Öltemperatur?

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Hallo Motor- und Öl-Experten,

wollte gerne wissen in welchem Temperaturbereich sich Öl im Motor am wohlsten fühlt.

Habe bei meinem Wagen einen Öltemperaturmesser welcher bei der Autobahnhatz über 100 Grad anzeigt, ab wann sollte man aufpassen?

Gruss Christian
 
Hatte auch einmal so ein Instrument verbaut.

Nie wieder. Irritiert zu sehr. Wo nimmst Du denn die Temperatur ab ? Es gibt ja verschiedene Möglichkeiten der Messung : Ölablaßschraube oder Ölmeßstab.

Faustregel ist jedenfalls : Jedes moderne Fahrzeug kann auf ebener Strecke im höchsten Gang nicht überdreht werden und bei serienmäßiger Motorleistung nicht überhitzt werden.
So sehen es die Hersteller vor.

100 Grad ist aber im "grünen" Bereich. Ich persönlich würde das Öl nicht voll belasten, bis ca. 75 - 80 Grad erreicht sind. Alles über 140 Grad sehe ich als problematisch an, da kann dann irgend etwas nicht stimmen.
 
Hallo Rollo,

kann ich dir leider nicht sagen wo die Temp. gemssen wird da das Instrument serienmäßig drin ist und bei Vollast dreht auch der Motor dezent:D im Roten Bereich.

Aber wenn ca. 100 Grad O.K. ist brauch ich mir zumindest um das Öl keine Sorgen machen:)

Gruss Christian
 
Hallo Christian,

hier kommt es auf das verwendete Motoröl an. Bei manchen Fremdfabrikaten ist die zulässige Motordrehzahl von der Öltemperatur abhängig. Ab 80°C ist dann Volllast zulässig. Je nach Modell sind 80-120°C {Öl etwa 15 W 50} oder auch bei Verwendung von Shell Helix Ultra Racing/AF 10 W - 60 Temperaturen von 140° kein Problem.
Persönlich gehe ich jedoch davon aus, das ein im normalen Straßenverkehr betriebener DCX mit einem x W 40 Motoröl kaum 110° erreichen wird.
 
So, ist ja alles gut und schön.
Nur: Wie kann ich die Öltemperatur von der Wassertemperatur ableiten ?
Im W211 ist ja nun kein Ölthermometer verbaut, was die Sache etwas schwieriger gestaltet.
Kann man von der Wassertemp. auf die Öltemp. schließen ?
Wenn das Kühlwasser so 85-90° erreicht hat, wie hoch ist dann die Öltemperatur? Gleich oder weniger oder mehr ? :confused: :confused:
 
Wenn Dein Wasser etwa 85 C erreicht hat, kann das Öl erst bei 50 - 60 C sein. Ableiten läßt sich das schwierig.

Das Öl erreicht seine optimale Betriebstemperatur erst nach einer gewissen Strecke. Würde mal schätzen, ab ca. acht - zehn Kilometer normaler Fahrt ist das Öl voll belastbar.
 
Nun ja, leuchtet auch irgendwie ein.
Aber das Kühlwasser wird ja vom warmen bzw. heißen Motorblock erwärmt. Das Öl befindet sich ja auch im Motorblock. Warum wird das denn erst später warm? Zumal es ja von den beweglichen Teilen (Kurbelwelle, Pleuel, Kolben usw.) ja richtig durchgemischt und bewegt wird?

Was aber heisst jetzt "voll belastbar" ? Nehme an, dass ich das auf Vollgas bezieht. Das wiederrum würde ja dann aussagen, dass wenn ich normal rumfahre, Drehzahl max. so um die 2000-2500 U/min (natürlich meilenweit von Vollgas entfernt), ich dem Motor keinen Schaden zufüge, auch wenn in der Anfangsphase die Öltemp. vielleicht nur bei 30-40°C liegt.

