W124 300E Motorproblem

Diskutiere W124 300E Motorproblem im Forum Motor, Antrieb & Tuning im Bereich Technik - Hallo, ich habe da mit meinem alten 300E (Bj 87) ein Problem, bei dem ich einfach nicht weiter komme. Deshalb möchte ich Euch um Hilfe bitten...
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mike k

Frischling
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300E W124 / 300SE W126
Hallo,

ich habe da mit meinem alten 300E (Bj 87) ein Problem, bei dem ich einfach nicht weiter komme. Deshalb möchte ich Euch um Hilfe bitten.

Folgendes Problem habe ich:
Der Wagen springt einwandfrei an, hat aber auf den ersten 300 bis 500 Metern einen Leistungsverlust. Dieser ist bei kaltem Motor kaum zu spüren aber bei warmem Motor fehlt ca. 2/3 Leistung. Wenn man dann den Wagen, mit Halbgas, einfach rollen lässt, setzt die Leistung nach den erwähnten 300 bis 500 Metern plötzlich so heftig ein, dass man Angst um den Antriebsstrang bekommt.
Außerdem neigt er dazu, kurz nach dem Start, beim Ausrollen vor der Ampel auszugehen. Ein kurzes Tippen auf das Gaspedal reicht aber aus und die Leerlaufdrezahl wird gehalten.
Außerdem hat die Lufttemperatur einen Einfluss auf das Problem. Je höher die Lufttemperatur, um so mehr Leistungsverlust.
Nach diesen 300 bis 500 Metern läuft der Wagen ganz normal.

Das habe ich bisher probiert:
Widerstandswerte Temperatursensoren (Kalt/Betriebstemperatur) gemessen – sind o.K.
Überspannungsrelais geprüft – ist o.K.
Lage der Stauscheibe geprüft – ist o.K.
Auf Undichtigkeit im Ansaugtrackt geprüft – ist o.K.
Kaltstartventil getestet geprüft – ist o.K.
Lambdasonde getestet – müsste o.K. sein (Sie regelt zumindest. Mehr kann ich mit meinem Multimeter nicht messen)
Kraftstoffpumpenrelais geprüft – ist o.K.
Irgendetwas habe ich jetzt bestimmt noch vergessen, was ich probiert habe, aber mehr fällt mir jetzt nicht ein.

Wo kann das den noch dran liegen? Ich komme einfach nicht mehr weiter. Hat schon mal jemand dieses Fehlerbild gehabt? Es wäre toll, wenn jemand eine Lösung wüsste.

Gruß an alle und einen guten Rutsch ins neue Jahr wünscht Euch
Mike K.
 
Hallo Mike,

willkommen im Forum.
Hast Du schon das Gemisch, die Verdichtung und die Zündkerzen überprüft? Hast Du mit dem Kraftstoffpumpenrelais auch die Kraftstoffpumpe überprüft?
Wurden schon der Kraftstoffdruck und die Drossel des Mengenteilers als auch der Mengenteiler selbst überprüft?
Um noch einmal auf den Fehler zu sprechen zu kommen: Du steigst ein, lässt die Zündung etwa 10 Sekunden an bis die Kraftstoffpumpe Druck aufgebaut hat, lässt den Motor an. Beim losfahren stirbt dieser dann ab, bzw. nimmt wiederwillig Gas an?
Ist ein automatisches oder manuelles Getriebe verbaut?

einen Guten Rutsch wünscht

Otfried
http://mitglied.lycos.de/oschneider/O31122003k.jpg
 
Hallo Otfried,

vielen Dank erst mal für die schnelle Antwort.
Um Deine Fragen erst mal zu beantworten:
Um Gemisch, Verdichtung, Kraftstoffpumpe, Mengenteiler u.s.w. zu überprüfen fehlen mir die Messgeräte. Die Zündkerzen habe ich bereits ohne Ergebnis gewechselt.
Wenn ich einsteige, und die Zündung anstelle, baut die Pumpe Druck auf (schaltet hörbar nach ein paar Sekunden ab). Danach startet der Wagen ganz normal. Ich kann auch losfahren, aber es ist eine stark verminderte Leistung da. Es ist so, als ob dir jemand 120 von den 180 Pferdchen geklaut hätte. Dabei läuft der Motor nicht unrund. Es sind alle Zylinder da. Er nimmt nur kein Gas an. Es ist nur langsammes Beschleunigen möglich. Bei Vollgas oder nach kurzer Fahrstrecke (wenn man das Gaspedal so dreiviertel durchtritt) ist die Leistung aber plötzlich so brutal da, das ich jedesmal mit dem Antriebsstrang mitleide. Wenn der Wagen über nacht gestanden hat, ist der Fehler wesentlich geringer, als wenn er nur eine halbe Stunde aus war. Und wie gesagt, er hat die Tendenz, beim Ausrollen lassen, abzusterben. Ein kurzes Tippen auf das Gaspedal reicht aber und er hält die normale Leerlaufdrehzahl.
Ach ja, der wagen hat das normale Fünfganggetriebe.
Ich hoffe Du kannst Dir da einen Reim drauf machen, mir fällt nichts anderes mehr als die DC-Werkstatt ein, so ungern ich auch jemand anderes an meinen Autos rumschrauben lasse.

