schon überdreht.
     
  6. #6 Otfried, 13.03.2002
    Otfried

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    Hallo EFI,

    deutlich gesagt werden hier Äpfel mit Birnen verglichen, ein A& TDI ist ein turboaufgeladener Turbodieseldirekteinspritzer, ein Saab 9000 ein turboaufgeladener Reihenvierzylinder.

    Bei dem M 166.940 vom Elchi handelt es sich um einen Reihenvierzylindersaugmotor !

    Ohne manchem Schreiber zu nahe treten zu wollen, wer von Euch kann sich an die Zeiten der manuellen Zündverteiler un der Weber Doppelvergaseranlagen erinnern?

    Gehe ich nun 25 Jahre zurück, wäre der M 166.940 mit einem, sagen wir höchstens Zweistufenvergaser versehen.
    Zündzeitpunkt bei 11.0 : 1 Verdichtung fast schon zu hoch, kurz vor 0° der Kolben.
    Was hätten wir damals gemacht?????
    2 Weber 38 DCO/3 Vergaser, Zündzeitpunkt vorverlegt durch manuelles drehen des Zündverteilers!!!!

    Nun 25 Jahre später, im Zeitalter der "Computers" nennen wir die Leistungssteigerung "Chiptuning" - klingt gut, bringt Geld.

    Die Chiptuner fetten das Gemisch an, was einen stärkeren Abrieb der Kolbenringe zur folge hat und die Abgaswerte nicht mehr eingehalten werden. {Der TÜV prüft nach Lust und Lauen das Abgas, stimmen die Werte nicht, Pech gehabt}.
    Nun wird der Zündzeitpunkt weiter vor 0°T gestellt. Je nachdem, welcher Treibstoff getankt wird kann eine minimale Leistungssteigerung erreicht werden, findet jedoch eine Klopfende Verbrennung statt, werden Lager, Kolbenböden und Pleuel als auch der Zylinderkopf höher belastet und im laufe der Zeit zerstört.

    Analysieren wir nun den M 166.940. Um mehr Leistung zu erzielen müßten wir den Gasdurchsatz erhöhen. Am besten geschieht dies durch geänderte Ventilöffnungszeiten, was eine neue Nockenwelle verlangt. Ebenfalls hilft die Einlaß- und Auslaßkanaäle zu polieren, den Auspuff zu überarbeiten und den Kat zu tauschen.

    Leistungssteigerungen wie die versprochenen 18 % {!} sind durch Chip-Tuning bei Saugmotoren nicht zu erreichen.

    Bei aufgeladenen Motoren sieht es anders aus, wobei beachtet werden sollte, für welche Leistung der Motor konzipiert wurde.
     
  7. #7 maul335, 14.03.2002
    maul335

    maul335 alter Hase

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    Hallo Otfried!

    Ich wollte mit meinem Beispiel Audi A6 und Saab 9000 nur zeigen das Chiptuning nicht immer mit hohem Verschleiß und Motorproblemen verbunden ist.

    Gruß
     
  8. #8 Otfried, 15.03.2002
    Otfried

    Otfried Moderator

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    Hallo Maul335,

    die Probleme treten bei Turbofahrzeugen ebenso auf. Jedoch sind sie hier nicht im permanenten Fahrbetrieb vorhanden, da im Teillastbereich der Lader nicht den vollen Ladedruck erzeugt.
    Mein Vater hat z.B. einen Volvo 760 Turbo, welcher ab Neuheit eine Leistungssteigerung von 18% hat. Der Motor ist bisher 157.000 Kilometer gelaufen. Bei Volllast jedoch ist ein "dingeln" {klopfende Verbrennung} selbst mit 99 Oktan Treibstoff zu vernehmen.

    Die Lebensdauer eines Motors reduziert sich je nach dem Robustheitsgrad der Auslegung der Bauteile desselben und dem, was an dem Motor alles geändert wird.
    Ebenso Ausschlaggebend ist die Höhe der Leistungssteigerung. Mir ist ein Hersteller bekannt, welcher für eine 22% Leistungssteigerung Kolben/Pleuel/LLK ändert und trotzdem von einer reduzierten Lebenserwartung des Motors spricht.
     
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