Liege ich da richtig ? :confused:
Ich fahre i.R. nur Strecken bis 13-14km täglich, manchmal auch etwas mehr. Biege aber sofort nach der Garage auf die Schnellstraße (+100km/h). Drehzahl beim Beschleunigen und Fahrt so um die 2000-2500 U/min.
 
"Voll belastbar" bezieht sich in der Tat auf die Höchstdrehzahl.

"Kalt" in den Drehzahlbegrenzer jagen ist niemals gut für den Motor. Drehzahlen bis 3000 U/min halte ich (persönlich) aber für absolut unbedenklich.

Beim CDI liegt die Krux aber auch in der geringen Motorabwärme (siehe : Zuheizer) und der damit verbundenen langsamen Ölerwärmung.
 
Hallo Simon,

habe ja ganz gut den Vergleich zwischen Öltemperatur und Wassertemperatur da ich beide Instrumente in meinem "Bescho" drin habe.

Wenn das Kühlwasser schon auf Betriebstemp. ist, ist das Öl noch lange nicht dort, dauert meist spürbar länger und hängt auch sehr von der gefahren Strecke ab.

Auf der BAB wird dann das Öl auch recht schnell warm und erreicht im "dahinbummel-Tempo" nie über 90 Grad.

Im normalen Stadtverkehr und gelegentlich über Land wird nie mehr wie ca. 80 Grad erreicht.

an die 100 Grad und etwas mehr erreiche ich nur bei Vollast über mehrere Minuten auch das wieder abkühlen geht etwas langsamer als bei der Wassertemp.

Darauß würde ich sagen erst Vollast wenn der Wagen schon 10 Minuten auf der richtigen Wassertempertur ist/war dann sollte man wohl davon ausgehen das das Öl auch die optimale Temperatur erreicht hat. Hängt natürlich auch von der Ölmenge ab.

Aber das Kühlwasser wird ja vom warmen bzw. heißen Motorblock erwärmt
Der Kühlkreislauf hat ja einen Thermostat und der Ölkreislauf holt ja immer die noch kalte Suppe aus der Ölwanne

Gruss Christian
 
@Otfried

habe 10 W 40 Öl drin.

Gruss Christian
 
Hallo!

In meinem Golf4 tdi (sorry, kein MB, aber "Öl-interessant";)) habe ich damals auch ein Ölthermometer am Ölfilterflansch verbaut. Die Wassertemperatur wird im Tacho "geschönt" angezeigt, d.h. zwischen 70 und 110°C wird im Tacho immer brav 90°C angezeigt. Bei den neueren MBs ist das soweit mir bekannt ist auch so.

Die Öltemperatur ist bei zögerlichem Fahren im Winter (Wasser kann da schon stundenlang 90°C anzeigen) nie über 75°C rausgekommen, im Sommer pendelt es sich bei normaler Belastung logischerweise bei etwa 90°C ein.
Aber Stadtverkehr, Leerlauf und zögerliches Fahren können auch immer Sommer zu einer sehr verzögerten Ölerwärmung führen, also 10min pauschal zu sagen, halte ich bei den heutigen effizienten Motoren für falsch.
Interessant war auch , daß das Öl beim Nachfüllen von einem halben Liter (5w-40) schonmal um ca. 5-8°C weniger warm wurde. Und das war eine Gesamtölmenge von nur 4Litern. MB hat ja meist mehr Inhalt.

Vollast hat das Öl kaum über 110°C gebracht, was im grünen Berich liegt. Ab 130° wirds langsam fürs Standardöl kritisch.
 
@Rollo & Dieselwiesel & Julian

Danke mal für die Antworten. D.h. wenn man vorsichtig die ersten 10-15km dahinfährt und Drehzahlen jenseits der 2500U/min vermeidet, sollte das also alles kein Problem sein.