Ein frohes neues Jahr wünscht Dir und allen anderen
Mike
 
Hallo Otfried,

die Stauscheibe lässt sich mit ganz leichtem Widerstand, vom Steuerkolben, herunterdrücken und wenn man sie langsam hochkommen lässt merkt man auch wie der Steuerkolben zurückkommt.
Wir haben hier jetzt seit gestern durchgehend richtige Minusgrade bei der Außentemperatur und der Fehler ist praktisch nicht mehr feststellbar. Also ist die ganze Sache absolut Temperaturabhängig. Ich habe zwar die Temperatursensoren überprüft, aber nicht die Leitungen zum Steuergerät. Ich halte es zwar für unwahrscheinlich, dass eine Leitung unterbrochen sein sollte, aber das würde der Fehler für mich erklärbar machen. Weist Du, die Temperaturabhängigkeit ist einfach zu auffällig.

Gruß
Mike
 
Hallo Mike,

erreicht der Motor richtig Betriebstemperatur? Überprüfe auch die Lambda Sonde, das Gemisch könnte auch viel zu Fett sein. Leider wird in den meisten NL/VT der M 103 heute viel zu mager eingestellt.

ein Gutes Neues Jahr wünscht

Otfried
http://mitglied.lycos.de/oschneider/O01012004k.jpg
 
ist bei dem Modell nicht noch neben dem Mengenteiler das el. Ventil verbaut was auch den Kraftstoff regelt? Hast du das schon mal geprüft? Ist zwar nicht ganz mein Baujahr aber ein wenig habe ich auch dran gebastelt!

Chris
 
Hallo Otfried, hallo Chris.

Otfried, der Motor kommt ganz normal auf Betriebstemperatur. Die Lambda Sonde habe ich mit dem Multimeter geprüft. Der Lambdawert schwankt, also müsste sie regeln. Für eine genauere Prüfung muss ich zu DC.

Chris, ich vermute mal, Du meinst das elektrohydraulische Stellglied, ein kleiner schwarzer Block, der seitlich am Mengenteiler angeschraubt ist. Die Regelspannung kommt an und man kann, wenn man den Finger auf das Gehäuse legt, fühlen, dass sich darin etwas tut.

Ich werd mich die Tage mal drangeben, und Eure Tipps noch am „lebenden“ Objekt ausprobieren und mich eventuell mal auf den Weg in unsere DC-Niederlassung machen. Wenn ich etwas herausbekomme werde ich es hier schildern. Vielleicht hat ja jemand anders auch mal das blöde Problem und sucht sich einen Wolf daran.

Erst mal vielen Dank
Mike
 
das Ventil oder Stellglied ist of defekt, was man nur schwer feststellen kann, evtl. kannst du es mal probehalber tauschen. Was mir noch einfällt wäre ein defekter KAT, was sich aber weniger danach anhört. Du könntest es aber trotzdem mal mit abgehängtem Hosenrohr probieren, hatte den Fall auch schon öfter! Das letzte was mir auch noch einfällt :) ist unter dem Mengenteiler müsste so ein Gummi-Ansaugschlauch sein, ist dieser dicht, nicht eingerissen,...?

Chris
 
Hallo Mike,

der von Chris beschriebene Leerlaufsteller ist u.a mit dem Startventil verbunden. Diese Schläuche hast Du schon überprüft?
Was mir noch einfällt ist der Membrandruckregler sowie der LMM-Geber.
 
Hallo Otfried, hallo Chris,

leider bin ich noch nicht dazu gekommen, weiter zu suchen. Im Moment habe ich beruflich ziemlich viel am Hals und meine Frau liegt mit Grippe Zuhause rum. Ihr könnt Euch sicher vorstellen, wie viel Zeit mir im Moment für meine Hobbys übrig bleibt. So bald ich was herausgefunden habe, melde ich mich wieder.

Mike
 
na dann lass dir Zeit :D

Chris
 
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Thema: W124 300E Motorproblem

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