V A N E O

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  1. Heinz

    Heinz Crack

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    Hi Leute!

    http://www.autobild.de/archiv/2001/10/41/fahrbericht/?A_SESS=6a33a187330a59ba9a89749c1e8e6c1a

    Ein Heck zum Einpacken

    Mercedes A-Klasse, dritter Teil: Auf Kurz- und Lang- Version folgt nun der Van Vaneo. Ein teures Stück Auto mit besonderem Nutzwert?
    Mercedes-Van, zweiter Versuch. Der erste ging gründlich daneben. Die klobige V-Klasse, abgeleitet vom Transporter Vito, konnte ihren Lasterhaften Charakter nie verleugnen. Zu unkomfortabel, zu billige Anmutung, zu unhandlich - erfolglos.
    Jetzt also folgt der zweite Anlauf: der Vaneo. Diesmal haben die Schwaben den Spieß umgedreht, haben von einem Pkw (die A-Klasse stiftet 40 Prozent der Teile) ein Nutzfahrzeug abgeleitet. Was Mercedes natürlich nicht gerne hört. Denn der Vaneo soll, wie der Name schon sagt, ein Van ohne Wenn und Aber sein. Einer, der gegen Opels Zafira ins Feld zieht und eben kein schnöder Kastenwagen ist.
    Doch genau so kommt er mir zumindest vor. Gut, vorn blickt er noch so freundlich wie die A-Klasse. Aber die Seite mit den winzigen Rädern und dem hohen Aufbau und besonders das kantige Heck sprechen eine deutliche Sprache: Hier geht es nicht um Charme und Eleganz, hier geht es rein um den Nutzen.
    Ein Eindruck, der sich beim Fahren verstärkt: Der Vaneo fährt einfach nicht so agil wie die A-Klasse - wegen des längeren Radstands (von 2,42 auf 2,90 Meter) und der indirekten Lenkung. Auch wer besseren Federungskomfort erwartet, wird enttäuscht: Die Federung ist wegen der erlaubten hohen Zuladung (je nach Variante bis zu 555 Kilo) ziemlich steif ausgelegt.
    Ohne Beladung nimmt der Vaneo deshalb Querfugen und Bodenwellen holprig. Und wenn dann wie beim Testwagen noch der Basis-Diesel unter der Haube steckt, der 1,7-Liter-CDI mit 75 PS, fühle ich mich schon ein bisschen wie der Stadtbote - der kleine Diesel wirkt im Vaneo schwachbrüstig und lärmig.
    Beruhigend, dass es wenigstens an Bord etwas gemütlicher zugeht. Vorn sind Cockpit und Sitzposition der A-Klasse ziemlich ähnlich, nur das Dach spannt sich in ferner Höhe. Im Fond gibt es viel Platz für lange Beine und eine Menge Luft über dem Scheitel. Aber ein beengtes Gefühl, wenn drei Erwachsene nebeneinander sitzen. Zumal es in der zweiten Reihe nur eine Sitzbank, keine Einzelsitze gibt.
    Dahinter liegt dann die eigentliche Spielwiese des Vaneo: der Laderaum. Ein Meter lang im Normalfall (Volumen 715 Liter), mit ausgebauter Rückbank sogar 1,81 Meter (3000 Liter). Noch nicht das Maximum: Mit demontierbarem Beifahrersitz (363 Mark extra) verlängert sich die Ladelänge auf stolze drei Meter (Volumen 3500 Liter).
    Der Vaneo lässt sich aber auch mit sieben Sitzen ausrüsten - Preis pro zusätzlichen Fond-Einzelsitz 749 Mark - oder mit einem ausziehbaren Laderaumboden für 794 Mark.
    Mercedes wäre aber nicht Mercedes, wenn sie nicht weiter gedacht hätten. Das Ergebnis sind ein paar fröhliche Ausstattungspakete: "Bike" (1316 Mark), unter anderem mit Fahrradträger innen und 12-V-Fahrradpumpe, "Carry" (2155 Mark) mit herausnehmbarem Beifahrersitz, Dachreling und faltbarem Innenraumschutz, "Dog" (1157 Mark) mit Hundeschutzgitter und elektrischen Ausstellfenstern hinten, "Snow" (1656 Mark) mit Dachskiträger und Thermoskanne, "Surf" (2008 Mark) mit Surfbretträger, Thermoskanne und Kühlbox.
    Ähnlich fantasievoll wie bei der Zusammenstellung dieser Pakete waren die Mercedes-Leute nur noch bei der Festlegung der Preise. Der Basis-Vaneo mit 1,6-Liter-Benziner und 82 PS startet bei 37843 Mark. Doch das ist nur der Anfang, auch ein Vaneo für 55000 Mark und mehr ist kein Problem (siehe Rechnung unten).
    Egal mit welcher Klasse ich den Vaneo auch vergleiche, die Preise sind eine sehr selbstbewusste Ansage. Den Renault Kangoo mit 75 PS zum Beispiel gibt es ab 24937 Mark. Passt nicht? Bitte: Ein Scénic mit 95 PS kostet ab 34227 Mark. Und wenn es sieben Sitze sein müssen: Den Opel Zafira mit 100 PS bekommen Sie ab 36085 Mark. Aber die haben eben alle keinen Stern auf der Haube.
    Grüße Heinz
     
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