Ist vielleicht alles Haarspalterei, aber man will seinem Benzi ja nix böses antun ! :D :D
 
Original geschrieben von Simon Templar
@Rollo & Dieselwiesel & Julian

Danke mal für die Antworten. D.h. wenn man vorsichtig die ersten 10-15km dahinfährt und Drehzahlen jenseits der 2500U/min vermeidet, sollte das also alles kein Problem sein.

Ist vielleicht alles Haarspalterei, aber man will seinem Benzi ja nix böses antun ! :D :D

Hehe, man sollte es nicht übertreiben. Öl immer auf Maximum, den Wagen gemütlich warmfahren, dann auch gerne mal ne Hatz und (wichtig) den Motor nach einer Hatz abkühlen lassen. Also ca 2km vor AB-Ausfahrt vom Gas gehen und gemütlich rollen lassen. Das vermeidet nach dem Abstellen einen Wärmestau und schont den Turbo. (oder Kompressor, je nachdem) ;)
Aber ich fands auch schon interessant, wie langsam das Öl bei modernen Dieseln erwärmt wird.
 
Hallo,

die Öltemperatur läßt sich leider nicht von der Kühlmitteltemperatur herleiten. Je nachdem welche Motorbauart vorliegt, dauert es, wie schon beschrieben, erheblich länger bis auch das Öl seine Betriebstemperatur erreicht hat. Besonders bei den neuen DI {OM/Benzin} Motoren dauert es aufgrund der geringen Abwärme des Motors noch länger als bei herkömmlichen Motoren.
Auch Triebwerke mit Trockensumpfschmierung benötigen eine wesentlich längere Fahrstrecke als Motoren mit einem Ölsumpf.
Über die Drehzahl ist es schwierig eine Aussage zu treffen, da es mehr auf die Kolbengeschwindigkeit ankommt, welche sich wiederum aus dem Hub definiert. Bei einem Fremdfabrikat ist die Drehzahl in Verbindung zur Öltemperatur so definiert, ab >80° Öltemperatur 100% der zulässigen Motordrehzahl, zwischen 50-80° maximal 70%, bis 50° maximal 40% der zulässigen Motordrehzahl. Bei Fahrten nach diesem Muster wird eine Fahrstrecke {4 Kilometer Landstraße/dann BAB} von ca. 20 Kilometern benötigt, bis das Motoröl auf 80° Temperatur gebracht wird.
Bei meinem Elchi {M 166} sind es bei ähnlicher Fahrweise, wurde einmal im Winter per Laptop gemessen, immerhin auf derselben Strecke 9 Kilometer, bei einem anderen Fahrzeug sogar >27 Kilometer.

Um zu den DCX Fahrzeugen zurückzukehren sei angemerkt, das die Motoren mit relativ niedrigen Kolbengeschwindigkeiten laufen, d.h. das Drehzahlen von 60-70° der zulässigen Höchstdrehzahl nach meinem Erachten keine Gefahr für den Motor darstellen. Man sollte nur einen Kickdown vermeiden und die Automatik selbständig schalten lassen. Je nach Modell sind so schon nach kurzer Fahrstrecke Autobahngeschwindigkeiten über 130 km/h ohne Motorbelastung möglich.

@Christian,

W 40 Öl reichen im Alltagsbetrieb bei „normalen" DCX PKW Motoren völlig aus. Selbst in den ML M 112/113 Motoren wird keine hohe Öltemperatur bei „normaler" Straßenfahrweise erreicht. Zudem verfügen die Fahrzeuge je nach Auslegung, heute über sehr gut funktionierende Ölkühler.
Von DCX Seite fallen mir im Moment nur, von den halbwegs neuen Motoren, der M 103.980 3.2 und der M 104.980 3.4/M 104.993 3.6 ein, welche hohe Kolbengeschwindigkeiten und hohe Öltemperaturen erreichen.

Bei manchen Fremdfabrikaten ist die Ölbelastung wesentlich höher - i.e. auch BMW Z Motoren und natürlich ATL Motoren.
 
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